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Kindesunterhalt bei Volljährigkeit und nach erster Ausbildung


| 22.01.2018 11:36 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Sohn ist im Dezember 2017 19 Jahre alt geworden.
Er hat 2017 eine 2 Jährige, schulische Ausbildung zum "Staatlich geprüfter Kaufmännischer Assistent für Informationsverarbeitung"
abgeschlossen. Derzeit macht er noch das Fachabitur "Elektrotechnik" welches er dieses Jahr im Sommer 2018 abschließen wird.
Seinen eigentlichen Plan an einer FH Wirtschaftsinformatik zu studieren hat er mittlerweile verworfen. Nach Beendigung des Fachabitures möchte er nun eine weitere, 3 Jährige Ausbildung als "Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung" machen.

Meine Frage ist nun, bin ich noch Unterhaltspflichtig wenn er die zweite Ausbildung anfängt?
Und wie ist es, wenn er nach Beendigung des Fachabitures nicht gleich eine Ausbildungsstelle findet und ohne weitere Schul-
Ausbildung bis zur nächsten Ausbildungszeit bei seiner Mutter zu Hause bleibt?

Lieben Dank im Voraus!
22.01.2018 | 12:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Darstellung werden Sie für die Zweitausbildung voraussichtlich nicht mehr unterhaltspflichtig sein.

Die Einschränkung "voraussichtlich" ist immer der Einzellfallbewertung im Unterhaltsrecht geschuldet.

Grundsätzlich sind Eltern verpflichtet Ausbildungsunterhalt zu zahlen, dem Kinde also eine angemessene Ausbildung zu ermöglichen.

Dieser Obliegenheit sind Sie nachgekommen, da der Sohn durch die schulische Ausbildung eine Berufsausbildung erlangt hat. Wenn aber bereits geplant war, dass im Anschluss an die Berufsausbildung das Fachabitur angestrebt war und im Anschluss die Ausbildung fortgesetzt werden soll, kann eine andere Beurteilung möglich sein.

Die Gerichte sind gegenüber Volljährigen Kindern eher entgegenkommend, obwohl ich hier der Meinung bin, dass Sie mit Erstausbildung Ihrer Pflicht nachgekommen sind.

Bedenken Sie aber auch, dass möglicherweise schon kein Unterhaltsanspruch mehr bestehen könnte, weil der Sohn mit seiner Ausbildungsvergütung seinen Bedarf unter Umständen selber decken kann. Die Ausbildungsvergütung und das Kindergeld werden auf einen Bedarf angerechnet, so dass bereits aus diesem Grund kein Anspruch mehr bestehen könnte.

Wenn der Sohn nach dem Abitur keinen Ausbildungsplatz findet, ist er gehalten durch eine Erwerbstätigkeit für seinen eigenen Unterhalt zu sorgen.

Insgesamt können Sie erkennen, dass es Einzelfallentscheidung sein wird; nach meiner Einschätzung aber keine Anspruch bestehen dürfte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Bewertung des Fragestellers 22.01.2018 | 12:46


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