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Kindesunterhalt eines 18 jährigen Kindes welches noch Abitur macht


24.11.2012 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier



Hallo zusammen,
folgender Fall. Mein Kind ist volljährig und ausgezogen weil man
es bei der Mutter nicht mehr ausgehalten hat.
Sie hat Mittlere Reife und macht nun ihr Abitur und befindet sich
im letzten Jahr.
Sie geht jedes Wochenende arbeiten auf 400 € Basis und verdient
jeden Monat 320 €.
Mein bereinigtes Einkommen beläuft sich auf 1964 €.
Die Mutter geht nicht arbeiten da sie nun schon ewige Zeit
vom Arzt krank geschrieben wird. Rentenanträge sind aber
abgelehnt worden.
Was die Mutter allerdings an Krankengeld bekommt entzieht
sich meiner Kenntniss.
Muss ich nach der Düsseldorfer Tabelle nach Gruppe 3 nun
die 537 € abzüglich 184 € Kindergeld = 353 € alleine tragen
oder werden die 320 € Einkünfte meines Kindes noch davon
abgezogen ?

Weiterhin bin ich noch einem weiterem Kind von 5 Jahren
Unerhaltsverpflichtet für das ich im Moment 225 € zahle.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Da Ihre Tochter nicht mehr im Haushalt eines Elternteiles lebt, bemisst sich der Unterhaltsanspruch der Tochter nach dem festen Bedarf eines volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand und damit mit 670 €. Hiervon wird das staatliche Kindergeld komplett abgezogen, so dass ein Restbedarf von 486 € verbleibt.

Da sich Ihre Tochter noch in der allgemeinen Schulausbildung befindet, ist Sie Ihrem weiteren minderjährigen Kind im Unterhaltsrecht gleichgestellt und Sie haben nur den kleinen Selbstbehalt von 950 €. Mit Aufnahme der Ausbildung ist Ihr minderjähriges Kind vorrangig und Ihr Selbstbehalt erhöht sich auf 1.150 € gegenüber dem volljährigen Kind.

Ihre Tochter befindet sich noch in der allgemeinen Schulausbildung und es trifft sie daher keine Erwerbsobliegenheit. Kleinere Einkünfte von Schülern werden nicht angerechnet. Die Einkünfte Ihrer Tochter übersteigen allerdings den Betrag einer Taschengeldaufbesserung. Von den 320 € wären ihr berufsbedingte Aufwendungen von 40 € in Abzug gebracht. Von den verbleibenden 280 € wird, da Ihre Tochter nicht arbeiten gehen muss, dann aber nur die Hälfte auf den Unterhaltsbedarf angerechnet.

Von den 486 € werden daher 140 € in Abzug gebracht, so dass sich hier ein Unterhaltsanspruch von 346 € ergibt.

Über den Unterhalt für beide Kinder sind Sie auch unter Berücksichtigung Ihres Selbstbehaltes von 950 € leistungsfähig.

Es wäre aber zu prüfen, wie hoch das Krankengeld der Mutter ist. Diese hat gegenüber dem volljährigen Kind, weil sie keiner Erwerbstätigkeit nachgeht bis zum Abschluss der Schulausbildung lediglich einen Selbstbehalt von 770 €, so dass es durchaus möglich sein kann, dass sie sich auch an dem Unterhalt beteiligen muss. Die Haftung der Eltern erfolgt dann entsprechend dem Einkommen.

Mit Aufnahme der Berufausbildung/Studium müsste dann der Unterhalt neu berechnet werden.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
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