Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kindesunterhalt - Selbstbehalt

13.10.2016 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jörg Klepsch


Zusammenfassung: Der Selbstbehalt eines Erwerbstätigen gegenüber dem Unterhaltsanspruch eines minderjährigen Kindes beträgt zur Zeit 1080 €. Wird nicht der Mindestunterhalt bezahlt, ist immer im Einzelfall zu prüfen, ob das zulässig ist.

Hallo zusammen,

Ich trete in Kürze eine neuen Job an, bei den Ich Netto 1280 Euro verdiene.

Bei meinen alten Job hatte ich Netto 1390 Euro.

Bisher zahle ich Unterhalt für zwei Kinder -> 11 und
13 Jahre: 302 Euro.

Mit meinen neuen Job habe ich doch auch einen
Selbstbehalt von 1080 Euro?

Kann Ich nun den Unterhalt kürzen?



Der Selbstbehalt eines Erwerbstätigen beläuft sich in der Tat auf 1080 € monatlich gegenüber dem Unterhaltsanspruch minderjähriger Kinder.

Ob Sie den Unterhalt kürzen können und wie Sie dabei vorgehen müssen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der entscheidende Unterschied ist, ob es einen Titel, also z.B. eine Jugendamtsurkunde oder einen gerichtlichen Beschluss über den bisher zu zahlenden Unterhalt gibt. Wenn ein solcher Titel in der Welt ist, dann muss eine Abänderung erfolgen, denn sonst gilt dieser Titel weiter. Eine solche Abänderung muss letztlich gerichtlich durchgeführt werden, dazu brauchen Sie eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

Existiert kein Titel, können Sie den Unterhalt grundsätzlich kürzen. Sie sollten aber fairerweise den Unterhaltsberechtigten davon in Kenntnis setzen.

Grundsätzlich können Sie mit Ihrem Einkommen, egal ob dem alten oder neuen Einkommen, den Mindestunterhalt nicht bedienen. Sie müssen alles tun, um möglichst den Mindestunterhalt zahlen zu können. Dazu gehört insbesondere, dass Sie Vollzeit arbeiten. Wenn Sie Vollzeit arbeiten und das Einkommen auch Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht, dann müssen sich die Kinder eben auch mit dem geringen Unterhalt zufrieden geben.

Inwieweit es weitere Möglichkeiten gibt den Unterhalt zu kürzen, z.B. wegen berufsbedingter Aufwendungen (Fahrtkosten), erhöhten Wohnkosten, den Kosten für den Umgang mit den Kindern usw. kann man nur beurteilen, wenn alle Zahlen und Unterlagen bekannt sind.

Die Möglichkeit, den Unterhalt zu kürzen hängt in Ihrem Fall aber auch davon ab, warum es zu dem Jobwechsel mit dem jetzt geringeren Einkommen gekommen ist. Wenn das nicht Ihr Verschulden ist, dann wird man gegen eine Kürzung wohl nichts einwenden können. Wenn Sie aber den alten Job aufgegeben haben und in den neuen, schlechter bezahlten Job gewechselt haben, dann würde man Ihnen die Kürzung wahrscheinlich verwehren weil Sie den ohnehin schon unterhalb des Mindestunterhalts liegenden Betrag noch weiter verringert haben.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Erst anfängliche Schwierigkeiten, am Ende jedoch sehr klar und stets sehr freundlich erklärt. Sehr zu empfehlen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
War verständlich und ausführlich, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
3,8/5,0
Das nächste Mal bevorzuge ich eher eine persönliche Beratung. Das liegt wohl eher an der Plattform, als an der beratenden Person. Aus diesem Grund hat sich für mich jetzt keine Handlungsoption ergeben, bzw. etwas, was ich tun ... ...
FRAGESTELLER