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Kindesunterhalt / Änderungen ab Volljährigkeit hinsichtlich Zuständigkeit und Höhe

| 04.01.2021 14:10 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

folgende Ausgangssituation: geschiedenes Ehepaar seit 2010, einziger Sohn lebt bei der Mutter, der Vater zahlt gemäß seinerzeit tituliertem Unterhalt in Höhe von 110% der Düsseldorfer Tabelle. Der Sohn wird jetzt im April volljährig und befindet sich aktuell noch in der Schulausbildung. Geklärt werden soll die (ab 18 ja gemeinsame) UH-Pflicht beider Eltern.

Genau gesagt benötigen wir bitte folgende Fragen geklärt:

- Erlischt der vollstreckbare UH-Titel der Mutter automatisch, oder geht er automatisch an den Sohn über, oder ist vom Vater hier etwas zu unternehmen ?
- Auf Basis welcher/s Einkommens (beide Eltern sind berufstätig) erfolgt die UH-Festsetzung ab Volljährigkeit (Beide Gehälter addiert, der Durchschnitt beider Gehälter oder unverändert gemäß UH-Titel zu 110%) ?
- Ist es richtig, dass die Aufteilung des Unterhalts ab Volljährigkeit im Verhältnis der Nettogehälter der Eltern proportional aufgeteilt wird ?

04.01.2021 | 15:20

Antwort

von


(344)
Wessels Str. 13
49134 Wallenhorst
Tel: 05407-8575168
Web: http://www.scheidung-ohne-rosenkrieg.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn der Unterhaltstitel unbefristet ist, erlischt er nicht automatisch. Er müsste dann abgeändert werden. Indem der Sohn bei Volljährigkeit außergerichtlich ganz oder teilweise auf die Rechte aus dem Titel verzichtet, soweit der dann geschuldete Unterhalt niedriger ist als der titulierte Betrag. Oder durch eine gerichtliche Abänderung, falls keine Verzichtserklärung erfolgt. Ohne Abänderung laufen die titulierte Beträge ansonsten als Schulden auf, falls sie nicht gezahlt werden. Handelt es sich bei dem Unterhaltstitel um eine Gerichtsentscheidung, kann eine gerichtliche Abänderung wegen § 238 FamFG rückwirkend für die Zeit vor der Rechtshängigkeit des Antrags nur ab dem Folgemonat eines Auskunfts- oder Verzichtsaufforderung erfolgen.

Da Ihr dann volljähriger Sohn noch im Haushalt der Mutter lebt, wird sein Unterhaltsdarf nach der vierten Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Die Einkommensgruppe ergibt sich aus dem addierten Einkommen beider Elternteile. Ohne Einstufung in eine niedrigere oder höhere Gruppe, falls weniger oder mehr als zwei Unterhaltsberechtigte da sind. Das Kindergeld mindert den Bedarf des Kindes in voller Höhe.

Ein Elternteil schuldet jedoch höchstens den Unterhalt, der sich allein aus seinem Einkommen nach der Düsseldorfer Tabelle ergibt (mit Einstufung in eine andere Einkommensgruppe, falls bei ihm weniger oder mehr als zwei Unterhaltsberechtige vorhanden sind).

Die Eltern haften ab Volljährigkeit anteilig für den Unterhaltsbedarf im Verhältnis der beiderseitigen bereinigten Netto-Einkommen. Nach den in Süddeutschland geltenden Unterhaltsleitlinien wird zuvor von den Einkommen jeweils ein Sockelbetrag in Höhe von 1.400 Euro (angemessener Selbstbehalt) abgezogen. Kann der Bedarf des Kindes so nicht gedeckt werden, kommt bei volljährigen Schülern, die noch im Haushalt eines Elternteils leben, auch eine Herabsetzung des Sockelbetrags bis zu 1.160 Euro in Betracht (notwendiger Selbstbehalt von erwerbstätigen Elternteilen). Das bereinigte Netto-Einkommen ist nicht immer gleich dem steuerrechtlichen Netto-Einkommen. Es müsste genau berechnet werden. So kommt z. B. die Hinzurechnung eines Wohnwertvorteils für das Wohnen im eigenem Heim in Betracht. Eventuell kommen auch weitere Abzugsposten als beim steuerrechtlichen Netto-Einkommen in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 07.01.2021 | 17:01

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Das hier angesprochene Thema betrifft sicherlich eine Vielzahl von ehemaligen Ehegatten mit Kindern kurz vor der deren Volljährigkeit. Und wie vermutlich ganz viele Ehepaare auch, haben auch wir (seit 10 Jahren geschieden und mittlerweile mit normalem Draht zueinander) im Netz zu diesem Thema recherchiert. Wie zu ganz vielen Themen gibt es auch hierzu im Netz eine Vielzahl von Beiträgen mit unnützem "Geblubber" und ohne Fakten, von denen nicht k o n k r e t abgebissen werden kann. "Unsere Anwältin" hier hat uns innerhalb von etwas mehr als einer Stunde mit klaren Fakten, kurz und bündig und aussagekräftig sehr hilfreich Fakten geliefert - vielen Dank für diesen schnellen und perfekten Service. Wir hoffen, mit unserem Beitrag auch vielen Gleichgesinnten mehr Klarheit gebracht zu haben. Bleibt alle gesund !

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.01.2021
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ANTWORT VON

(344)

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