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Kindesunterhalt - Trennung

10.08.2009 12:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Bastian


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin mit meiner jetzigen Frau 7 Monate verheiratet. Nun wollen wir uns trennen. Meine Frau hat ein unterhaltspflichtiges 15 jähriges Kind, welches bei seinem Vater lebt. Ich selber habe eine 17 jährige Tochter, die noch 2 Jahre die Schule besuchen wird. Ich verdiene ca. 1700 € netto und meine Frau ca. 800 € netto. Wir wohnen momentan in meinem eigenem vor der Ehe angeschafften und von mir zu 100 % abbezahltem Haus. Dies ist auch durch Ehevertrag meiner Frau nicht zugänglich bei einer Trennung.Ich habe noch Kreditraten zu tilgen, die ich noch weit vor der Ehe aufgenommen habe. Werden diese in vollem Umfang angerechnet ? Nun meine Frage:
Wieviel Trennungsunterhalt muss ich an meine Frau bezahlen und spielt es eine Rolle, dass sie Unterhalt an ihr Kind zu zahlen hat ?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Da die Kreditverbindlichkeiten eheprägend sind, sind sie bei einer Unterhaltsbemessung für die Ehefrau zu berücksichtigen.

Vor Ermittlung des unterhaltrelevanten Einkommens sind sowohl Ihre als auch die Unterhaltsverpflichtungen Ihrer Ehefrau zu berücksichtigen, d.h. die tatsächlichen Unterhaltslasten sind einkommensmindernd in Abzug zu bringen.

Bei der Bemessung wird auch Ihr Wohnvorteil in dem abbezahlten Haus einkommenserhöhend zu berücksichtigen sein. Dieser entspricht in der Trennungszeit einer, Ihren Lebensverhältnissen angemessen Wohnraummiete und spätestens nach der Scheidung der Miete, welche objektiv auf dem freien Mietmarkt für das von Ihnen bewohnte Haus erlangt werden könnte.

Da weder die Höhe der Kreditverbindlichkeiten noch die Höhe des tatsächlich geleisteten Unterhaltes und des Wohnvorteils bekannt sind, kann eine Auskunft über den zu zahlenden Unterhalt nicht abschließend gegeben werden.

Ohne Beachtung der o.g. Punkte würde sich aufgrund der angegebenen Einkommensverhältnisse ein Unterhaltsbetrag von ca. EUR 386,00 ergeben.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort geholfen zu haben und möchte Sie abschließend noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen gerne für Rückfragen und die weitere Vertretung zur Verfügung. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung per E-Mail, Post und Telefon erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Doreen Bastian
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2009 | 12:29

Hallo Frau Rechtsanwältin,
die Kreditkosten belaufen sich auf 498 €. Meine Tochter wird auch in Zukunft nicht mehr bei mir leben, sondern in einem eigenen Zimmer in der Nähe ihrer Schule. Hier muss ich dann doch einen höheren Unterhalt bezahlen ?
Besten Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2009 | 12:39

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

bei Kreditbelastungen von knapp EUR 500,00 verbleibt ein Resteinkommen von EUR 1.200,00, welches für Unterhaltszahlungen zur Verfügung steht. Vor Berechnung des Ehegattenunterhaltes ist zunächst die Zahlung für den Kindesunterhalt in Abzug zu bringen.

Gegenüber Ihrer getrennt lebenden Ehefrau besteht dann ein Selbstbehalt von grundsätzlich EUR 1.000,00, d.h. sofern Sie nach Abzug der Kreditverbindlichkeiten und des Kindesunterhaltes weniger als EUR 1.000,00 zur Verfügung haben, besteht mangels Leistungsfähigkeit keine Verpflichtung zum Ehegattenunterhalt.

Sobald Ihre Tochter einen eigenen Hausstand hat, ist ihr Unterhaltsbedarf grundsätzlich höher. Zu beachten ist jedoch auch, dass bei auswertiger Unterbringung beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet sind, so dass eine Erhöhung Ihrer Unterhaltsverpflichtung nicht unbedingt gegeben sein muss.

Sofern Sie an Ihre Tochter einen Unterhalt von mehr als EUR 200,00 zahlen, besteht für den Unterhaltsanspruch Ihrer Ehefrau keine Leistungsfähigkeit mehr, da Ihr Selbstbehalt von EUR 1.000,00 unterschritten werden würde.

Es kommt somit maßgeblich darauf an, wieviel Kindesunterhalt Sie zu leisten haben.

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Doreen Bastian
Rechtsanwältin

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