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Kindesunterhalt Kind 15 Jahre

02.09.2020 19:39 |
Preis: 50,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Berechnung Kindesunterhalt: lt meiner Anwältin ist es möglich zu wählen zwischen Fahrkosten und Pkw Kredit 258 Euro, 7 km bis zur Arbeit. Kosten, die man vom Nettolohn abziehen kann. Genauso soll es möglich, da es kein Mangelfall ist, dreisiebtel von der Differenz zwischen meinem Einkommen und dem meiner neuen Ehefrau von meinem Einkommen abzuziehen ( Unterhalt für neue Ehefrau)um das bereinigte Nettoeinkommen auszurechnen. Im Internet habe ich andere Sachen gelesen und die ARGE will das nicht anerkennen. Sollte ich lieber mehr zahlen, um die Prozesskosten zu verhindern. Ca noch 5 Jahre Unterhalt. Die ARGE weiss ja dass ich Angst habe vor den Anwalt Kosten, darum agieren die wohl so. Kann ich auch ohne Anwalt vor Gericht agieren

02.09.2020 | 20:27

Antwort

von


(278)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei einem Prozess vor dem Familiengericht besteht Anwaltspflicht. Die Anwälte, also den für das Kind und den für Sie muss der bezahlen, der den Prozess verliert.
Rein praktisch können Sie den Betrag zahlen, den Ihre Anwältin ausgerechnet hat. Das Kind vertreten durch die Mutter müsste Sie dann auf Zahlung des geschuldeten Unterhalts verklagen. Wenn sich dabei herausstellt, dass die Kollegin Sie falsch beraten hat, machen Sie Regressansprüche auf Befreiung von der Pflicht die Anwaltskosten zu zahlen geltend.

Einen Kredit kann man unter gewissen Umständen vom Einkommen abziehen, um weniger Unterhalt zahlen zu müssen. Dies dürfte kein Problem sein, wenn das Auto gekauft wurde, als die Beziehung zur Kindesmutter noch intakt war. Wurde der Kredit für das Auto erst nach der Trennung aufgenommen, bedarf es eines gewissen Argumentationsaufwandes, um dem Gericht zu erklären, dass Sie für diese geringe Entfernung ein Auto brauchen. Ich kann nicht ausschließen, dass Ihnen dies gelingt, bin aber eher skeptisch.

Das Kind steht nach § 1609 BGB: Rangfolge mehrerer Unterhaltsberechtigter an 1. Stelle in der Rangfolge der Berechtigten.
Die neue Ehefrau dürfte unter § 1609 BGB: Rangfolge mehrerer Unterhaltsberechtigter fallen. Sie ist damit nur nachrangig Unterhaltsberechtigt.
Die richtige Reihenfolge ist daher zuerst den Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle vom bereinigten Nettoeinkommen abzuziehen. Der Ehegattenunterhalt wird dann als 3/7 der Differenz zwischen dem Einkommen Ihrer Ehefrau und dem berechnet, was übrig bleibt, nachdem der Kindesunterhalt von Ihrem Nettounterhalt abgezogen wurde.
Wenn das dazu führt, dass Ihnen weniger als der Bedarfskontrollsatz Ihrer Einkommensgruppe bleibt, kann eine Herabstufung in die nächst niedrigere Einkommensgruppe vorgenommen werden.

Der Aussage, dass Sie erst den Unterhalt für die Ehefrau abziehen und dann den Kindesunterhalt vom Rest berechnen dürfen, kann ich nicht zustimmen. Es ist anders herum. Erst den Kindesunterhalt abziehen und dann den Ehegattenunterhalt vom Rest berechnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

ANTWORT VON

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