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Kindesunterhalt-Kündigung der Beistandschaft beim JA

22.06.2014 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Doppelte Auskunftspflicht im Kindesunterhalt gegenüber Jugendamt und Kindesmutter?

Nach zwei Jahren wurde ich vom JA ,dem bisherugen Beistand ,aufgefordert Auskunft über meine aktuelle Vermögenssituation zur Neuberechnung des Kindesunterhaltes zu erteilen. Dem kam ich gewissenhaft und mit Belegen nach. Das JA berechnete den Unterhalt. vor ca. 1 Monat. Die KM war mit dem Ergebnis nicht zufrieden und kündigte die Beistandschaft, Nun verlangt Ihr Anwalt erneut Auskunft, obwohl Akteneinsicht gewährt wurde. Inwieweit bin ich verpflichtet dem Anwalt innerhalb 1 Monats erneut Auskunft zu erteilen? Kann ich mich darauf berufen, dass bereits geschlossen Auskunft erteilt wurde?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach §1605 BGB und hier Abs. 2 sind Sie tatsächlich nur alle 2 Jahre zur Auskunft verpflichtet.

Allerdings sind die Behörden nicht zur Herausgabe der Unterlagen verpflichtet, sodass es sein kann, dass die Kindesmutter diese Unterlagen nicht zur Verfügung stehen hat.

Sie müssen daher zur Vermeidung eines Auskunftsprozesses erneut Auskunft erteilen. Vor allem ersparen Sie sich ggf. einen Prozess, wenn der Anwalt der selben Meinung ist wie das Jugendamt. Anderenfalls würde das erst im Verfahren geklärt werden - auch mit Kostenfolge.

Die Beistandschaft wurde beendet, da in Kürze mit einer Klage zu rechnen ist.
Hier besteht Anwaltszwang.

Sollte Sie eine rechtliche Betreuung benötigen, helfen wir gerne weiter.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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