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Kindesunterhalt Nachforderung

11.07.2013 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren, wie verhält es sich wenn der leibliche Vater lt. Scheidungsfolgenvereinbarung den gesetzlichen Betrag an Kindesunterhalt für unsere gemeinsamen Söhne (16,18 Jahre, wohnhaft bei mir) zahlen muss aber seit fünf Jahren den gleichen Betrag (750 €, Bruttoeinkommen als Selbsständiger Berater sicherlich über 120.000 €) überweist? Gibt es die Möglichkeit zu rückwirkenden Nachforderungen, wenn anhand von Einkommenssteuern etc. belegt würde dass er zuwenig gezahlt hat?
Welche Unterlagen müsste ich von meinem Ex Mann einfordern um den den Kindern zustehenden Betrag klären lassen zu können?
Wie läuft das bei meinem Sohn der mittlerweile voljährig ist? Muss er sein Recht selbst einfordern oder kann er mir eine Vollmacht ausstellen dass ich das für ihn in Angriff nehmen darf?
Danke für eine Antwort
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.

Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, alle zwei Jahre Auskunft über die Einkünfte des unterhaltspflichtigen Vaters zu verlangen. Ist das nicht geschehen, kann rückwirkender Kindesunterhalt auch nicht verlangt werden. D. h., Sie können nunmehr Auskunft über die Einkünfte des geschiedenen Ehemanns unter Fristsetzung verlangen, um den zukünftigen Kindesunterhalt berechnen zu können.

Zu berücksichtigen ist, daß bei volljährigen Kindern der Unterhalt auf der Grundlage der Einkünfte beider Ehegatten berechnet wird. Dabei werden die Einkünfte beider Ehegatten zueinander in Relation gesetzt.

Der volljährige Sohn muß die Unterhaltsansprüche selbst geltend machen. Es reicht nicht aus, daß er Sie diesbezüglich bevollmächtigt.

2.

Da Ihr geschiedener Ehemann selbständig tätig ist, sind für die Unterhaltsberechnung die Einkünfte der letzten drei Jahre maßgebend.

So ist der Kindesvater aufzufordern, Auskunft über seine Einkünfte aus den Jahren 2010, 2011 und 2012 zu erteilen. Diese Auskünfte sind durch die Steuererklärungen und die Steuerbescheide für die betreffenden Jahre zu belegen. Ferner hat Ihr geschiedener Ehemann darüber Auskunft zu erteilen, in welcher Höhe er ggf. Steuererstattungen erhalten hat. Auch diese Auskünfte sind anhand von entsprechenden Bescheiden des Finanzamts nachzuweisen. Des weiteren können Sie die betriebswirtschaftlichen Auswertungen für die Jahre 2010, 2011 und 2012 verlangen sowie die Einnahmen-/Überschußrechnungen für diese Jahre.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2013 | 12:29

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Wenn ich Sie richtig verstehe, darf ich gar nicht für meinen volljährigen Sohn "mitverhandeln"..?

Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2013 | 13:08

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Wenn ich Sie richtig verstehe, darf ich gar nicht für meinen volljährigen Sohn "mitverhandeln"..?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2013 | 14:01

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Selbstverständlich können Sie Ihren Sohn beispielsweise durch Ratschläge unterstützen. Den Auskunftsanspruch muß er aber in eigenem Namen geltend machen. Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, wäre Ihr Sohn der Antragsteller, also derjenige, der Unterhaltsansprüche gerichtlich durchzusetzen hätte.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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