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Kindesunterhalt 18 Jahre nachehelicher Unterhalt findet Berücksichtigung?

| 01.02.2017 11:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe


Zusammenfassung: Volljährige Kinder, die sich noch in der allgemeinen Schulausbildung befinden und das 21. Lebensjahr nicht vollendet haben, sind minderjährigen Kindern gleich gestellt und werden beim Unterhalt erstrangig berücksichtigt.

Mein Sohn ist vor kurzem 18 geworden (noch in der Schule)
Mein Nettoeinkommen beträgt 5.500 Euro, das meiner Ex-Frau 1.000 Euro
(wir haben noch ein gemeinsames zweites Kind, 14 Jahre). Meine Frau erhält von mir den in einer Auseinandersetzungsvereinbarung festgelegten nachehelichen Unterhalt von 1.800 Euro (bis April 2018).

Frage: Findet bei der Berechnung des Kindesunterhalts für unseren jetzt 18-jährigen Sohn der nacheheliche Unterhalt auch Anwendung, d.h. ist bei der Berechnung bezüglich des Anteils meiner Ex-Frau von 1.000 Euro (bei einem Selbstbehalt von 1.080 Euro also keine Beteiligung) oder zuzüglich Ihres Unterhalts von 1.800 Euro, total also 2.800 Euro, auszugehen?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihrer Frage entnehme ich, dass bereits eine Regelung bzgl. Kindes-und Ehegattenunterhalt vorliegt und dass Sie klären wollen, inwieweit sich die Volljährigkeit Ihres Sohnes auf den Unterhalt auswirkt.
Wenn bereits eine Regelung vorliegt, dann kann der Unterhalt nicht mehr vollständig neu berechnet werden, sondern es handelt sich um eine Abänderung, die nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig ist und die auch nur auf der Basis der damaligen Vereinbarung möglich ist. Es wird also darauf ankommen, auf welcher Grundlage (also mit welchen Beträgen als Basis) die Unterhaltsvereinbarung seinerzeit abgeschlossen wurde.

Minderjährige Kinder (also Ihr jüngeres Kind) befinden sich grundsätzlich unterhaltsrechtlich im ersten Rang. Volljährige Kinder befinden sich ebenfalls im ersten Rang, sofern sie sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden und noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben. Dies trifft nach Ihren Angaben auf Ihren Sohn zu.
Deshalb müsste bei der damaligen Unterhaltsberechnung zunächst der Kindesunterhalt für beide Kinder auf der Grundlage Ihres Einkommens berechnet worden sein. Anschließend wurde der Unterhalt für die (nachrangige) Ehefrau berechnet. Bei der Berechnung des Ehegattenunterhalts müsste dann der Kindesunterhalt für beide Kinder vorrangig abgezogen worden sein. An dieser Reihenfolge ändert sich auch durch die Volljährigkeit nichts.

Solange sich Ihr Sohn also noch in allgemeiner Schulausbildung befindet und im Haushalt der Mutter wohnt, bemisst sich sein Unterhalt nach der vierten Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle.
Bei den von Ihnen genannten Einkommensverhältnissen wird die Mutter dazu keinen Beitrag leisten können, da ihr Einkommen unter dem Selbstbehalt liegt, so dass der Kindesunterhalt ausschließlich nach Ihrem Einkommen zu bemessen ist.

Der Ehegattenunterhalt spielt in dieser Konstellation keine Rolle und ist insbesondere nicht als Basis für den Unterhalt des volljährigen Sohnes heranzuziehen, weil Ehegattenunterhalt nur aus dem Nettobetrag gezahlt werden muss, der nach Berücksichtigung des Kindesunterhalts übrig bleibt.

Allerdings empfehle ich Ihnen, prüfen zu lassen, ob möglicherweise der Ehegattenunterhalt reduziert werden müsste, wenn sich der Kindesunterhalt erhöht. Für derartige Abänderungen gibt es eine Wesentlichkeitsgrenze von 10 %. Wenn sich also durch den höheren Kindesunterhalt der Ehegattenunterhalt um mindestens 10 % ändern würde, dann könnten Sie die Abänderung verlangen, falls im damaligen Vergleich nichts Abweichendes geregelt wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 01.02.2017 | 13:23

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