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Kindesunterhalt Verzicht

| 20.08.2018 19:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Verzicht auf Kindesunterhalt

Sachverhalt: Ich bin geschieden seit 2012. Ein ehelicher Sohn, gemeinsames Sorgerecht. Wohnte bis 31.07.18 bei der Mutter, die Kindergeld erhielt und natürlich Kindesunterhalt von mir gemäß Düsseldorfer Tabelle (160%). Sohn lebt nun seit 01.08.18 bei mir. Schriftliche Vereinbarung zwischen Kibdesmutter und mir, dass dies der Wille aller Beteiligten (Mutter, Vater, Kind) ist. Kind ist beim Einwohnermeldeamt umgemeldet auf meine Wohnung, Kindergeld erhalte ich seit 08.18. Da ich beruflich immer mal wieder auswärts übernachten muss hat mir die Mutter hier zugesagt, den Sohn dann auch ausserhalb der 14tägigen Besuchswochenenden über Nacht zu nehmen. Dafür zahlt sie aktuell keinen Kindesunterhalt. Ich könnte damit leben, aber nun die Frage: entstehen mir oder dem Kind irgendwelche Nachteile dadurch? Insbesondere falls sich die Situation einmal ändert und ich nicht mehr auf die zeitweise über Nacht Betreuung angewiesen bin? Aktuell ca 3 bis 5 Nächte im Monat. Kann ich, zu welchem Zeitpunkt auch immer, dann problemlos Kindesunterhalt fordern btw. Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt bekommen wenn sie nicht leistungsfähig ist?
Vielen Dank für die Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie erhalten Kindesunterhalt ggf. nicht rückwirkend, d.h. wenn Sie diesen derzeit nicht geltend machen, so kann er für immer verloren sein.
Sie müssen die Kindesmutter schriftlich in Verzug setzen, sodass die Ansprüche ab Inverzugsetzung gelten. Sie können eventuelle Ausgaben für die Betreuung netterweise anrechnen, jedoch ist Kindesunterhalt immer zu zahlen bis zu einer 50%tigen Aufteilung (Wechselmodell). Wenn das Kind also bei der Mutter schläft, so fällt nicht automatisch der Unterhalt für diese Zeit oder generell weg.
Anders ist es, wenn diese nicht leistungsfähig ist, also z.B. ungelernt ist und auch keine Arbeit findet. Dann muss sie ohnehin nicht zahlen.

Auf Kindesunterhalt können Sie im übrigen nicht rechtswirksam verzichten.

Machen Sie ihn daher geltend. Sie können das Geld ja für das Kind (wenn Sie den Unterhalt nicht für Ihre Ausgaben verwenden wollen) auf ein Konto packen und ihm dann zum 18. Geburtstag schenken.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2018 | 20:37

Hallo und vielen Dank für Ihre Antwort.
Ergänzend würde ich gern noch wissen, was rechtlich passieren würde wenn ich z. B. erst in 2 Jahren Unterhalt verlangen würde (nicht rückwirkend) weil ich dann nicht mehr auf das Übernachten ab und zu in der Woche angewiesen wäre, was mir die Kibdesmutter aktuell verweigern würde wenn ich auf Unterhalt bestehen würde. Finanziell passt das so weit bei mir. Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2018 | 20:57

Eine Verwirkung kann bei einem Kindesunterhalt für minderjährige Kinder nicht eintreten, d.h. Sie können ihn dann noch geltend machen, wenn sie es benötigen! Verdienen Sie etwa das 3fache von der Kindesmutter kann es sein, dass Sie ohnehin keinen Anspruch haben - müsste dann geprüft werden!

Bewertung des Fragestellers 20.08.2018 | 21:01

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FRAGESTELLER 20.08.2018 5/5,0
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