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Kindesunterhalt,Corona Bonus

01.10.2020 10:53 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:19

Sehr geehrte Rechtsanwälte
Folgende Fragen:
Es wurde ein Corona Bonus von 300 EUR pro Kind ausbezahlt. Wer den Mindestunterhalt bezahlt, darf die Hälfte abziehen. Meine Zwillinge sind 11 und drittes Kind ist 8 Jahre alt. Ich bezahle den in Februar 2020 von Jugendamt festgesetzten Mindestunterhalt von 220 EUR pro Kind/Monat. Nun sagt das Jugendamt ich darf nichts abziehen, weil der Mindestunterhalt 320 EUR pro Kind beträgt und drohen mir mit dem Familiengericht.
Ist das Korrekt so?

2. Ich bin zur Zeit Arbeitssuchend und kriege 1733 EUR ALG 1
Wieviel Kindesunterhalt muss ich bezahlen?

3. So wie es Aussieht ist meine Gesundheit ruiniert,habe wenig Chancen am Arbeitsmarkt. Was passiert ab Dezember 2020 weil ab da muss ich das ALG 2 beantragen?
Wie viel pro Monat wird man an die Kindesmutter überweisen?
Habe gehört dass diese Kindesunterhalt Schulden auf mir für 3 oder mit Titel von Jugendamt 30 Jahre bleiben?


Besten Dank für ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen Grüssen
Ratsuchender

01.10.2020 | 11:58

Antwort

von


(567)
Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Der Mindestunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle beträgt aktuell für Kinder zwischen sechs und elf Jahren 322 € pro Monat. Erst ab diesem Zahlbetrag kann der Corona-Bonus zur Hälfte abgezogen werden, so dass sich der Zahlbetrag für September auf 222 € und für Oktober auf 272 € reduziert.

Wenn Sie nur 220 € pro Kind zahlen, zahlen Sie weniger als den Mindestunterhalt. Offenbar handelt es sich um den Betrag, den die Unterhaltsvorschusskasse an die Mutter zahlt. Bei diesem Betrag wird nicht das halbe Kindergeld, sondern das ganze abgezogen. Für sie bedeutet das, dass sich der Unterhaltsbetrag nicht reduziert.

Bei der Frage des geschuldeten Unterhalts kommt es nicht nur auf Ihr derzeitiges Einkommen, sondern auch auf die Frage, ob Sie sich ausrechend um Arbeit bemühen, an. Bei einem Arbeitslosen beträgt der Selbstbehalt 960 €, so dass Sie insgesamt 773 € zahlen müssten, wenn Ihnen kein höheres Einkommen zugerechnet wird.

Für die Änderung ab Dezember sollten Sie einen Anwalt vor Ort beauftragen. Wenn Sie Hartz IV beziehen, sind Sie an sich nicht leistungsfähig. Man verlangt Ihnen aber ab, dass Sie alles erdenklich mögliche tun, um eine Arbeitsstelle zu finden, die Ihnen zumindest die teilweise Zahlung von Unterhalt ermöglicht. Bewerben Sie sich möglichst oft und heben Sie alle Unterlagen (Bewerbungen und Absagen) sorgfältig auf. Wenn Sie die ausreichenden Erwerbsbemühungen nicht nachweisen können, wird Ihre Leistungsfähigkeit unterstellt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


Rückfrage vom Fragesteller 01.10.2020 | 15:52

Sehr geehrte Frau Holzapfel

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe eine Nachfrage:
Was genau meinen Sie es wird mir eine Leistungsfähigkeit unterstellt?
Und leider habe ich auf meine 3 Frage keine Antwort erhalten:
Wieviel wird das Jugendamt an die Kindesmutter bezahlen? Und sind diese Schulden jeweils verjährt oder sind die für mindestens 30 Jahre auf mir?

Besten Dank im Vorraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.10.2020 | 18:19

Sehr geehrter Fragesteller,


wenn jemand arbeitslos ist, das Gericht aber zu dem Ergebnis kommt, dass er mit ausreichenden Bemühungen Arbeit finden könnte, dann wird ein sogenanntes fiktives Einkommen für die Unterhaltsberechnung unterstellt. Man rechnet also mit dem Einkommen, dass der Unterhaltspflichtige erzielen könnte.

Wenn die Kindesmutter Unterhaltsvorschuss erhält, bekommt sie den Regelsatz abzüglich volles Kindergeld, beim derzeitigen Alter Ihrer Kinder also 220 €. Der Anspruch Ihnen gegenüber kann aber höher sein.

Die Verjährung tritt im Regelfall nach drei Jahren ein, weil es sich um wiederkehrende Leistungen handelt. Nur titulierte Rückstände verjähren nach dreißig Jahren.

Allerdings kann die Verjährung unterbrochen werden, z. B. Durch Vollstreckungsmaßnahmen oder Ratenzahlungen. Sie können also nicht darauf vertrauen, dass in jedem Fall nach drei Jahren die Verjährung eintritt.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

ANTWORT VON

(567)

Hagenburger Str. 54A
31515 Wunstorf
Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
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