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Kindesunterhalt Deutschland-Österreich

10.02.2013 22:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

ich bin Deutsch, wohne und arbeite in Deutschland. Ich habe jetzt 16 Jahre lang Unterhalt für meine Tochter nach Deutschem Recht bezahlt. Meine Tochter ist Deutsch, ihre Mutter ebenfalls. Beide wohnen in Österreich seit der Geburt. Nun will das Jugendamt in Österreich den Unterhalt neu berechnen. Ab sofort soll es nach den österreichischen Recht laufen. Demnach müsste ich fast das Doppelte bezahlen.

1. Ist dies richtig? Wenn nicht, wo ist dies geregelt?
2. Ist mir der doppelt so hohe Unterhalt aufeinmal zumutbar?

Gruß

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


1. Es gilt für den Unterhalt eines Kindes in Europa die VO (EG) Nr. 4/2009 vom 18.12.2008 über die Zuständigkeit, das anwendbare Recht, die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen und die Zusammenarbeit in Unterhaltssachen, Abl. EU 2009 Nr. L 7 S. 1. Diese verweist auf das Haager Protokoll vom 23.11.2007 für das Recht in Unterhaltssachen. Es kommt nicht mehr auf die Staatsangehörigkeit des Kindes an wie früher, der Art. 18 EGBGB ist weggefallen. Maßgeblich ist der gewöhnliche Aufenthalt des Kindes. Demnach kommt bei Ihnen österreichisches Recht nunmehr zur Anwendung.

2. Anders als in Deutschland nach der Düsseldorfer Tabelle gilt in Österreich eine Prozentmethode, wobei in der Regel 16-22 % des Nettoeinkommens eingesetzt werden müssen. Es ist also durchaus normal, dass der Unterhaltsbedarf sehr viel höher ausfällt, als nach deutschem Recht.
Das kann durchaus auch das Doppelte sein. Sie sollten sich von einem österreichischem Anwalt beraten lassen, ob die Berechnung des Amtes korrekt ist.





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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