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Kindesunterhalt angeblich nicht bezahlt


| 29.05.2007 13:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Lebenspartnerin oder ich haben seit Oktober letzten Jahres den Kindesunterhalt meines Sohnes, meiner Exfreundin immer in Bar gegeben,dummerweise ohne sich das gegenzuzeichnen lassen.Vor einigen Wochen bekomme ich dann einen Brief vom Jugendamt das meine Ex im Zeitraum von Oktober bis Februar Forderungen in Höhe von 730 Euro stellt,die angeblich noch nicht beglichen sind.Desweiteren schreibt das Jugendamt sollte ich dem nicht nachkommen, werden ohne weiteren Mahnungen die Zwangsvollstreckung eingeleitet,sowie die Kindesmutter ist nicht verpflichtet mir gegenüber Rechenschaft über die Verwendung der Unterhaltsbeiträge abzulegen.Nach einen Anruf beim Jugendamt habe ich auch keine Aufstellung der Foderung bekommen,denn ich zahle 317 Euro im Monat,um zu wissen wann, was nicht bezahlt wurde.Doch nach meiner und meiner Lebenspartnerin Aufstellung habe ich sogar zuviel gezahlt(was sich allerdings im zweistelligen Betrag die Waage hält).
Meine Frage ist daher soll ich diese 730 Euro zahlen,auch wenn meine Lebenspartnerin und viele Bekannte(vom erzählen) mitbekommen haben das ich meiner Exfreundin regelmäßig das Geld vorbeibringe,oder sollte man da juristisch vorgehen was mit sehr vielen Unkosten verbunden ist.Wie sehr zählen die Bekannten vor Gericht denen ich das nur erzählt habe.Hinzuzufügen wäre dann auch noch das meine Ex zu meiner Lebenspartnerin bei der letzten Bargeldübergabe, sagte "Ich habe ihn eh in der Hand"
29.05.2007 | 14:11

Antwort

von


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Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
Tel: 05371 819 200
Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen und unter Würdigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten kann. Ich muß jedoch hierbei voraus schicken, dass selbst kleine Abweichungen im Sachverhalt zu einem völlig anderen rechtlichen Ergebnis führen können. Ich bin daher auf Ihre vollständigen Angaben angewiesen, um eine rechtlich zutreffende Würdigung abgeben zu können.

Richtig ist, dass die Kindesmutter nicht verpflichtet ist, Ihnen gegenüber Rechenschaft über die Verwendung der Unterhaltsbeträge abzulegen.

Da Sie jedoch monatliche Zahlungen leisten, ist das Jugendamt auf alle Fälle verpflichtet, Ihnen eine vollständige Forderungsaufstellung zu übersenden. Falls die Kindesmutter die von Ihnen gezahlten Beträge dort nicht angegeben hat, wird insoweit bei Ihren Zahlungen dann eine Null stehen.

Dass Sie Zahlungen geleistet haben, müssen Sie beweisen.

Sollten Sie nicht in der Lage sein, den Beweis zu führen, so könnten Sie sich auch gegen die angedrohte Zwangsvollstreckung nicht zur Wehr setzen.

Wenn sie ihre Zahlungen jedoch beweisen können, so können Sie sich erfolgreich gegen die Zwangsvollstreckung zur Wehr setzen.

Die Zahlungen, die Sie selbst erbracht haben, ohne dass ein Zeuge die Übergabe des Geldes gesehen hat, werden Sie schwerlich beweisen können, wenn Sie sich die Zahlungen nicht haben quittieren lassen und die Kindesmutter weiterhin behauptet, Sie hätten nicht gezahlt.

Für die Zahlungen, die direkt durch Ihre Lebenspartnerin erfolgt sind, steht Ihre Lebenspartnerin als Zeugin zur Verfügung. Insoweit spricht einiges dafür, dass Sie hier den Beweis vor Gericht erfolgreich führen können.

Ihre Bekannten, denen Sie lediglich davon berichtet haben, dass Sie gezahlt hätten, sind leider keine bei Gericht zugelassenen Zeugen. Soweit diese nicht konkret gesehen haben, wie Sie das Geld übergeben haben, können Sie diese Zahlungen insoweit nicht beweisen.

Ich würde also anraten, dass sie ggf. nach vorheriger Anmeldung persönlich zusammen mit Ihrer Lebenspartnerin beim Jugendamt vorsprechen und den Sachverhalt nochmals deutlich schildern. Gegebenenfalls wird das Jugendamt dann bei der Kindesmutter noch einmal Rücksprache halten, bevor Zwangsvollstreckungen eingeleitet werden.

Hinsichtlich der Zahlungen, die Sie nicht werden beweisen können. sollten Sie leider davon ausgehen, dass Sie noch einmal zahlen müssen. Zur Vermeidung von weiteren Kosten sollte dies freiwillig und ohne Zwangsvollstreckungsmaßnahmen der Gegenseite geschehen.

Ich hoffe, mit diesen Ausführungen Ihnen einen Einstieg in die Lösung ihres Problemes gegeben zu haben und

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Sommer
Rechtsanwalt
t.sommer@sommer-gf.de

Gifhorn, den 29. Mai 2007


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