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Kindesunterhalt berechnung volljährigkeit

07.02.2019 00:08 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Zur Zeit liegt ein Nettoeinkommen von 3737 euro vor. abzügich 210 euro krankenversicherung. 150 euro für berufsbedinge Aufwendungen = 3377 bereingtes Einkommen? Meine Ex Frau ehält 300 euro Ehegatten Unterhalt. Mein älterer Sohn studiert, ist 19 Jahre alt und wohnt bei der Mutter, Mein jüngerer Sohn ist noch 17 (noch 2 Monate) und hat die 9. Klasse beendet ... und befindet sich in der beruflichen Findungsphase, genaues ist mir nicht bekannt. Die Mutter erhält zur Zeit 441 Euro für den Jüngeren und mein älterer Sohn erhält 413 euro. Meine ex frau bezieht eine Rente von 11500 euro im Jahr sowie aus einen minijob rd. 400 euro pro Monat.

Meine Ex-Frau möchte nun über das Jugendamt die Unterhaltszahlungen berechnen lassen bzw. behauptet die Zahlungen seien zu niedrig. Unklar ist auch der weitere Verlauf ab volljährigkeit meines jüngeren Sohnes. Er wohnt auch noch bei der Mutter.

Fragen:
Sind die aktuell geleisteten Kindesunterhaltszahlungen korrekt?
Wie verändern sich meine Zahlungen nach Volljährigkeit meines jüngeren Sohnes?
Inwieweit ist die Mutter zum Barunterhalt verpflichtet?
Ist es legitim von der Mutter für Kost und Loge von meinem älteren Sohn 380 euro zu verlangen?
Im Internet kursieren Texte, wonach volljährige Kinder U21, zu Hause wohnend und in Ausbildung bzgl. KU wie Kinder U18 zu behandeln sind. Stimmt das?
Wie verhält es sich mit der Zuständigkeit des Jugendamtes? Würde gerne mit meinen Söhnen direkt verhandeln.
Auch gehe ich davon aus, dass ich meinen volljährigen Kindrn das Geld direkt überweisen darf. Stimmt das?
07.02.2019 | 06:02

Antwort

von


(232)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Ob das bereinigte Nettoeinkommen so abschließend korrekt ermittelt wurde lässt sich so nicht beurteilen. Befusbedingte Aufwendungen wie zum Beispiel Fahrtkosten können auch deutlich höher sein als die genannte Pauschale, müssen dann aber konkret dargelegt werden. Freiwillige Krankenversicherung und Pflegeversicherung können ebenfalls abgezogen werden. Ausgehend von dem von Ihnen ermittelten Wert beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Sind die aktuell geleisteten Kindesunterhaltszahlungen korrekt?

Nach aktueller Düsseldorfer Tabelle wären 475€ für den jüngeren Sohn und 435 € für den Älteren zu zahlen.

Wie verändern sich meine Zahlungen nach Volljährigkeit meines jüngeren Sohnes?

Der Unterhaltsanspruch des jüngeren Sohnes sinkt auf 435€. Außerdem ist der Unterhalt direkt an den Sohn zu zahlen. Leistungen an die Mutter sind "Leistungen an den Falschen" und wirken nicht schuldbefreiend gegenüber den Söhnen.

Inwieweit ist die Mutter zum Barunterhalt verpflichtet?

Ab Volljährigkeit fällt die Unterhaltsleistung durch Betreuung weg. Das heißt, jeder Ehegatte ist nach seinen Möglichkeiten zum Barunterhalt verpflichtet. Bei dem Einkommen Ihrer Exfrau muss hier von einer Leistungsfähigkeit von etwa 280 € ausgegangen werden. Diese müssten an die Söhne gezahlt werden.

Ist es legitim von der Mutter für Kost und Loge von meinem älteren Sohn 380 euro zu verlangen?

Wenn der Sohn bei der Mutter wohnt kann diese ihn zur Zahlung auffordern. Ob 380€ hier angemessen ist, kann diesseits nicht beurteilt werden, erscheint jetzt aber nicht exorbitant. Beachten Sie, dass dem Sohn andererseits mittlerweile auch das Kindergeld zusteht.

Im Internet kursieren Texte, wonach volljährige Kinder U21, zu Hause wohnend und in Ausbildung bzgl. KU wie Kinder U18 zu behandeln sind. Stimmt das?

Ja, dies sind die sogenannten "privilegierten Volljährigen".

Wie verhält es sich mit der Zuständigkeit des Jugendamtes?

Das Jugendamt kann Ihren Sohn weiter unterstützen. Voraussetzung ist, dass dieser den Antrag selbst gestellt hat.

Würde gerne mit meinen Söhnen direkt verhandeln.

Wenn das Jugendamt eingeschaltet ist, ist hiervon abzuraten. Im Zweifel verzögert sich hier nur der Ablauf weil der Sohn ohnehin jedes Schreiben zum Jugendamt weiterleitet.

Auch gehe ich davon aus, dass ich meinen volljährigen Kindrn das Geld direkt überweisen darf. Stimmt das?

Ja, Sie sind sogar zur Zahlung an Ihre Söhne direkt verpflichtet. Es sei denn, diese haben Ohne andere Anweisungen gegeben bzw. andere Kontodaten genannt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2019 | 17:04

Vielen Dank für Ihre Ausführungen.

zum Kindesunterhalt 435 bzw. 475. Meine letzte Info von meinem Anwalt war, dass wenn gegenüber mehr als zwei Personen Unterhaltspflicht besteht, sich der Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle um eine Stufe verringert. Da gegenüber der Ex-Frau diese Unterhaltspflicht besteht, sollte dies doch so sein, oder?

Zum anderen eine Rückfrage bezüglich U21, Ausbildung und bei der Mutter wohnend: Wenn dies so ist, würde Ihre Aussage, dass ab Volljährigkeit meines jüngeren Sohnes der Unterhalt zu kürzen sei ja nicht richtig sein, oder?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2019 | 18:42

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Eine Herabstufung kommt nur in Betracht wenn Sie zur Zahlung von Ehegattenunterhalt verpflichtet sind und diesen nicht freiwillig (oder wegen eines gerichtlichen Vergleichsmiete zahlen).
Sollte dies der Fall sind Sie herabzustufen.

Die Aussage bleibt richtig, da das Kindergeld nunmehr dem Sohn voll zusteht und daher auch voll anzurechnen ist.

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2019 | 18:42

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Eine Herabstufung kommt nur in Betracht wenn Sie zur Zahlung von Ehegattenunterhalt verpflichtet sind und diesen nicht freiwillig (oder wegen eines gerichtlichen Vergleichsmiete zahlen).
Sollte dies der Fall sind Sie herabzustufen.

Die Aussage bleibt richtig, da das Kindergeld nunmehr dem Sohn voll zusteht und daher auch voll anzurechnen ist.

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
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