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Kindesunterhalt auch bei 50:50 Betreuung

| 21.10.2011 14:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


15:10
Meine Exfrau und ich teilen uns die Kindesbetreuung ( 8 Jahre) genau 50:50, d.h. 15 Tage im Monat ist mein Sohn bei mir, 15 Tage bei ihr. Dadurch (durch die Nachmittagsbetreuung in der Schule) können wir beide Vollzeit arbeiten und verdienen 1800 netto / meine Exfrau 1650 netto. Ich zahle aber immer noch Kindesunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle (309 €). Ein Unterhaltstitel liegt nicht vor, Sorgerecht liegt bei uns beiden, ABR bei meiner Exfrau, dort ist mein Sohn auch gemeldet.

Muss ich überhaupt noch Unterhalt zahlen oder kann ich zumindest mindern ? ( hab ja schließlich auch Ausgaben für Essen und Sonstiges für meinen Sohn)

Viele Grüße

F.
21.10.2011 | 14:58

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich unter Berücksichtigung der von Ihnen gegebenen Informationen wie folgt beantworten möchte.

Sie praktizieren mit Ihrer Ex-Frau das Wechselmodell bzgl. der Kinderbetreuung. Da nun beide Elternteile das Kind betreuen gibt es beim echten Wechselmodell (50:50) hinsichtlich der Verpflichtung zur Zahlung von Kindesunterhalt Besonderheiten im Vergleich zu den Fällen, in denen ein Elternteil das Kind betreut.

Beim Wechselmodell sind beide Elternteile barunterhaltspflichtig, da eben pro Elternteil eine Betreuungsleistung von 50% erfolgt.
Dann müssen beide Elternteile anteilig nach ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen Barunterhalt leisten,§ 1606 Abs. 3 S. 2 BGB.
Zur Ermittlung des Unterhaltsbedarfs wird dann zunächst das gemeinsame Nettoeinkommen der Eltern berechnet, hier ca. 3450 Euro, wobei dieser Unterhalt dann anteilig nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der Eltern zu zahlen ist.
Im Endeffekt hat also der Elternteil, der ein höheres Einkommen hat, die Differenz zwischen den Unterhaltsbeträgen an den anderen Partner zu leisten.

In Ihrem Fall ergäbe sich in etwa folgendes Beispiel:
Mutter: 1650€ Netto;Vater: 1800€ Netto; gemeinsames Netto 3450€; danach Unterhaltsbedarf nach DDT 466€ abzüglich Kindergeld 184€= 282€.
----------------------
Hiervon haben Sie, da Sie das höhere Einkommen haben, ca. 56 % (157,92€), die Kindesmutter 44 % (124,08€)zu tragen, so dass Sie die Differenz in Höhe von 33,84 an die Kindesmutter zu zahlen hätten.

Insofern können Sie hier den Unterhaltsbetrag mindern.
Bitte beachten Sie, dass hier nur eine ungefähre Berechnung getätigt werden konnte, da nur wenige Informationen vorlagen.
Evtl. gibt es noch Abzugsposten auf der einen oder anderen Seite, evtl. könnte hier aufgrund des Wechselmodells auch ein etwas erhöhter Unterhaltsbedarf vorliegen.

Bei weiteren Fragen stehe ich unter den angegebenen Kanzleidaten gerne zur Verfügung.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2011 | 15:07

Danke das hilft schon mal sehr. Spielt es hierbei irgendeine Rolle dass meine Lebensgefährtin ( Einkommen ca. 1800) netto in einer eheähnlichen Gemeinschaft mit mir wohnt,also im gleichen Haushalt, wo ich auch meinen Sohn betreue - wird ihr Einkommen hier angerechnet?

Vielen Dank und beste Grüße,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2011 | 15:10

Nein, dies spielt zunächst keine Rolle.
Dies würde nur eine Rolle spielen, wenn Sie den Mindestunterhalt nicht zahlen könntewn, da dann eventuell Ihr Selbstbehalt reduziert werden könnte aufgrund des Zusammenlebens.

Bewertung des Fragestellers 21.10.2011 | 15:14

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