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Kindesunterhalt - bis wann / wieviel?

| 27.08.2013 18:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich lebe seit vielen Jahren beruflich bedingt im benachbarten Ausland und bin seit 15 Jahren geschieden und zwischenzeitig wieder neu verheiratet. Meine erste Frau ist ebenfalls seit einigen Jahren wieder verheiratet und meine beiden Kinder aus dieser Ehe wachsen dort (in Deutschland) auf. Ehegattenunterhalt zahle ich nicht da ich meiner ersten Frau bei der Scheidung eine recht hohe Abfindung gezahlt hatte was seinerzeit so vereinbart wurde.
Meine Exfrau und Ihr Ehemann arbeiten beide und haben gemeinsam ein sehr gutes Einkommen und vor einigen Jahren ein Einfamilienhaus gebaut.
Auch mein Einkommen ist als Geschäftsführer eines Unternehmens ist recht hoch angesiedelt.
Nun meine Frage:
Ich habe seit Jahren ein gutes Verhältnis zu meiner Ex-Frau und Ihrem Mann. Bereits vor einigen Jahren haben wir das Abkommen geschlossen, dass ich für meine beiden Kinder einen Kindesunterhalt vom 800,00 Euro/Monat bezahlen und natürlich erhalten Sie weitere Vergütungen von mir. Das Kindergeld erhällt meine Ex-Frau und Ihr Ehemann.
Meine Tochter ist 16 Jahre alt und fing Anfang August diesen Jahres eine Ausbildung an welche 3 Jahre andauern wird. Mein Sohn ist 21 Jahre und er hat vor einigen Monaten sein Abitur erworben. Z,Zt, ist er auf der Suche nach einer Praktikumsstelle in einem redaktionellen Bereich.
Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich zahle gerne das monatliche Kindergeld für meine beiden Kinder und bei meinem aktuellen Einkommen müßte dies vielleicht nach Düsseldorfer Tabelle noch höher ausfallen. Trotzdem würde ich gerne wissen wie sich die Rechtslage in meinem Fall darstellt und bis wann ich für meine Kinder gesetzlich und in welchem Umfang unterhaltspflichtig bin.
Vielen Dank im Voraus für Ihre geschätzte Antwort.

27.08.2013 | 20:15

Antwort

von


(2373)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Unterhaltspflicht der Eltern umfasst nach Beendigung der Schulausbildung den Zeitrraum einer angemessenen beruflichen Ausbildung. Dabei handelt es sich um den Ausbildungsunterhalt.

Die Dauer dieses Anspruches kann allerdings nicht genau vorhergesagt werden. Das ist äbhängig von der jeweiligen Ausbildung und dem angestrebten angemessen Ausbildungsziel.

Was die Tochter betrifft wird dieser Zeitraum zunächst die drei Jahre umfassen. Etwas anderes könnte sich dann ergeben, wenn festgestellt werden sollte, dass die Tochter die Ausbildung wechseln muss oder will. Sofern es sich bei der zunächst angestrebten Ausbildung um eine völlige Fehleinschätzung gehandelt haben sollte oder gesundheitliche Gründe einen Wechsel erforderlich machen, kann eine längere Dauer in Betracht kommen.

Grundsätzlich ist bei der Tochter aber ersteinmal von drei Jahren auszugehen.

Bei dem Sohn gilt auch das oben Gesagte. Der Unterhaltsanspruch umfasst die angemessene Dauer zur Erlangung einer Berufsausbildung. Es wird daher abzuwarten sein, welche Ausbildung der Sohn anstrebt. Im Falle eines Studium ist die Regelstudienzeit auch der ungefähre zeitliche Rahmen für einen Anspruch.

Sie sehen, dass die genaue Dauer nicht vorhergesagt werden kann. Sie ist nicht an das Alter eines Kindes gebunden, sondern an die angestrebte Ausbildung.

Neben diesem Anspruch könnten weitere Ansprüche wegen Mehrbedarf oder Sonderbedarf hinzutreten. Als Beispiel sei bei dem Sohn Studiengebühren genannt, sofern diese zu zahlen sind.

Der Umfang des Anspruches wäre genau zu berechnen.

Bei der Tochter stellt es sich so dar, dass die Hälfte der Ausbildungsvergütung, zunächst verringert um 90,00 EUR, auf den Unterhalt anzurechnen ist. Um diesen Betrag verringert sich die Zahlungsverpflichtung.

Bei dem Sohn gilt noch weitergehend, dass ab Volljährigkeit eines Kindes beide Elternteile barunterhaltspflichtig sind. Während bis zur Volljährigkeit der Elternteil, bei dem das Kind lebt, seinen Unterhalt in Form des Betreuungsunterhaltes erbringt, entfällt diese Betreuungsnotwendigkeit ab Volljährigkeit. Auch dieser Elternteil hat dann Unterhalt zu zahlen. Die Höhe ist abhängig vom jeweiligen Einkommen der Eltern ( nicht der neuen Ehegatten ).

Anteilig nach dem Einkommen haben dann beide Elternteile den Unterhalt zu zahlen.

Auch an dieser Stelle kann der Umfang nicht konkret angegeben werden. Eine Berechnung wäre erforderlich, die auch bei dem Sohn, das Einkommen der Mutter zu berücksichtigen hat.

Sofern Sie für sich zumindest einen groben Anhaltspunkt haben möchten, sollten Sie eine Berechnung durchführen lassen. Wenn die Ausbildungsvergütung der Tochter bekannt ist und auch Einkommen der Mutter könnte zumindest überschlägig, nach Kenntnis Ihres Einkommens, eine Berechnung vorgenommen werden können. Gerne können Sie sich diebezüglich mit mir in Verbindung setzen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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Bewertung des Fragestellers 29.08.2013 | 00:43

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