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Kindesunterhalt bei Gütertrennung

08.09.2008 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag,
ich versuche mich kurz zu fassen.
Situation bisher:
Ich lebe in 2. Ehe mit meinen beiden Söhnen (14 + 16) aus erster Ehe und unserer gemeinsamen Tochter in Gütertrennung. Mein Exmann zahlt Unterhalt für die beiden Jungs.

neue Situation:
Mein 16 jähriger Sohn zieht zu seinem Vater, der mittlerweile auch wieder verheiratet ist und noch 2 Töchter hat. Nun möchte mein Exmann Unterhalt haben.

Er stellt dabei folgende Rechnung auf:

1.109,-- mein Verdienst
- 750,-- Selbstbehalt bei erneut verheirateter, erwerbstätiger
Unterhaltspflichtigen (ich)
= Unterhalt den ich zahlen muss

1. Frage:
Ist das so korrekt ?
Ich bin von einem Selbstbehalt von 900,-- ausgegangen, da ich mit meinem jetzigen Mann Gütertrennung vereinbart habe.

2. Frage:
Wieviel Unterhaltberechtigte darf mein Exmann in die Waagschale
werfen ?
Er sagt 5. Unsere beiden gemeinsamen Söhne (obwohl ich doch jetzt für einen Unterhalt zahle), seine beiden Töchter und seine nicht berufstätige Frau. Er hat sich gehaltsmässig in die 5. Stufe der Düsseldorfer Tabelle eingeordnet und meint nun mit 5 Unterhaltsberechtigten könne er sich in die 3. Stufe einsortieren was den Unterhalt für den noch bei mir lebenden Sohn betrifft.

08.09.2008 | 13:36

Antwort

von


(2309)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Berechnung ist nicht zutreffend.

Der Selbstbehalt ist mit 900,00 EUR anzunehmen. Der Selbstbehalt ist unabhängig von der güterrechtlichen Regelung mit Ihrem Mann. 750,00 EUR beträgt der Selbstbehalt für einem nicht Erwerbstätigen und 900,00 EUR für einen Erwerbstätigen, also auch für Sie.

Die Tabellensätze sind auf den Fall zugeschnitten, dass drei Unterhaltsberechtigte vorhanden sind. Diese Zahl wird mit den Kindern und der Ehefrau überschritten. Auch ohne die Berücksichtigung des Sohnes wäre die Anzahl überschritten. Eine Rückstufung ist immer Einzelfallentscheidung. In Anbetracht der Unterhaltsberechtigten wäre eine Rückstufung in Gruppe 4 angemessen.

Sie sollten die Unterhaltsberechnung durch einen Rechtsanwalt prüfen lassen. Das gilt insbesondere auch für die Einkommensberechnung des Vaters.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 08.09.2008 | 14:47

D.h. also der Selbstbehalt ist unabhängig davon ob der Unterhaltspflichtige verheiratet ist oder nicht. Lediglich die Erwerbstätigkeit spielt eine Rolle für die Höhe des Selbsbehaltes ?

Mein Exmann meint weil er 5 Unterhaltsberechtigte hat, also 2 mehr, könne er auch 2 Stufen zurückgehen bei der Unterhaltszahlung. Daher die Frage ob der Sohn für den ich nun Unterhalt zahlen muss,(weil er nun bei meinem Exmann wohnt) als Unterhaltsberechtigter für meinen Exmann zählt ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.09.2008 | 15:23

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich ist der Selbstbehalt abhängig von der Erwerbstätigkeit. Nur in Ausnahmefällen, für den ich hier keinen Raum sehe, kann eine auf den Einzelfall zugeschnittene Erhöhung des Selbstbehaltes in Betracht kommen.

Der Sohn wird mit berücksichtigt werden, da von Ihnen auch der volle Unterhalt nicht gezahlt werden kann. Die Tatsache, dass der Vater aber zwei Personen mehr zum Unterhalt verpflichtet ist, führt nicht unweigerlich auch zu einer Erhöhung um 2 Stufen. Eine Erhöhung um eine oder zwei Stufen wäre gesondert zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

ANTWORT VON

(2309)

Damm 2
26135 Oldenburg
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