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Kindesunterhalt / Zahlweise

27. Mai 2022 05:55 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Morgen,
ich zahle der Mutter meines Kindes im VORAUS den vereinbarten Kindesunterhalt in mehreren Teilüberweisungen und teilweise auch in bar. Pünktlich zum 1. eines jeden Monats erhält sie somit in Summe immer den vollständig vereinbarten Betrag.

Jetzt bekomme ich Post von Ihrem Anwalt indem er mich auf §266 BGB hinweist, dass die Erbringung einer Teilleistung nicht gewünscht und nicht erlaubt wäre. Er droht mit Zwangsvollstreckung da durch die "Ablehnung" der Teilleistung ja praktisch gar keine Leistung erbracht wird.

Liegt er damit richtig ? Muss der Kindesunterhalt wirklich immer in einer Summe und nur als Überweisung gezahlt werden ?

Gruß und Danke für Ihre Antwort

27. Mai 2022 | 07:51

Antwort

von


(839)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor, denn solange Sie am vereinbarten Zeitpunkt (hier zum 1.) alle Leistungen im Voraus erbracht haben, liegt kein Verzug vor und es kann nicht vollstreckt werden. Es kann sein, dass die Kindesmutter verstanden hat, dass Sie rückständig sind.
Wenn Sie es aber nun schriftlich erhalten haben, dass Teilleistungen nicht erwünscht sind, so hat die Kindesmutter das Recht, das Geld in einer Summe zu erhalten - sparen Sie also von sich aus den Kindesunterhalt an und überweisen die Gesamtsumme am 1., hier scheint es eher ums Prinzip zu gehen!

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 27. Mai 2022 | 08:10

Hallo Frau Dr. Seiter,
vielen Dank für Ihre rasche und gut verständliche Antwort.

Dass der Unterhalt von mir in mehreren Raten bezahlt wird ist von mir durchaus beabsichtigt und ich würde es auch gerne beibeibehalten

Ihr Anwalt droht mir jetzt und meine Frage war: MUSS ich in einer Summe zahlen oder sind seine Drohungen gegen mich berichtigt, wenn ich weiter in Raten zahle ?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27. Mai 2022 | 08:36

Nochmal deutlich, die Erbringung von Teilleistungen kann abgelehnt werden und somit haben Sie die Summe bis zum 1. in einer Summe zu erbringen - das kann verlangt werden. Eine Vollstreckung ist aber nur möglich, wenn Sie in Verzug sind - das sind Sie ja nicht, da Sie Zahlungen erbracht haben.
Allerdings kann die Kindesmutter die Zahlungen zurückübersetzen und dann geraten Sie irgendwann doch in Verzug und die Vollstreckung ist zulässig. Sollte dennoch ohne Verzug vollstreckt werden, können Sie dagegen vorgehen. Aber wie gesagt nur weil die Vollstreckung nicht zulässig ist, so ist die Ratenzahlung auch nicht mehr zulässig.

ANTWORT VON

(839)

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