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Kindesunterhalt: Einkommensverringerung durch Wechsel des Arbeitsgebietes

| 12.11.2015 18:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Unterhaltskürzung bei selbstverschuldetem Jobwechsel mit anschließendem geringerem Gehalt

Guten Tag,
Ich bin Busfahrer bei der BVG und bin für zwei Kinder (13 und 17 Jahre) Unterhaltspflichtig. Der Unterhalt ist vom Jugendamt berechnet (Mangelfall) und auch festgesetzt worden. Ich habe im Jahr 2014, innerbetrieblich, eine Ausbildung zum Gruppenleiter gemacht um mich beruflich weiterzuentwickeln.
Mein Problem ist wenn ich mich als Gruppenleiter bewerbe und dann auch eingesetzt werde ist mein Einkommen geringer als das jetzige. Im Moment arbeite ich als Fahrer im Schichtdienst und erhalte dadurch Zulagen die durch die Position beim Gruppenleiter wegfallen würden. Hätte ich überhaupt ein Chance auf Angleichung des Unterhaltes durch das in Zukunft geringer ausfallende Einkommen ( ca. 150 - 200€ Netto weniger). Es besteht im Grundgehalt vom Fahrer zum Gruppenleiter eine Differenz von etwa 100€ brutto. Im Internet ist leider in diesem Punkt keine richtige Antwort zu finden und das Jugendamt teilte mir mit es würde sich für mich nachteilig auswirken und ich müsste den festgesetzten Unterhalt weiterzahlen, da es sich um eine selbst verschuldete Einkommensverringerung handelt.


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Jugendamt hat Sie richtig informiert.

Der Unterhaltsverpflichtete, der ohne Not, also selbstverschuldet, seinen Job wechselt und im neuen Job anschließend weniger Gehalt bezieht, wird so behandelt, als hätte er noch das zuvor erzielte Gehalt. Es findet eine fiktive Anrechnung statt. So z.B. auch das OLG Köln, 4 WF 58/10 vom 23.04.2010.

Der Hintergrund ist, dass man als Unterhaltsverpflichteter eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit hat und damit alles zu unterlassen hat, was zu einer nicht notwendigen Leistungsbeeinträchtigung führt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen
A. Krüger-Fehlau
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 12.11.2015 | 20:21

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