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Kindesentziehung in die Slowakei


11.01.2007 17:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

ich bin seit ca. 4 Jahren mit einer Slowakischen Frau verheiratet, wir haben einen gemeinsamen 3 Jährigen Sohn.

Vor 5 Monaten kam meine Frau aus einem ihrer regelmässigen Heimaturlauben zurück, irgendetwas war anders. Nach einer Woche
kam es zum Streit und ich sagte Ihr in meiner Wut und Entäuschung sie solle doch wieder gehen wenn es ihr hier nicht gefällt, ich ging davon aus, wir würden uns aussprechen.

Es kam anders: Sie packte ein paar sachen um zu ihrer freundin zu gehen; am nächsten tag war sie allerdings schon in ihrer heimat, ihre eltern (vater polizist) hatten sie abgeholt.

Ich erstatte im ersten Moment sofort Anzeige wegen Kindesentführung, zog diese aber nach zwei Wochen wieder zurück
aus Angst die Ehe über diesen Weg zu zerstören.

Also fing ich an für unsere Ehe zu kämpfen.
In den 5 monaten flog ich ca 4 mal in die slowakei in der hoffnung unsere ehe zu retten bzw. eine vernünftige basis in bezug auf unseren sohn zu finden. Laut Ihrer Aussage, wolle sie eine aussergerichtliche Lösung, der ich zunächst zustimmte.

Allerdings werden meine Bedürfnisse und Vorstellung von seiten meiner frau überhaupt nicht berücksichtigt, ich darf meinen sohn abholen und dann draussen den tag mit ihm verbringen.

Auf Fragen die die gemeinsame Sorge betreffen, wie ZB. Kindergarten etc. bekomme ich bloss flappsige antorten oder gar keine Aussagen, es wären ihre angelegenheiten.

Aus diesen demütigenden Verhältnissen versuchte ich nun mit ihr zu klären dass ich meinen Sohn zu weihnachten nach D holen wollte um unter normalen bedingungen die beziehung zu meinem Sohn aufrechzuerhalten. Sie druckste rum, hielt mich hin und brach zuletzt den Kontakt ab, so dass ich zum Jahreswechsel überhaupt keine Möglichkeit hatte Kontakt herzustellen.

Von Seiten meiner Frau kommt nichts, was den Umgang mit meinen Sohn erleichtert oder fördert, sondern eher behindert.

Was kann ich tun um Ihr begreiflich zu machen das ich als Vater auch rechte habe, bzw. unser Sohn das Recht auf einen regelmässigen umgang mit dem Vater?

Was mir Sorgen bereitet ist, das unser Sohn die doppelte Staatsbürgerschaft hat, da meine Frau slowakische Staatsbürgerin ist, unser Sohn ist jedoch in Deutschland geboren, hat aber bis jetzt die meiste zeit seines lebens in deutschland verbracht.

Wie stehen unter diesen Aspekten die Chancen das ich das alleinige Sorgerecht bekomme, oder ich die Rückgabe des Kindes an seinen gewöhnlichen aufenthalt erzwingen kann ?

Und was wären die Konsequenzen für Sie und vor allem Ihren Vater (Polizist), zwecks beihilfe zur Kindesentführung?
Ist in 5 Monaten schon zuviel Zeit verstrichen zwecks Sorgerecht?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Herr Fragesteller,

Die Frage der elterlichen Sorge ( Kindergartenauswahl u.ä.) ist nicht an Fristen gebunden.
Die Verbringung des Kindes ohne Ihr Wissen in die Slowakei
ist strafbar,dieses Thema ist inzwischen verfristet,da Sie die
Strafanzeige zurückgezogen haben.


Gegenwärtig hält sich Ihr gemmeinsames Kind gegen Ihren Willen bei der
Mutter im Ausland auf.Für die Frage,bei welchem Elternteil (im Trennungsfall)ein gemeinsames Kind lebt bzw.wo es seinen Lebensmittelpunkt zukünftig hat(derzeit bei der Mutter) ,stellen die Gerichte unter Einschaltung des zuständigen Jugendamtes aussschließlich auf das sogenannte Kindeswohl ab.Hierbei ist vor allem das Ausmaß und die Intensität der kindlichen Bindungen (gerade wie hier,bei einem Kleinkind) an den jeweiligen Elternteil ausschlaggebend.
Sollte Ihr Kind eine sehr starke Bindung an die Mutter haben,so kann es trotz der Kindesentführung sein,dass der derzeitige Lebensmittelpunkt bei der Mutter beibehalten wird,im umgekehrten Fall dagegen haben Sie gute Chancen,den Kleinen zu sich nach Hause zu holen.

Sollte der Kleine bei der Mutter bleiben,so steht Ihnen selbstverständlich ein regelmäßiges(soweit finanziell und zeitlich wegen der großen Entfernung möglich) Umgangsrecht zu.Hierzu gehört aber nicht,dass Sie die Kontakte mit dem
Sohn in der derzeitigen Wohnung der getrenntlebenden Ehefrau tätigen können.

Möglicherweise ist der Mutter -da Sie wegen der enormen räumlichen Entfernung ansonsten den notwendigen Umgang mit Ihrem
Sohn gar nicht regelmäßig durchführen können-insoweit(d.h.im Hinblick auf Ihr Umgamgsrecht) zumutbar,
wieder nach Deutschland zurückzukehren und dort eine Bleibe in räumlicher Nähe zur Ihrem Wohnort mit dem Kind zu suchen.Auch diese Frage hängt aber von den Umständen des einzelnen Falles,und hier insbesondere von den entsprechenden finanziellen Möglichkeiten der Ehefrau ab.


Alleinige elterliche Sorge:

Für die Frage ,ob Sie mit Aussicht auf Erfolg die alleinige elterliche Sorge auf sich beim Familiengericht beantragen können,gilt das zum Thema Aufenthaltsbestimmungsrecht(s.o.ausgeführte.In aller Regel bleibt der Elternteil,bei dem das Kind lebt,auch weiterhin Mitinhaber (in) der elterlichen Sorge.

Es gilt hier ausschließlich deutsches Recht.Die doppelte Staatsangehörigkeit Ihres Sohnes schadet nicht.


So,wie Sie die Situation schildern,bleibt derzeit wohl kein Raum für eine außergerichtliche Einigung(was für den Kleinen das Beste wäre),da die Mutter so stur und auch dreist ist.

Deswegen bleibt ,um die Angelegenheit unter Beachtung der oben
dargelegten Grundsätze so gut wie möglich für Sie und den Kleinen
zu regeln,derzeit wohl nur der Gang zum Gericht.

Vorher würde ich aber noch ein letztes Mal schriftlich versuchen,die Angelegenheit im Guten zu regeln,um (wenn noch möglich)Nerven zu schonen und Kosten zu sparen.



MIt freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin


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