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Kinderunterhaltberechnung

13.10.2009 23:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


15:21

Sehr geehrter Herr Anwalt / Frau Anwältin,

Meine Ehefrau und ich leben seit einem Monat getrennt und eine Scheidung steht uns bevor. Mein netto Gehalt soll, nach der Steuerklassenwechselung zwischen 1.900 und 2.100 € betragen (brutto 4.070 €). Meine Ehefrau verdient zur Zeit brutto 2.000 €. In zwei Monate wird sich ihr Gehalt auf brutto 2.400 € erhöhen. Sie Lebt in einem Haushalt mit ihrem Freund. Die Höhe seines Gehalts ist mir nicht bekannt, aber ich glaube er muss über 2.500 € liegen. Unsere Tochter ist 12 Jahre alt. Sie verbringt bei mir vier Nachmittage pro Woche und jedes zweite Wochenende. Wie viel soll ich für Unterhalt meiner Tochter zahlen? Welche Faktoren sind für die Berechnung relevant?
Ich bedanke mich im Voraus.

13.10.2009 | 23:53

Antwort

von


(817)
Langener Landstraße 266
27578 Bremerhaven
Tel: 0471/ 483 99 88 - 0
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben beantworte ich die von Ihnen gestellte Frage sehr gerne zusammenfassend wie folgt:



Zu 1.) Welche Faktoren sind für die Berechnung relevant?


Ausgangspunkt bzw. Berechnungsgrundlage für die Errechnung des Kindesunterhalts ist das Familieneinkommen. Es muss also das Nettoeinkommen des Kindesvaters sowie der Kindesmutter addiert werden, um die Berechnungsgrundlage herauszufinden.

Hierbei kommt es aber nicht auf das steuerliche Nettoeinkommen, sondern auf das sog. unterhaltsrelevante Nettoeinkommen an. Dies bedeutet, dass vom steuerlichen Nettoeinkommen noch bestimmte Abzugsposten in Abzug gebracht werden müssen. So können etwa pro Person, falls derjenige berufstätig ist, berufsbedingte Aufwendungen abgezogen werden.

Sogfern diese nicht konkret nachgewiesne werden, können nach der geltenden Rechtsprechung pauschal 5% vom Nettoeinkommen in Abzug gebracht werden. Dann können noch weitere Posten abgezogen werden:

Nachfolgend habe ich Ihnen einen sehr informativen Link zu diesem Thema beigefügt, bei welchem ein Großteil der zulässigen Abzugsposten aufgelistet sind:

http://www.scheidung-online.de/einkommen.htm



Zu 2.) Wie viel soll ich für Unterhalt meiner Tochter zahlen?


Hierfür müsste wie bereits unter 1. ausgeführt das unterhaltsrelvante Familiennettoeinkommen ermittelt werden. Dies ist im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne ohne Kenntnis aller relevanten Zahlen leider nicht abschließend möglich. Dennoch möchte ich nachfolgend eine grobe Berechnung soweit möglich vornehmen.

Nach Ihrer Schilderung liegt Ihr steuerliches Nettoeinkommen im Bereich von ca. 2000.- € und das von Ihrer Frau bei ca. 1300.- €. Wenn man hiervon noch die üblichen Abzugsposten wie berufsbedingte Aufwendungen etc. abzieht, wird ich das unterhaltsrelevante Familiennettoeinkommen im Bereich von ca. 2500-2800.- €.

Nun muß ein Blick in die Düsseldorfer Tabelle geworfen werden. Dort wird voraussichtlich eine Einstufung in die 5 . Gruppe (Nettoeinkommen von 2701-3100.- €) vorzunehmen sein. Sollte es sich um das einzige Unterhaltsberechtigte Kind handeln, so wäre eine Höherstufung um zumindest eine Gruppe vorzunehmen.

Hiernach (Gruppe 6.) beträgt der Unterhalt für ein 12 jähriges Kind 483.- €. Von diesem Betrag kann dann noch das Kindergeld in Höhe von 164.- €abgezogen werden, so dass ein Zahlbetrag von 319.- € verbleibt.

Dieser Betrag ist anteilig im Verhältnis der jeweiligen Einkommen der Eltern zu entrichten.

Sie müßten demnach in etwa einen Betrag in Höhe von etwa 190.- €
zahlen.


Dann besteht noch die Besonderheit, dass der Elternteil, bei welchem das Kind wohnt, keinen Unterhalt in Geld zahlen muss, da dieser Elternteil den Unterhalt in Natura leistet (also Essen, Wohnung, etc.).

Wie bereits ausgeführt, handelt es sich hierbei lediglich um eine grobe Schätzung in Unkenntnis aller relevanten Zahlen.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochmorgen!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774



Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
Fachanwalt für Informationstechnologierecht, Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 15.10.2009 | 14:20

Sehr geehrter Herr Newerla,

Vielen Dank für Ihre erstaunlich schnelle und ausführliche Antwort. Ich würde nur noch gerne wissen, inwiefern sind die folgende zwei Faktoren bei der Berechnung relevant:

1. Meine Tochter wird zum Teil auch von mir betreut. Leiste ich dann auch Unterhalt in Natura? Verringert das weiter den Barbetrag, den ich zahlen muss?
2. Die Mutter lebt in einem Haushalt mit ihrem Freund, der eigene Einkünfte hat. Dadurch verringern sich ihre Ausgaben für z. B. Miete, Nebenkosten usw. Erhöht das auf indirekte Weise die Tatsächliche Einkünfte der Mutter?

Nochmals vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.10.2009 | 15:21

Sehr geehrter Ratsuchender,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folt bantworten möchte:

1. Meine Tochter wird zum Teil auch von mir betreut. Leiste ich dann auch Unterhalt in Natura? Verringert das weiter den Barbetrag, den ich zahlen muss?

Dieser Umstand verringert den Betrag, den Sie an Unterhalt zahlen müssen leider nicht. Die Düsseldorfer Tabelle gibt nämlich bei den Zahlbeträgenschon davon aus, dass das Kind etwa in den Ferien eine gewisse Zeit bei dem Elternteil ist, welches Unterhalt zahlen muss. Auch berücksichtigt die Tabelle bereits, dass dieser Elternteil von seinem Sorge-/Besuchsrecht Gebrauch macht und daher das Kind auch teilweise betreut.

Eine Senkung Ihres Unterhaltsbetrages würde grundsätzlich nur dann in Frage kommt, wenn es ein so genanntes echtes Modell wäre. Dies würde bedeuten, dass das Kind die Hälfte der Zeit bei der Mutter die Hälfte der Zeit bei Ihnen wäre. Ein solches Wechselmodell ist aber grundsätzlich nur mit Zustimmung der Mutter in Ihrem Fall zu erreichen.

Es gibt zwar wenige Urteile, in denen der Richter auch ausnahmsweise mal ein Wechselmodell festgesetzt hat, die ist jedoch die absolute Ausnahme.


2. Die Mutter lebt in einem Haushalt mit ihrem Freund, der eigene Einkünfte hat. Dadurch verringern sich ihre Ausgaben für z. B. Miete, Nebenkosten usw. Erhöht das auf indirekte Weise die Tatsächliche Einkünfte der Mutter?

Dies hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Einkommensverhältnisse der Kindesmutter im unterhaltsrechtlichen Sinne. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn die Mutter mit ihrem jetzigen Freund verheiratet wäre. Im Endeffekt ist somit also nur ihr eigenes Einkommen, also insbesondere ihr Arbeitsverdienst oder Ähnliches für die Berechnung des Unterhalts auf ihrer Seite maßgeblich.

Ich auf Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch alles Gute und einen angenehmen Tag!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
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Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

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