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Kindesunterhalt an wen zahlen

03.04.2015 06:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Hallo,bin seit fast einem Jahr getrennt lebend die fast 15 Jährige Tochter lebt bei ihrer Mutter in einer Wohnung.Im gemeinsamen Haus wohne ich.Die Tochter besucht mich aber und bleibt öfter ein paar Tage.Der Unterhalt wurde neu berechnet.Zahle nun Trennungsunterhalt 523 und Kindesunterhalt 398.Meine Frau ist Bulgarin hatte vor der Trennung 1500 net für sich alleine und hat nie was für ihre Tochter gespart sondern das meiste nach Bulgarien geschoben. Damit das mit dem Kindesunterhalt von 398 nicht passiert möchte ich die 398 auf das Konto der Tochter überweisen. ( Geht das ) ?

03.04.2015 | 08:09

Antwort

von


(2403)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

solange das Kind minderjährig ist, sind die Unterhaltszahlungen an die Kindesmutter zu zahlen.

Das folgt aus § 1629 BGB . Diese Vorschrift regelt die Vertretung des Kindes. Dort ist in Abs. 2 wie folgt geregelt:

„Steht die elterliche Sorge für ein Kind den Eltern gemeinsam zu, so kann der Elternteil, in dessen Obhut sich das Kind befindet, Unterhaltsansprüche des Kindes gegen den anderen Elternteil geltend machen."

Auf Grund dieser Regelung heißt es dann auch in Unterhaltsbeschlüssen, dass Unterhaltszahlungen zu Händen des jeweiligen Elternteils zu zahlen sind, der das Kind betreut.

Danach sind die Zahlungen an die Mutter zu leisten.

Es ist immer wieder problematisch, wenn der Verdacht aufkeimt, dass der Kindesunterhalt „ anderweitig" verbraucht wird. Dabei ist aber folgendes zu berücksichtigen.

Der Kindesunterhalt umfasst den allgemeinen Unterhaltsbedarf eines Kindes. Das sind Kosten für Wohnung, Nahrung, Kleidung etc.. Sofern das Kind versorgt wird, werden Sie auch keine Handhabe gegen die Mutter haben.

Da der Unterhaltsbetrag nicht isoliert und abgrenzbar verbraucht wird, ist der Mutter auch die Verwendung der bei ihr eingehenden Gelder nicht vorzuschreiben und vorwerfbar.

Das ändert sich nur dann, wenn das Wohl des Kindes gefährdet wird.

Wird trotz Unterhaltszahlungen der allgemeine Bedarf des Kindes nicht gedeckt; z.B. keine notwendige Kleidung gekauft, Miete nicht gezahlt etc. kann zunächst versucht werden, unter Zuhilfenahme des Jugendamtes eine andere Regelung zu finden und die Verwendung zu steuern. Das ist aber die Ausnahme und muss, wenn einvernehmlich keine Lösung möglich ist, dann durch ein Familiengericht entschieden werden.

Da das Kind minderjährig ist, besteht bis zum Eintritt der Volljährigkeit keine Möglichkeit der Zahlungen auf das Konto der Tochter; jedenfalls nicht gegen den Willen der Mutter.

Bedenken Sie abschließend, dass das Geld nicht zum Sparen für die Tochter gedacht ist, sondern den laufenden Bedarf decken soll.

Vielleicht ist aber eine Regelung mit der Mutter dergestalt möglich, dass ein Teil des Unterhaltes an die Tochter gezahlt werden kann, damit diese das Geld sparen kann. Aber mit dieser „abgespeckten" Variante muss die Mutter auch einverstanden sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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