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Kindesunterhalt bei Volljährigkeit auf das Konto des Kindes direkt überweisen?


| 31.03.2007 21:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Folgende Situation : Meine Nichte wird in diesem Jahr volljährig und lebt dann nicht mehr bei der Mutter. Sie hat keinen Kontakt zu Ihrem leiblichen Vater seit der Geburt. Die Kindesmutter treibt bisher den KU über einen Anwalt ein, da es immer wieder mal zu Unregelmässigkeiten in den Zahlungen kam.

Frage 1 : Muss und kann der Vater den KU ab dem 18.Jahr auf das Konto des Kindes direkt überweisen ? (Die Kindesmutter wird sonst den KU nicht freiwillig weiterleiten, da sie immer in Zahlungsschwierigkeiten steckt. Ein rechtliches Vorgehen gegen die Mutter ist nicht unbedingt geplant und gewollt)

Frage 2: Kann das Kind den Vater direkt ansprechen und um Direktzahlung des KU bitten ?

Frage 3: Kann oder muss der bisherige RA die Adresse des Kindesvaters auf Nachfrage durch das Kind herausgeben, da er ja nur ein Mandat von der Kindesmutter hat ?

Frage 4 : Erlischt damit automatisch das Mandat vom RA der Kindesmutter oder hat hier der Kindesvater rechtlich noch etwas "zu befürchten" ?

Vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

1. Ab Volljährigkeit steht der Unterhaltsanspruch ausschließlich dem volljährigen Kind und nicht mehr der Kindsmutter zu, d.h. schuldbefreiend kann der Vater den Unterhalt nur an das Kind selbst leisten.


Außerdem haften beide Elternteile anteilig für den Unterhalt des Kindes, da die Mutter ab Volljährigkeit keinen Betreuungsunterhalt mehr leistet, sondern auch zum Barunterhalt verpflichtet ist. Es ist daher das Einkommen beider Elternteile für den Unterhalt heranzuziehen.
Eigenes Einkommen des Kindes ist vom Unterhaltsanspruch abzuziehen.

2. Das Kind kann daher auch den Unterhalt anteilig direkt von seinem Vater und seiner Mutter verlangen.

3. Das Kind hat gegen seine Mutter einen Anspruch auf Bekanntgabe des Vaters.
Der Anwalt, der vorher die Tochter, diese wiederum gesetzlich vertreten durch die Mutter, vertreten hat, wird die Auskunft wohl wegen er bestehenden Schweigepflicht gegenüber der Mutter verweigern.
Trotzdem sollte die Tochter den Anwalt ansprechen/anschreiben. Da davon auszugehen ist, dass ein Unterhaltstitel gegen den Vater besteht, sollte sie außerdem den Unterhaltstitel bei dem Anwalt anfordern, aus dem sich auch der Name ihres Vaters ersehen lässt.

4. Der Kindsvater hat, wenn die Tochter die Vollstreckung nicht weiter betreibt, nichts zu befürchten. Sollte die Mutter als gesetzliche Vertreterin weiter vollstrecken, ist eine sog. Vollstreckungsabwehrklage möglich.
Trotzdem sollte die Tochter oder der Vater den Anwalt über die Volljährigkeit informieren, da derartige Daten von den Vollstreckungsbehörden auch oft übersehen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin



Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2007 | 22:19

Der Vater ist bekannt. Fall evtl. kein Unterhaltstitel besteht, wie kann man dann die Adresse des Vaters herausfinden ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 07:48

-

Ergänzung vom Anwalt 08.04.2007 | 22:33

Sehr geehrter Fragesteller,
aufgrund urlaubsbedingter Abwesenheit kann ich Ihre Frage erst heute beantworten:
Wenn ein früherer Wohnort des Vaters bekannt ist, kann man als Gläubiger über dieses Einwohnermeldeamt eine Anfrage machen.

Mit freubndlichen Grüßen
E. Tremmel-Lux
Rechtsanwältin
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