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Kinderunterhalt von Schweiz in Deutschland lebende Tochter !!

05.09.2011 20:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


06:43
Hallo
Ich bin umgezogen in der Schweiz mit Meine neuer Frau und 6 Monate Alte Tochter.

Für Meine ältere tochter (9Jahre)habe ich immer K.Unterhalt bezahlt seit über 6 Jahren un Pünktlich bei meine ex frau.
Ich bin neueling hier in der Schweiz und mann verdient recht gut, aber wieviel bleibt übrig am ende der rechnungen ist wass anderes.

Ich habe in Deutschland bis jezt 250.-Eur bezahlt Kinderunterhalt.
Ich habe jezt zu meine Ex vorschlag gemacht aus der schweiz 276.- Eur zu zahlen weil meine neuer frau hat keine einkommen mit klein kind.Natürlich habe ich wass realistisches vorgeschlagen..Sie sagt Neine ich bin damit nicht eiverstanden.Sie meint ich soll mehr zahlen sonst gehe zu anwald wie immer auf stadtkosten ,denn sie seit in deutschland ist lebt von hartz 4, und die "MAMA Deutschland" zahlt und zahlt und verlängert Ihre aufenthaltstitel immer um 1 jahr.

Ich verdiene netto ca 5000.-Sfr incl.200.-Sfr kinderzulage für die 6 monate alter tochter.
Wohnung zahle ich 1700.-Sfr Montl.
Krankeversicherung 800.-Sfr für alle uns 3 im Monat.
Schulden (Kredit) ca.500.-Sfr Mntl.
Auto + telefon usw.: ca.200.-Sfr Mntl.ohne spritkosten
Rest halt fürs leben essen usw mit kleine kind.
Hier in die Schweiz habe ich gehört das exsistensminimmum ist 1700.-Sfr pro person..

Meine Frage ist:
1.Wieviel ich zahlen muss überhaupt denn die ex Frau denkt das in der Schweiz fallen wie schnefloken das geld.

2.Ist das angemmessen 276.-Eur monatlich.

3.Wass erwartet mich ,kann ich eine Schriftliche unterhaltsvorschlag aus OLG münchen wo das Urteil damals gesprochen wurde nachfragen?
Wass kann ich tun denn ich habe keine zeit und geld mit gerichte zu laufen so wie meine ex auf Stadtkosten in Deutschland.??

Danke sehr..
05.09.2011 | 21:01

Antwort

von


(403)
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Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Auch wenn Sie nunmehr in der Schweiz leben und arbeiten, bemisst sich der Unterhaltsanspruch Ihrer Tochter weiterhin nach deutschem Recht.

Im Unterhaltsrecht sind die minderjährigen Kinder Ihrer Ehefrau gegenüber vorrangig, was bedeutet, dass zunächst der Kindesunterhalt zu ermitteln ist.

Zur Ermittlung Ihres unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens kann zunächst der Kinderzuschlag und die Krankenversicherung für Sie alle sowie eine Pauschale von 5 % für berufsbedingte Aufwenundgen in Abzug gebracht werden. Es verbleibt ein Betrag von 3.800 CHF, was einem Betrag in Höhe von rund 3.400 € entspricht.

Der Unterhaltsbedarf wird anhand der Düsseldorfer Tabelle und hier der 2. Altersstufe ermittelt. Sie wären daher in die Einkommensgruppe 6 einzustufen, was einem Unterhaltsbetrag in Höhe von 466 € entspricht. Hiervon wird noch das hälftige staatliche Kindergeld in Abzug gebracht, so dass ein Betrag in Höhe von 374 € verbleibt.

Richtig ist, dass die Lebenshaltungskosten in der Schweiz höher sind, als in Deutschland. Der Selbstbehalt in Deutschland beträgt 1.150 €. Aber selbst bei einer Anhebung Ihres Selbstbehaltes bleiben Sie aufgrund Ihres Einkommens für den vorstehenden Betrag leistungsfähig.

Da Sie aber 3 Personen gegenüber zum Unterhalt verpflichtet sind, ist es möglich den Unterhalt eine Stufe niedriger einzustufen. Dies wäre dann die Einkommensgruppe 5 mit einem Unterhaltsbetrag von 437 € abzüglich Kindergeld also 345 €.

Der von Ihnen angebotene Betrag von 276 € ist also etwas zu niedrig.

Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass es einen Unterhaltstitel über den Kindesunterhalt gibt, so dass dieser entweder im Einverständnis mit der Mutter abgeändert werden kann oder aber die Mutter Sie ordentlich zur Zahlung eines höheren Unterhalts auffordern muss. In der Regel erfolgt eine Überprüfung über das Jugendamt oder einen Anwalt, den die Kindesmutter beauftragt. Das Oberlandesgericht München hat mit dem nun zu berechnenden Unterhalt nichts zu tun. Sie müssen daher nach dorthin keinen Vorschlag unterbreiten.

Versuchen Sie sich mit der Kindesmutter auf einen angemessenen Betrag zu verständigen, dann können Sie durch eine Unterhaltsverpflichtung vor dem Jugendamt den Titel abändern. Sie sollten aber nicht darauf verzichten, eine ordnungsgemäße Unterhaltsberechnung vornehmen zu lassen. Grundlage für eine solche Berechnung ist das Einkommen von 12 Monaten, welches Sie erzielen. Meine Berechnung basiert auf Ihren Angaben und kann nur als Orientierung dienen.

Da Sie aber in der Schweiz tätig sind und die Kindesmutter nach Ihren Angaben nicht erwerbstätig ist, ist das schweizer Kindergeld vorrangig. Sie können also in der Schweiz auch Kindergeld für Ihr in Deutschland lebendes Kind beantragen. Da der Kindesmutter aber auch die Hälfte des Kindergeldes, welches Sie in der Schweiz dann beziehen zusteht, müssen Sie ihr dann 50 % des Kindergeldes neben dem Unterhalt bezahlen.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 11.09.2011 | 21:48

Vielen Dank Herr Rösenmeier,

Meine nachfrage lautet bitte:
1.Wieviel hat mann selbstbehalt in der Schweiz,und so wie ich gelesen habe nach Ihren Antwort meine Wohnung ist nicht drin berechnet oder wie ist das bitte,denn wenn ich hier nicht normal leben kann und zu arbeit gehen kann dann bin ich zahlungsunfähig.
2.Wenn die kinder vorrangig sind ist klar aber wass ist mit die zweiter tochter hier lebend bei mir,muss ich zu meine jetzige Frau sagen "so ich kann für dich nicht mehr sorgen mit unsere tochter",kindergarten hier in der Schweiz sind erst ab 3 oder 4 jahre möglich,sonst nur privat fienanzieren sehr teuer,damit die frau zu eine arbeit bemüht? Werden das nach Deutschen recht nicht interessiert?
Grüsse Thomas

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2011 | 06:43

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung.

Selbst wenn man Ihre erhöhten Wohnkosten heranzieht, um den Selbstbehalt anzupassen, blieben Sie bei einem Einkommen von umgerechnet 3.400 € vollumfänglich leistungsfähig.

Im Selbstbehalt in Deutschland sind 360 € Wohnkosten enthalten, wenn der Selbstbehalt nun aufgrund Ihrer tatsächlichen Miete auf 1.950 € angehoben würde, bliebe nach wie vor ein Einkommen für den Unterhalt in Höhe von 1.450 € für die Unterhatlsansprüche.

Dieser Betrag reicht auch aus, um für beide Kinder aufzukommen.

Nach deutschem Recht hat die Ehefrau einen Unterhaltsbedarf von 770 €. Nimmt man nun den oben errechneten Unterhalt für Ihr Kind in Deutschland mit 345 € an und für Ihr weiteres Kind entsprechend dem Alter von 289 €, so ergibt sich ein Betrag von 1.404 €, der trotz erhöhter Wohnkosten noch von Ihnen bedient werden kann.

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -


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