Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kindesunterhalt, Härteregelung

28.06.2015 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Der laut Düsseldorfer Tabelle zu leistende Unterhalt(1 Kind 17 Jahre, Lebt bei ihrer Mutter, hat jetzt selber Nachwuchs bekommen und zieht wohl jetzt in ein Mutter Kind Heim. Ist seit einem Jahr nicht zur Schule gegangen.) von 334,-€ (Unterhalt abzüglich 1/2 Kindergeld) kann von mir nicht in voller Höhe erbracht werden.(Leihe mir jeden Monat Geld um meiner Unterhaltsverplichtung nach zu kommen).
Ich bekomme derzeit ca.1600-1650,-€ netto. Habe aber erhöhte berufsbedingte Aufwendungen(70 KM hin- und Rückweg zur Arbeit), darüber hinaus eine noch mit ca. 500,-€ montl. abzuzahlende Immobilie. Wer kann mir verbindlich, den von mir zu erbringenden Unterhalt, berechnen. Und wie lange habe ich diesen dann noch zu leisten. Was, wenn die Tochter dann doch irgendwann doch wieder zur Schule geht.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei der Beantwortung der Frage lege ich die von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen und Daten zu Grunde. Bitte beachten Sie, dass das Hinzutreten eines bisher nicht bekannten Faktors das Ergebnis beeinflussen kann, so dass das Ergebnis nur eine erste Einschätzung und keine endgültige Berechnung darstellen kann.

Der Kindesunterhalt errechnet sich danach wie folgt:

Bei einem Nettoeinkommen von ca. 1650,- € können Sie zunächst berufsbedingte Aufwendungen pauschal in Höhe von 5 % des Nettoeinkommens (hier: 82,50 €) abziehen.

Möglich ist auch die konkrete Geltendmachung der Fahrtkosten zur Arbeit. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sie dabei darlegen müssen, dass keine anderen günstigeren Möglichkeiten vorhanden sind, z.B. Bahn, Bus oder Fahrgemeinschaft. Erst wenn man genau darlegen kann, dass es keine Alternativen gibt, können die gefahrenen km mit 0,30 € und ab dem 30 km mit 0,20 € berechnet werden. Es ist jedoch zu beachten, dass die Fahrtkosten nicht außer Verhältnis zum Einkommen stehen dürfen. Dies wird etwa angekommen, wenn die Fahrtkosten 15 % des Einkommens überschreiten. Es kann dem Unterhaltspflichtigen auch zugemutet werden, einen Umzug vorzunehmen, um die Fahrkosten gering zu halten. Ohne weitere Angaben kann dies nicht konkret beantwortet werden.

Schulden, die der Vermögensbildung dienen, sind nicht absetzbar. Schulden für Wohnungseigentum sind lediglich absetzbar, wenn das Kind ebenfalls in der Wohnung wohnt. Allerdings erlaubt die Rechtsprechung eine private Altersvorsorge in Höhe von 4 % des Bruttoeinkommens des Vorjahres. Angenommen, Sie verdienen 2.700,- € brutto monatlich, können Sie 108,- € als Altersvorsorge geltend machen, vorausgesetzt diese werden tatsächlich geleistet.

Zu berücksichtigen ist noch, dass Sie durch die eigene Immobilie auch einen Wohnvorteil erzielen, der Ihrem Einkommen hinzurechnen ist. Wie hoch der Wohnvorteil ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Größe des Hauses, Baujahr, etc.

Nach den Berechnungen bleiben Ihnen mindestens 1.533,50 € (Wohnvorteil nicht berücksichtigt), so dass Sie in die zweite Einkommensstufe einzuordnen sind. Wenn Sie nur einer Person gegenüber unterhaltspflichtig sind, kommt eine Höherstufung in die dritte Einkommensstufe in Betracht. Demnach schulden Sie einen Zahlbetrag von 377,- €.

Wie lange Sie Unterhalt schulden, kann nicht beantwortet werden. Das hängt von der weiteren Lebensgestaltung Ihrer Tochter ab. Grundsätzlich wird Unterhalt geschuldet bis zur Schulausbildung. Wird danach noch eine Lehre oder Studium absolviert, besteht die Unterhaltspflicht unter Anrechnung des eigenen Einkommens des Kindes weiter.

Innerhalb der ersten drei Jahre nach der Geburt Ihres Enkels/Enkelin ist Ihre Tochter nicht dazu verpflichtet, Ihre Schulausbildung, Arbeit etc. aufzunehmen, so dass Sie weiterhin zu zahlen haben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Darüber hinaus stehe ich Ihnen auch im Rahmen einer Mandatserteilung gerne für weitere Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 91533 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank Herr RA Otto für die schnelle Bearbeitung und Ausführliche Beantwortung! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführliche Antwort. Lies keine Fragen offen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführlich genug, verständlich, freundlich. Gerne wieder. Besten Dank! ...
FRAGESTELLER