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Kindesanhörung, Begleiteter Umgang und Umziehen

| 04.06.2012 16:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:38

Es geht um ein knapp 5jähriges Kind, Jungen.Das Kind hat null Bezug und Bekanntschaft zumVater. Der Vater,kubanischer Musiker, hatte 18Monate mit der KM "zusammen gelebt", aber in dieser Zeit nur max. 7 Tage INSGESAMT addiert das Kind überhaupt gesehen,da er zum einen ständig im Keller "hauste" (dort schlief,in Flaschen urinierte, aß usw.Der Keller war eine Art Studio unterhalb des Wohnzi. im regulären Mietskeller) und ansonsten verschwand und entweder nach einigen Nächten oder erst nach Wochen wieder auftauchte. Daher hat sich in der dieser prägenden Phase des Kindes natürlich nur minimale Bindung entwickeln können.Das Kind erkannte ihn zwar als eine Person,die es öfters sah und freute sich auch, aber sprach zu dem Zeitpunkt auch nicht. Jedenfalls verschwand der Vater dann endgültig.Wie sich herausstellte zu einer neuen Frau. Mir wurden dafür horrende Schulden hinterlassen,die ich gemacht hatte, damit die 3 Kinder auf Kuba mit ihrer Mutter ein neues Apt kriegen und gut leben können. Erst ja, dann später nein, jedenfalls sieht sich der KV nicht mehr in der Verantwortung, auch gemeinsam gemachte Schulden, mit zu bezahlen.

Als der Vater endgültig ging (was für mich völlig überraschend kam, denn er verabschiedete sich noch liebevoll), bin ich daraufhin zum Jugendamt undbat umHilfe,dass wenigstens mal ein Gespräch mit dem KV geführt würde, dass das Kind ihn total vergessen würde und das sehr schnell, da er ihn so wenig kennt. Das JA meinte daraufhin, man könne nichts tun (von Umgangspflicht wurde mir leider nichts gesagt) und haben nichts getan.

Ich habe eine lange Liste an Umgangsabbrüchen. Noch vor Einschalten des JA hatten wir Veinbarungen, die der Vater ständig nicht einhielt. Vergessen oder mit der Musik beschäftigt. Dann konnte ich das JA überreden, wenigstens einen Versuch zu starten und es wurde vereinbart, dass er das Kind 1x/Wo in der Wohng hier sehen könne in Beisein einer SPFH. Dies wurde vom KV nach 2 Terminen abgebrochen.

Erneut woltle das JA keine Gespräche mit dem Vater versuchen...

Der meldete sich dann ca 6 wo später beim Amt. Er wolle das Kind sehen. Ohne Mutter (klar, weil Lug und Betrug und Schamgefühl). Ich sagte, das mache ich nicht mit. Zum einen, weil die Person ein Fremder fürs Kind ist.Das Kind hatte auch massiv Verlustängte (ich konnte mich nicht mal vom Kinderwagen wegdrehen. Keine Nacht wurde richtig geschlafen usw. Kita eingewöhung dauerte MONATE) und zum anderen wie oft soll das hin und her noch gehen.Er könne doch nicht ständig kommen und gehen, wie er wolle.

Das Amt meinte, man müsse es leider erneut versuche, da leider von Amts wegen versäumt wurde, eine Umgangsvereinbarung schriftlich festzulegen.

Daraufhin entbrannte ein Streit mit dem Amt, der recht lange währte und ich auch mehrmals Drohungen erhielt. Kind wegzunehmen, wenn ich nicht mitspielen würde usw. Ein Gespräch mit dem Vater zu führen, wurde immer noch verweigert. Bis dann endlich ein Gespräch mit der Leitung stattfand. Die stimmte einem gemeinsamen Gespräch mti Vater zu. Der wohl auch. Ca. 1 Woche vor dem Gespräch verschwand er dann ins Ausland.Wir wussten nicht wohin. Es war ein Musikengagement in Spanien, wie ich durch Bekannte dann erfuhr.

Erneut war das JA nicht bereit den Vater zu kontaktieren oder ihn wenigstens schriftlich darauf hinzuweisen,dass dies nicht ok wäre!

Der KV kam dann 7Monate später wieder nach Deutschland. Bekam seinen Aufenthaltstitel nicht. Meldete sich wieder beim JA. Dies erzählte mir davon aber nichts! Dem Vater wurde aber gesagt (der anscheinend das Gespräch wieder aufnehmen wollte), man wäre nicht mehr zuständig und er solle die Mutter verklagen. Also soviel zu dem Grundsatz...erst Gespräche versuchen, dann Gericht.Das hat das JA nicht interessiert. Das Wohl des Kindes erst Recht nicht.

Es kam dann zur Klage. Und selbstverständlich war das JA noch zuständig. der Sachbearbeiter hatte schlichtweg gelogen.Seine Rache, weil ich ja nicht "mitspielte". Dabei ging es die ganze Zeit NUR darum,dass geklärt werden sollte, wie stellt sich der KV denn einen kontinuierlichen Kontakt zum Kind auf die Jahre vor, wenn er aber wiederum JEGLICHEN Kontakt mit der Mutter ablehnt (man bedenke...er ging, er hat gelogen und betrogen und Schlimmeres...Wenn einer einen Grund hätte, dann ich). So ist es doch unmöglich,dass dauerhaft Kontakt geführt wird. Man kann ja schlecht die nächsten 10 Jahre begleiteten Umgang oder Übergaben machen,weil der Vater ein Problem mit dem "GEsicht der Mutter" hat.

Im 1.Gerichtstermin stimmte der Richter meinem Vorschlag einer Mediation zu. Der Vater auch (mehr als ungern). Das JA auch. Nach dem Termin rief das JA aber den Mediator an und sagte diesem (habe Nachricht als Beweis), Mediation würde nicht vom JA bezahlt werden u nd außerdem gab er bereits das Erebnis der Mediation vor. Sonst würde er (das JA) die Mutter wieder vor Gericht zerren!

Aus dem Grund der Finanzierung und, weil ich stressbedingt von Bronchities über Lungenentzündung krank war, konnte ich zunächst keinen Termin vereinbaren. Ich war aber ständig im Kontakt mit Mediator. Dann kommt plötzlich der nächste Gerichtstermin. Im Eilverfahren! weil ich angeblich Mediationstermine nicht wahrgenommen hätte!!! eingereicht vom JA! das JA hat mich aber nicht kontaktiert und gefragt. Der Mediator hat dann dem Gericht schriftlich bestätigt, dass dies nicht der Fall wäre. Ich hätte mich immer gekümmert und ihn informiert.

Meine Glaubwürdigkeit war aber nahezu runiert. Vor Gericht fragte der Richter erneut nach Mediation. ER wollte sie noch. Ich auch. VAter auch. Das JA lehnte diese ab!!!!!!! daraufhin orderte der Richter ein Gutachten an. Es stellte sich aber heraus, dass die Gutachterin das Thema gar nicht begutachten kann, denn sie kann das Kind ja nicht zum KV befragen,da dieser das Kind gar nicht kenne. Der Richter bestand aber auf Fertigstellung des Gutachtens. Was dadurch etliche Untersuchungsfehler enthält. Diese habe ich alle bemängelt.

Nun gab es letzte Woche einen neuen Termin. Und einen neuen Richter. Mediation stand nicht mehr zur Debatte. Der KV ist in dem festen Glauben, ich wäre auch nicht krank gewesen (nun ja, ich nehme wohl 2 Asthmasprays, versch., am Tag nur aus Spass....) usw und so fort (er glaubt nichts,wiel er ja leider selbst alle anlügt). Damit war die Mediation vom Tisch. Leider. Der Richter wollte daraufhin das Kind anhören! ohne Mutter. Im Beisein dann des JA (wollte neuen Termin machen). Die neue Sachbearbeiterin vom JA kennt aber weder das Kind noch ich. Das JA hat bisher das Kind ingesamt sowieso in 3 Jahren 1x 15min gesehen. Im Amt. Als ich etwas abholte...

Es sollte also eine Kindesanhörung in 2 wo stattfinden. Mit Richter und JA. diese wollten dann das Kind zu dem Thema Vater befragen.Was ja selbst die SV nicht getan hätte! daraufhin "knickte" ich ein und sagte man solle weiterhin Einigung versuchen. ICH fand es unzumutbar für das Kind. Unter diesen Bedingungen. Was soll ein Kind befragt werden zu einem Vater, das es weder kennt noch erinnert!!!! es bliebt also nur Einigung begleiteter Umgang. Der sollte auch seltsam stattfinden bzw soll. Nämlich nur 1x Vorgespräch. Danach gleich Treffen mit dem VAter. ja wie bitte???und wie lernt das Kind denn mal die Person kennen, dem ich es übergeben soll???? 1x 10 min und dann soll ich abhauen oder wie?das Kind versteht doch SO die Welt nicht! ich plädiere die ganze Zeit dafür, dass das Kind das KENNENLERNEN mit dem VAter NATÜRLICH hat und NICHT mit FREMDEN! DAS soltle doch im Interesse der Behörden auch sein. Ist es wohl aber nicht. Den KV interessiert es sowieso nicht. Es geht nur um Macht. Er in dem Glauben, man liebe ihn noch und würde sich nur rächen wollen (nun ja, da hätte man weitaus bessere Wege gehabt und ich bin selbst Scheidungskind und habe NIEMALS ein schlechts Wort über Männer oder Väter verlauten lassen! im Gegenteil!!!!).

Meine Frage nun....würde man eine Kindesanhörung machen, wäre die SO legitim????? u nd was sollte es bringen??? wie kann man dem Kind nur SO den Vater NAHE bringen wollen????das doch absurd????und alles nur, weil das JUGENDAMT ständig GEGEN Mediation war und der Vater sie leider inzwischen auch nicht mehr will. Nun soll es 1x/monat auf mind. 1 Jahr begleitete Umgänge geben. Völlig aussen vor weiterhin das Problem,dass Eltern nicht reden können. Mediation total vom Tisch oder auch nur Gespräche! Ebenfalls ignoriert wurde, dass ich normalerweise aus HH bereits verzogen wäre (habe alleiniges Sorgerecht, da der KV noch nicht geschieden war), denn hatte Jobangebot woanders. Bin seit Jahren arbeitslos. Versuche auf die Füsse zu kommen. Aber man lässt mich nicht! den Job konnte ich aufgrund der Gerichtstermine NICHT antreten!

Das ist Kindeswohl????wir ziehen kurzfristig um, werden nicht in HH bleiben, es gibt überhaupt keinen Ansatz auf Gespräch mit dem Vater, der denkt nur an SEINE Wünsche und wird das Kind wieder fallen lassen, denn er hat nicht mal 3 Umgänge damals durchgehalten. Nun fast 1 Jahr lang? wohl kaum,wenn man nicht mal Gespräch führt....

Einen Anwalt habe ich leider nicht mehr. Auch kein e Prozesskostenbeihilfe. Im 1.Protokoll gab es einen sachlichen Fehler, den meine Anwältin nicht bereit war beim Richter zu korrigieren zu lassen. Sie wollte nicht negativ auffallen. Seit dem bin ich leider ohne Anwalt. Ein neuer wurde mir vom Gericht verweigert, bzw die Beiordnung.

Leider nehme ich auch, dass ein Anwalt für die Beantwortung meiner Frage mehr Geld "verlangt",a ls ich überhaupt leisten kann. Ich habe nur Hartz 4 und jetzt schon keine 200Euro mehr für den Rest des Monats,weil Schulden immer grösser werden durch Zinsen etc.Aber das ist ein anderes Thema. Insolvenz steht an,wenn ich doch mal die Zeit und Nerven dafür hätte...

Ich möchte gerne wissen:

---wer muss bei einer Kindesanhörung dabei sein, in 1.Instanz? also beim Amtsgericht/Fam.Gericht
--- was kann ich überhaupt noch tun????
---kann man mir Umzug (auch Ausland, da ich in der Touristik meinen Beruf habe) verbieten,wenn ich per Beschluss alleiniges Sorgerecht habe, wir nie verheiretat waren?

Nun ja...vielleicht "erbarmt" sich ja einer unser...ich bin recht verzweifelt. Verstehe einfach nicht, wieso keiner versucht die Eltern auf Friedenskurs zu bringen und niemals auch nur ein einziges Gespräch mit Vater stattgefunden hat. Ebenfalls verstehe ich nicht,wieso dieser Umgänge abbrechen kann und Termine,wie er lustig ist und noch "REcht" bekommt. Das arme Kind, denn das Signal an den KV ist doch so....WEITER SO, denn aus seiner Sicht hat er "gewonnen". Er kann das Kind verlassen,wie er will und wieder kommen,wie er will und kriegt das noch vom GEsetz unterstützt. Verantwortungslosigkeit lebe hoch:-(

Mein Kind hat bereits grosse Verlustängste! natürlich sollte es seinen Vater kennenlernen. Gerade so ab jetzt oder bald,wenn er älter wird und mehr versteht. Aber man sollte doch GUTE BEdingungen dafür schaffen und nicht,dass er danach mehr leidet,denn dann wird er ihn vermissen. Jetzt kennt er ihn nicht und vermisst ihn auch nicht. Über das thema will mein Sohn auch nicht mehr reden.Er ist inzwischen total genervt. Mama...spiel endlich mit mir...ich will das nicht mehr hören. DAs bringt meinen kleinen Kopf ganz durcheinander...

04.06.2012 | 17:34

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten komplexen Sachverhalts möchte ich zunächst mit der letzten von Ihnen gestellten Frage beginnen: Wenn Sie das alleinige Sorgerecht haben, treffen Sie alle rechtlich erheblichen Entscheidungen für das Kind. Zum Sorgerecht gehört auch die Befugnis, über den Wohnort des Kindes zu entscheiden. Wenn Sie umziehen (aus welchem Grund auch immer), dürfen Sie selbstverständlich Ihr Kind mitnehmen. Dies gilt sowohl für einen Umzug innerhalb Deutschlands als auch für einen Umzug ins Ausland.
Bezüglich der Anhörung gilt folgendes: § 159 FamFG schreibt die Anhörung von Kindern ab 14 Jahren vor, stellt es dem Richter aber frei, auch jüngere Kinder anzuhören. Nach meiner Erfahrung ist es absolut üblich, dass auch Kindergartenkinder angehört werden. Die Eltern und deren Anwälte sind dabei nicht anwesend. Normalerweise unterhält sich der Richter dann zwanglos einige Minuten mit dem Kind (häufig ohne Robe und in seinem Büro, um eine weniger einschüchternde Atmosphäre zu schaffen) und berichtet allen Beteiligten anschließend von dem Ergebnis.
Die Gestaltung der Anhörung steht dabei im Ermessen des Richters, also auch die Frage, ob ein Mitarbeiter des Jugendamts anwesend ist oder nicht.
Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, dass das Gericht einen Verfahrensbeistand für das Kind bestellt, soweit dies zur Wahrung seiner Interessen erforderlich ist (§ 158 FamFG ). Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Sie dies bei Gericht beantragen. Häufig wählen die Richter hierfür Anwälte aus, die sich mit Kindschaftssachen auskennen. Ihr Sohn hätte dann einen eigenen Vertreter, der sich um seine Belange kümmert, und darum scheint es Ihnen ja in erster Linie zu gehen.
Im übrigen möchte ich Ihnen Mut machen: Aus meiner Sicht sind zwar die Umgangsverfahren häufig eine Belastung für die Kinder (weil diese die Anspannung der Mutter spüren), die Anhörung habe ich in meinen Verfahren aber nie als problematisch erlebt (und auch Eltern haben mir nie so etwas erzählt). Ihr Sohn wird sich ein paar Minuten mit einem Richter unterhalten, der vermutlich mit ihm über seinen Alltag und die Abwesenheit des Vaters spricht. Möglicherweise möchte der Richter die Anhörung auch einfach deshalb durchführen, um selber festzustellen, ob bzw. dass Ihr Sohn keine enge Bindung an den Vater hat.
Zwar können Sie, wenn das Kind am Tag der Anhörung krank wäre, mit einem ärztlichen Attest die Anhörung verschieben lassen, es wird dann jedoch ein neuer Termin anberaumt. Wenn der Richter die Anhörung für sinnvoll hält, werden sie diese nach meiner Einschätzung nicht dauerhaft verhindern können. Zwar sieht das Gesetz vor, dass der Richter aus schwerwiegenden Gründen von einer Anhörung absehen darf, solche Gründe, die gegen eine Anhörung sprechen ergeben sich aus Ihrem Sachvortrag allerdings nicht.
Ich hoffe, dass ich Ihnen trotz der Komplexität des Sachverhalts eine grobe Orientierung liefern konnte.
Abschließend möchte ich Sie auf die Bewertungsmöglichkeit hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 04.11.2012 | 14:15

Guten Tag veehrte Anwältin

Danke für Ihre freundliche Antwort. Meine Nachfrage hat länger gedauert, da diese ganze Situation bereits 80% Lebenszeit meines Kindes andauert und immens an Nerven und Kraft zehrt. Ebenfalls ging -wieder mal - einiges beim Jugendamt schief. Jedenfalls kam ich nicht zum Nachfragen...

inzwischen ist es nun so; es wurde ja eine Vereinbarung geschlossen. Eigentlich sollten Umgangsanbahnungen stattfinden. Dort, wo es sein sollte, gab es aber gar keine Kapazitäten. DAs Jugendamt hat also bei Gericht etwas vorgeschlagen, was nicht durchführbar war, hat dies aber dem Gericht nicht mitgeteilt. Ebenso nicht,dass es an anderer Stelle eine Fachkraft (syst.Familienberater, Dipl.Pädagoge, Mediator) gibt (die den Fall seit 1,5 Jahren kennt und ursprünglich auch Gespräche durchführen sollte), die ein individuelles Umgangsanbahnungskonzept ausgearbeitet hat. DAs Konzept fand das Jugendamt gut, aber hat es dem Gericht ebenfalls nicht gesagt/vorgeschlagen. Alles in seinem Bericht ans Gericht (Okt.2012) "verschwiegen". (Der Richter forderte Bericht an). Ich wurde also wieder mal als Verweigerer hingestellt.

Nun hat der Richter also das von mir oben befürchtete entschieden. Er wolle (hat) das Kind vorgeladen (für nächste Woche). Ein 5jähriges Kind, dass den KV überhaupt nicht kennt. Nicht erinnert. Nichts. Es soll im Beisein der oben beschriebenen JA-Mitarbeiterin stattfinden. Genau die ist ja aber das Problem. Vor allem hat das JA in über 3 Jahren Kontakt zu mir, das Kind nicht ein einziges Mal getroffen! die MA kennt nicht mal die gesamte Akte n ach eigenen Aussagen.

DAs Kind soll also mit 2 ihm völlig Fremden in den Raum. Es gibt eine fachärztliche Stellungnahme von der Kinderpsychologin,die das Kind betreut. Diese bescheinigt dem Kind, dass es emotional nicht altersgerecht die Dinge verarbeiten kann (also jünger ist) und sehr behutsam und langsam auf neue Personen und Situationen vorbereitet werden muss.

Dies liegt dem Gericht vor.

Ich hatte eine Umladung beantragt. Da das Gericht das Umgangsanbahnungskonzept nicht vorliegen hatte. Das Kind sollte ausgeladen werden und die Eltern geladen und das Konzept aufgenommen werden. Dem Kind sollte die Anhörung erspart werden.

Der Richter hat dies abgelehnt. Er beachtet weder die fachärztliche Stellungnahme, noch die der Kita, noch die des Syst.Familienberaters.

DAs Kind soll mit völlig Fremden allein rein. Befragt werden zu einem völlig Fremden.

Damit nun meine Nachfrage sozusagen legitim ist, denn das habe ich bereits vorher nicht verstanden...

gibt es denn keinen Schutz für so kleine Kinder, dass sie komplett ohne jegliche ihnen bekannte Person in so eine Situation reingezerrt werden dürfen??? das kann doch nicht sein??? niemand würde sein Kind Fremden übergeben. Egal ob Richter oder nicht. Vor allem nicht, wenn bereits das JA so viele Fehler gemacht hat, das Kind nicht kennen und weiss Gott nicht die Interessen des Kindes vertreten.

Ich fühle mich so total hilflos. Mein Kind hat heftig Angst. Welches Kind hätte auch keine Angst, wenn man ihm erklären soll, dass obwohl jeder etwas anderes sagt und seine Mutter eigentlich doch die "Sagerin" ist, dass jemand anderer einfach über ihn bestimmen darf. Das Kind ist nur total genervt , in Angst, traurig, wütend.

Weiterhin frage ich mich die ganze Zeit, welchen Schutz haben wir??? dort ist niemand, der die Fragen oder Antworten kontrolliert oder protokolliert. Ich habe so viele Lügen vom JA bereits erlebt, wir sind in grosser Sorge...

und ich total ratlos und frage mich, wie kann so etwas bei uns möglich sein???? wo es seit Jahren kindgerechte Lösungsangebote gibt. Von Fachleuten unterstützt, die das Kind KENNEN. Ständig aber vom JA abgelehnt. Das JA will, dass das Kind sofort dem VAter in die Hände gegeben wird. Ohne Umgangsanbahnung. Ohne alles.

DAs ist nicht mehr normal...

Hoffentlich können Sie mir die Frage bezüglich der Kindesanhörung beantworten. Ich registriere Ihren Hinweis, dass dies oft ganz locker abläuft, aber das Netz ist voll von ganz anderen Erlebnissen und die habe ich hier in unserem Bezirk in der Stadt leider auch.

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.11.2012 | 16:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst erlaube ich mir den Hinweis, dass die Nachfragefunktion nicht dazu dient, nach fünf Monaten die Dinge zu erörtern, die sich zwischenzeitlich ergeben haben.

Dennoch möchte ich auf Ihre Sorgen kurz eingehen: Ich sehe - das hatte ich bereits dargelegt - keine Gefährdung Ihres Sohnes durch die Anhörung. Wenn Ihr Sohn bereits jetzt unruhig reagiert, dann mag dies vielleicht darin liegen, dass er Ihre Ablehnung und Aufregung spürt und übernimmt.

Das Gesetz sieht die Anhörung nicht als Zumutung, sondern als Schutz des Kindes: Derjenige, der entscheidet, nämlich der Richter, soll nicht "über den Kopf des betroffenen Kindes hinweg" entscheiden, sondern sich ein Bild von der Person machen, die das Ganze betrifft. Ein kurzes Gespräch mit Fremden ist einem Kind durchaus zuzumuten, wenn die Mutter, die es dorthin begleitet, das Kind entsprechend vorbereitet. Schließlich warten Sie vor der Tür und können Ihrem Kind das auch sagen.

Der Richter wird seine Fragen und die Antworten Ihres Sohnes vermutlich in eigenen Worten auf Band diktieren. Das ist die übliche Vorgehensweise.

Der Richter wird Ihrem Kind gegenüber auch keine Entscheidung verkünden. Ihre Autorität wird nicht untergraben. Die Entscheidung werden Sie erfahren, wenn sie verkündet wird.

Ich sehe keine Möglichkeit, die Anhörung zu umgehen. Wenn Sie - durch ärztliche Atteste oder ähnliches - die Anhörung erneut verhindern, wird sie vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Sie erwecken bei dem Richter allerdings unter Umständen den Eindruck, dass Sie das Verfahren blockieren.

Leider haben Sie nicht mitgeteilt, ob Sie einen Verfahrensbeistand für Ihren Sohn beantrage haben. Damit hätten Sie ggf. eine dem Kind dann zwischenzeitlich bekannte Person, die bei der Anhörung anwesend wäre und das Verfahren miterlebt. Aus meiner Sicht könnte dies, zumal Sie nicht mehr anwaltlich vertreten sind, eine Erleichterung für Sie und Ihren Sohn bringen und zur Beruhigung beitragen.

Andernfalls kann ich Ihnen nur dringend raten, Ihrem Sohn gegenüber die Anhörung als ein nettes Gespräch mit fremden Menschen darzustellen, um ihm die Angst zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 04.11.2012 | 19:52

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Die Anwältin hat angesichts meines recht geringen Einsatzes sicher sehr gut geantwortet. Allerdings erscheinen mir einige Sachverhalte überlesen worden zu sein, was u.U. auch an mir gelegen haben mag. Das weiss man dann ja nie genau. Angesichts dessen, dass ich eine doch schon etwas anders gelagerte Antwort von Seiten einer öffentlichen Rechtsberatung erhalten habe, ist es für mich verwirrend nun zu wissen, was "richtig" ist. Richtig erscheint mir aber auf jedenfall, dass diese Anwältin den Zeitgeist unserer Gerichte widergibt. Wenn gleich ich diesen mehr als Zweifelhaft erachte, denn menschenverachtend und völlig am Ziel vorbei, wofür aber die Anwältin im Grunde nichts kann. Fragen kann man sich aber, ob Entscheidungen von Gerichten nicht auch davon abhängen, wie sehr sie von Anwälten akzeptiert werden. Mir erscheint es oft, dass der Weg des geringeren Widerstans gegangen wird. Hier im speziellen auf Kosten von Kindern. Grundsätzlich erscheint die Anwältin kompetent.

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Stellungnahme vom Anwalt:

Aus dem Bewertungstext ergibt sich, dass die Fragestellerin eigentlich mit der Rechtslage und nicht mit meiner Antwort unzufrieden ist. Schade, dass sich diese Unzufriedenheit in der Punktevergabe niederschlägt, denn für die Rechtslage bin ich nicht verantwortlich. Im Übrigen sind die Abstriche bei der Ausführlichkeit im Hinblick auf den Mindesteinsatz und den Umfang der Antwort eine Unverschämtheit.

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Die Anwältin hat angesichts meines recht geringen Einsatzes sicher sehr gut geantwortet. Allerdings erscheinen mir einige Sachverhalte überlesen worden zu sein, was u.U. auch an mir gelegen haben mag. Das weiss man dann ja nie genau. Angesichts dessen, dass ich eine doch schon etwas anders gelagerte Antwort von Seiten einer öffentlichen Rechtsberatung erhalten habe, ist es für mich verwirrend nun zu wissen, was "richtig" ist. Richtig erscheint mir aber auf jedenfall, dass diese Anwältin den Zeitgeist unserer Gerichte widergibt. Wenn gleich ich diesen mehr als Zweifelhaft erachte, denn menschenverachtend und völlig am Ziel vorbei, wofür aber die Anwältin im Grunde nichts kann. Fragen kann man sich aber, ob Entscheidungen von Gerichten nicht auch davon abhängen, wie sehr sie von Anwälten akzeptiert werden. Mir erscheint es oft, dass der Weg des geringeren Widerstans gegangen wird. Hier im speziellen auf Kosten von Kindern. Grundsätzlich erscheint die Anwältin kompetent.


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