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Kindesunterhalt, Arbeitslosigkeit, Eigentumswohnung


| 25.11.2015 22:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich war 5 Monate arbeitslos dieses Jahr und habe deswegen beim Jugendamt eine Herabsetzung meiner Unterhaltszahlungen für diese Zeit beantragt. Das wurde auch genehmigt und ich habe 5 Monate lang 140.-€ /Monat Unterhalt bezahlt. Jetzt arbeite ich wieder und das Jugendamt hat mir mitgeteilt, dass mir der Wohnwert meiner Wohnung nachträglich als Einkommen zum erhaltenen Arbeitslosengeld angerechnet wird. Das bedeutet konkret, daß die Höhe meiner Unterhaltszahlungen nicht 140.- € / Monat war sondern, da ich die Wohnung besitze, sollen es trotz Arbeitslosigkeit laut Jugendamt 334.- € /Monat sein.
Ich meine mal gelesen zu haben, daß für die Unterhaltsberechnung bei Arbeitslosigkeit ausschließlich das monetäre Einkommen heranzuziehen ist.
Was ist nun richtig? Ach ja, ich wohne in München, da gäbe es spezielle Vereinbarungen, hat mir die Jugendamtsmitarbeiterin gesagt?
Vielen Dank
25.11.2015 | 23:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ihre Frage kann aufgrund Ihrer Angaben nicht abschließend beantwortet werden.

Bei der Berechnung des Kinderunterhaltes ist zunächst auf das Einkommen abzustellen, somit auf das von Ihnen bezogene Arbeitslosengeld. Wenn Sie noch eine Eigentumswohnung besitzen, wird auch ein Wohnvorteil angerechnet. Der Grund liegt darin, dass bei der Berechnung des Einkommens, welches für die Düsseldorfer Tabelle maßgeblich ist, immer pauschal davon ausgegangen wird, dass der Unterhaltsverpflichtete Miete zu zahlen hat. Fällt die Mietzahlung aufgrund von Eigentum nicht an, wird somit ein Wohnvorteil berücksichtigt. Dies gilt auch bei Bezug von Arbeitslosengeld.

Dass mietfreies Wohnen im eigenen Heim als Wohnvorteil angerechnet wird, können Sie auch den Leitlinien des OLG München, Stand 01.01.2015 unter Punkt 5 nachlesen.

Der Wohnvorteil entspricht in der Regel der ortsüblichen Miete.

Dieser Wohnvorteil kann jedoch auch um Schulden (Zins- und/oder Tilgungsleistungen). Das ist u.a. davon abhängig, ob Sie die Eigentumswohnung gerade erst gekauft haben oder sie diese schon länger besitzen. Das bedarf einer gesonderten Überprüfung.

Ungeachtet dessen, könnten die Tilgungsleistungen für den Fall, dass diese nicht als Abzug geltend gemacht werden können, als Altersvorsorge berücksichtigt werden. Allerdings nicht in voller Höhe, sondern diese sind begrenzt auf 4 % des Gesamtbruttoeinkommens des Vorjahres.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Monika Gansel

Bewertung des Fragestellers 27.11.2015 | 08:40


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.11.2015
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