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Kindesunterhalt bei frewilligem sozialem Jahr, Kind minderjährig

| 05.07.2018 08:09 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

ich lebe getrennt von meiner letzten Ehefrau und bin wieder neu verheiratet. Seit 4 Jahren zahle ich freiwillig Kindesunterhalt, der höher ist als die Düsseldorfer Tabelle angibt. Leider stellte ich fest, dass das überschüssige Geld veruntreut wird und nicht dem Kind zugute kommt, weil die Mutter damit ihren WOhnungskredit abbezahlt.

Nun beginnt meine Tochter (17 Jahre) im September ein freiwilliges, soziales Jahr in Holland. Sie erhält dort ein Salär von 900 Euro monatlich, von dem sie Lebensunterhalt und Miete bestreitet. Meine Fragen:

1. Ist es richtig, dass mit dem Beginn des einjährigen FSJ nunmehr meine Exfrau und ich zu gleichen Teilen kindesunterhaltpflichtig sind? Bisher war ja nur ich unterhaltspflichtig, weil meine Exfrau Naturalunterhalt geleistet hat.

2. Wie hoch wäre dieser gemeinsam zu entrichtende Unterhalt? Richtet er sich anteilig nach den bereinigten Einkommen meiner Exfrau und mir?

2. Ist es richtig, dass die 900 Euro Verdienst des Kindes auf diesen gemeinsamen Unterhalt anzurechnen sind?
WÄre es also theoretisch denkbar, dass ich für den Dauer des FSJ gar keinen UNterhalt an meine Exfrau abführen muss?

4. Ist es richtig, dass ich meiner TOchter, sobald sie 18 ist (März 2019) den Unterhalt direkt überweisen kann, falls welcher zu zahlen ist?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre Fragen sind wie folgt zu beantworten:


1.)
Nein. Zwar wird teilweise auch die Auffassung vertreten, bei beim Auszug des Kindes beide Elternteile dann barunterhaltspflchtig siond. Aber die überwiegende Rechtsprechung belässt es bis zur Volljährigkeit dabei, dass der nicht betreuende Elternteil weiterhin der alleinige Zahlungspflichtige bleibt.


2.)
Dazu bedarf es einer konkreten Unterhaltsberechnung. Zugrunde zu legen ist aber dann allein IHR anrechenbarens Nettoeinkommen, nicht auch das Einkommen der Kindesmutter.


3.)
Nein: Nicht der gesamte Betrag wird anzurechnen sein.

Von den 900 € ist zunächst ein Betrag von 90 € für berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei, der Rest wird hälftig auf den Kindesunterhalt angerechnet, d.h.900 - 90 =810 : 2=405,00 € werden anzurechnen sein.
Anzurechnen ist weiter das volle Kindergeld, wenn das Kind wie hier alleine wohnt (OLG Koblenz, Urt.v. 26.09.2012, Az.: 13 UF 413/12).

Ob Sie dann noch Unterhalt zahlen müssten, hängt von der Kompletten Unterhaltsberechnung (siehe Punkt 2.) ab.


4.)
ja, das ist richtig. Ab 18 ist allein das Kind Anspruchsteller und dann sind aiuch beide Elternteile barunterhaltspflichtig, d.h. es hat dann eine Neuberechnung zu erfolgen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg
4.)


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