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Kindesunterhalt d. Vaters bei Heirat

27.06.2008 18:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht um folgenden Sachverhalt:
Mein Freund und ich möchten heiraten. Er hat 2 Kinder (9 u. 13J.) aus seiner vorherigen Beziehung, die Kindseltern waren nicht verheiratet. Er zahlt mtl. 330,-€ Unterhalt für beide Kinder zusammen, es besteht ein Titel beim JA.
Da er nur 1250,-€ netto mtl. verdient, konnte und kann er nicht für den gesamten Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle aufkommen. Das JA hat die letzten Jahre Unterhaltsvorschuss geleistet, die Schulden beim JA belaufen sich zur Zeit auf ca. 8500,-€.
Ich verdiene mtl. 1350,-€ netto.

Wie ich bereits aus mehreren Antworten entnommen habe, ist mein Gehalt auch nach der Heirat für die Berechnung des Unterhalts nicht relevant.

Es ergeben sich aber noch folgende Fragen:
1. Ist es möglich, dass ich nach der Heirat die "bessere" Steuerklasse nehme oder ist mein Freund dazu gezwungen, damit er mehr Unterhalt zahlen kann? (Bitte nicht falsch verstehen, mein Freund zahlt gerne an seine Kinder, aber wir müssen sehr aufs Geld gucken und es wäre schön, wenn sich die Lage dann etwas entspannen würde.)
2. Kann das JA mein Gehalt / Erspartes heranziehen, damit der Rückstand beim JA zurückgezahlt wird?

Für die Beantwortung der Fragen - hoffentlich positiv ;-) - im voraus schon mal vielen Dank!!

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Wahl der Steuerklasse ist Ihnen bzw. Ihrem künftigen Ehemann überlassen, denn sie hat letztlich keine Auswirkungen auf den zu zahlenden Unterhalt.

Durch die gewählte Steuerklasse wird nämlich lediglich festgelegt, welche monatliche Vorauszahlung auf die voraussichtliche Einkommenssteuerschuld gezahlt wird. Es gibt eine Rückerstattung, wenn die Vorauszahlungen zu hoch sind, eine Nachzahlung, wenn sie zu niedrig sind.

Bei der Berechnung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens sind Steuerrückerstattungen und Nachzahlungen bei Arbeitnehmern in dem Jahr zu berücksichtigen, in dem diese anfallen. Wenn der Kindesvater also beim Wechsel in eine andere Steuerklasse zunächst mehr zur Verfügung hat, weil ihm weniger einbehalten wird, gleicht sich das später wieder aus, wenn er eine entsprechende Nachzahlung zu leisten hat.

Insofern kann er nicht verpflichtet werden, nun die günstigere Steuerklasse zu wählen. Denn die Höhe der zu zahlenden Einkommenssteuer hängt nicht von der gewählten Steuerklasse ab, sondern lediglich vom jährlichen Gesamteinkommen.

Abschließend: Das Jugendamt kann nicht auf Ihr Erspartes zurückgreifen, auch nicht auf Ihr Gehalt, denn Sie schulden dem Jugendamt ja schließlich nichts - und für die Schulden Ihres Mannes haften Sie nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




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Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 | Fax: (0221) 355 9206 | Mobil: (0170) 380 5395

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