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Kindesunterhalt aus dem Ausland


| 18.10.2006 17:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

zum zweiten Mal verheiratet, mit einer Polin, habe ich vor nach Polen auszuwandern und dort weiter an meiner wissenschaftlichen Karriere an der Uni zu arbeiten. Ein entsprechender Arbeitsvertrag liegt unterschriftsbereit vor. Leider ist das Einkommenniveau in Polen viel geringer als in Deutschland. Am Anfang würde ich ca. 650 Euro und nach ca. 1 Jahr ca. 1200 Euro verdienen. Derzeit zahle ich an das Kind aus der ersten Ehe nach der Düsseldorfer Tabelle (Stufe 10, 9 Jahre alt). Was kann meine Ex-Ehefrau an Kindesunterhalt nach meiner Auswanderung fordern und auf welcher Berechnungsgrundlage? Können auch meine Ersparnisse ggf. gepfändet werden?

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Sehr geehrter Fragesteller,

zur Sicherung des Kindesunterhaltes haben Sie Ihre Arbeitskraft bestmöglich einzusetzen. Man spricht von einer gesteigerten Erwerbsobliegenheit. Wenn Sie durch Ihre berufliche Veränderung also Ihr Einkommen reduzieren, so kann dies nur dann ohne die Anrechnung eines fiktiven Einkommens geschehen, wenn diese Veränderung (auch im Interesse des Kindes) notwendig ist, z.B. wenn der derzeitige Arbeitsplatz im Bestand nicht sicher ist). Ansonsten wird man im Regelfall fiktiv Ihr freiwillig nicht mehr erzieltes "altes" Einkommen ansetzen. Zur Sicherung des Kindesunterhalts ist notfalls auch vorhandenes Vermögen einzusetzen.

Eine Pfändung in Ihre Ersparnisse droht, falls Sie Ihren Unterhaltsverplichtungen nicht nachkommen und diese tituliert sind.

Bei einem Einkommen von 650,00 € wäre nach der Düss. Tabelle kein Kindesunterhalt zu leisten, hierrauf wird sich Ihre geschiedene Frau sicher nicht einlassen. Ich schlage vor, Sie versuchen einen Unterhaltsvergleich zu schließen, der für beide Seiten akzeptabel ist. Falls nicht wird ein Gericht möglicherweise, wie oben beschrieben, Ihre Einkommensverschlechterung "nicht gelten lassen".

Ich hoffe meine Antwort hilft Ihnen weiter!

Mit freundlichen Grüssen

RA Oliver Martin

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2006 | 22:38

Natürlich möchte ich weiter in der bisherigen Höhe auch später zahlen. Mein Kind soll dabei selbstverständlich NICHT zu kurz kommen. Müssen dann aber auch die üblichen Erhöhungen in der Düsseldorfer Tabelle, die alle 2 Jahre stattfinden, hinterher berücksichtigt werden oder ist der letzte Stand der Düsseldorfer Tabelle vor meiner Auswanderung nach Polen (also DT 2005) und das Kindesalter vor der Auswanderung (9 Jahre) relevant?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2006 | 11:06

Sehr geehrter Fragesteller,

natürlich sind die Alterstufen der Düsseldorfer Tabelle auf dem Niveau Ihrer Einstufung zu beachten. Diese Stufen sollen dem wachsenden Bedarf des Kindes gerecht werden. Diese Stufen sind jedoch nicht alle 2 Jahre, sondern von 0 bis 5, 6 bis 11, 12 bis 17, und ab 18 Jahren. Da der Unterhalt nicht statisch sondern dynamisch ist, kann sich, bei einem entsprechend hohen Einkommen (auch im Ausland erzielt) auch Ihre Eingruppierung ändern, zu einer niederen Eingruppierung habe ich bereits ausgeführt (fiktives Einkommen).

Ich hoffe nun den Kern Ihrer Frage beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüssen

RA Oliver Martin

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