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Kindesunterhalt Tabelle bei Kindern von 2 Ex-Partnern

| 12.05.2021 12:21 |
Preis: 100,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich habe insgesamt 4 Kinder.
Aus der ersten Ehe habe ich 3 Kinder für die ich 100% nach Düsseldorfer Tabelle leisten muss.(wurde vor dem Familiengericht so vereinbart, beide Ex-Partner haben dazu einen Titel)
Mein Nettoeinkommen liegt unter 1.900 €. (100% nach Düsseldorfer Tabelle). Ich wäre ein Mangelfall, leiste aber 100% und will das auch nicht ändern.

Derzeit leiste ich die folgenden Zahlungen:
1. Kind 18 Jahre: 325,00 €
2. Kind 16 Jahre: 343,50 €
3. Kind 16 Jahre: 340,50 €

aus der 2. Ehe habe ich 1 Kind für die ich die folgende Unterhaltszahlungen leiste

1. Kind aus 2. Ehe bzw. 4. Kind meinerseits 8 Jahre: 326 €

Die Mutter ist der Ansicht, dass sie Anspruch auf 340,00 € hat.


Meine Fragen:
1. Kann das 4. Kind aus zweiter Ehe als 4. Kind in der Düsseldorfer Tabelle angesetzt werden?
2. Kann die Mutter verlangen, dass das 4. Kind aus zweiter Ehe, wie als 1. Kind nach Düsseldorfer Tabelle eigeschätzt wird?
3. Ich habe gehört, dass die Mutter aus 2. Ehe das Kindergeld mit den anderen aus der ersten Ehe verbinden kann, damit Sie ein höheres Kindergeld erhält. Sofern das richtig ist, ist sie dazu verpflichtet oder ist das ihr freigestellt, oder muss ich das als Kndesunterhaltszahler beantragen?



12.05.2021 | 14:35

Antwort

von


(53)
Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Beratungsanfrage, wie folgt:

Davon ausgehend, dass das 18jährige Kind als privilegiert gilt, nämlich noch im Haushalt eines Elternteils wohnt und in allgemeiner Schulausbildung ist, gilt folgendes:

1. Ihr insgesamt 4. Kind gilt als 4. Kind in der Düsseldorfer Tabelle, und bekommt somit einen Zahlbetrag in Höhe von 326,00 €.

2. Nein, die Mutter des Kindes aus zweiter Ehe kann die Reihenfolge der Berücksichtigung nicht festlegen, es stehen alle minderjährigen und privilegierten volljährigen Kinder in der gleichen Rangfolge.
Was jedoch berücksichtigt werden muss, ist das anrechenbare Kindergeld; wenn die Mutter des Kindes aus zweiter Ehe Kindergeld für dieses Kind als erstes Kind bezieht, dann ist vom Unterhaltsbetrag von 451,00 € auszugehen abzüglich hälftiges Kindergeld für ein erstes Kind, dies sind 1/2 x 219,00 € = 108,00 €, dies wären dann tatsächlich 343,00 €.

3. Was sie hiermit meinen, ist ggf. der Zählkindervorteil; dieser würde hier aber nur zugunsten der Mutter greifen, wenn sie aus einer anderen Beziehung weitere Kinder hätte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick geben; bei Unklarheiten fragen Sie gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Müller


Ergänzung vom Anwalt 12.05.2021 | 16:33

Ergänzend zum Zählkindervorteil möchte ich Sie noch auf § 1612 b Abs. 2 BGB verweisen, dort heißt es: "Ist das Kindergeld wegen der Berücksichtigung eines nicht gemeinschaftlichen Kindes erhöht, ist es im Umfang der Erhöhung nicht bedarfsmindernd zu berücksichtigen."

Bewertung des Fragestellers 14.05.2021 | 10:04

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.05.2021
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ANTWORT VON

(53)

Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
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Erbrecht, Familienrecht, Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht