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Kinderlärm


26.09.2005 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



wir wohnen in einem Stuttgarter Vorort in einem dicht bebauten Wohngebiet. Unsere Nachbarn direkt nebenan haben zwei Jungen, 6 und 9 Jahre alt. Die Kinder spielen sehr häufig in der mit sog. "Knochensteinen" gepflasterten Garageneinfahrt, an deren Kopfende unsere Terrasse liegt. Lange gab es keine Probleme, nur seit etwa einem halben Jahr ist dicke Luft, seit nämlich die Jungen Skateboards bekommen haben und damit stundenlang diese Garageneinfahrt rauf und runter fahren, was auf dem Pflaster einen Höllenlärm macht, oder Fussball spielen, wobei der Ball ständig gegen die Haus- und Garagenwand knallt. Wir haben mit unseren Nachbarn ein Gespräch gesucht mit der Bitte, wenigstens am Sonntag weniger lärmintensives Spielgerät zu verwenden bzw. die Ball- und Skateboardaktivitäten etwas einzuschränken (das geht bei schönem Wetter bis zu 8 Std am Tag, von morgens bis spät abends, da die Kinder am Wochenende später ins Bett gehen, nur unterbrochen von den Essenspausen), woraufhin die Frau einen regelrechten Wutausbruch bekam und sofort ausfällig wurde. Ein Versuch, mit dem Mann alleine zu sprechen, endete mit Schulterzucken und dem Vorwurf, wir seien kinderfeindlich. Seitdem werden wir von denen schikaniert, z.B. wird beim Gießen "aus Versehen" der Schlauch auf unsere Terrasse gerichtet, wobei anwesende Personen, Tisch und Stühle nass gespritzt werden, Stereoanlagenlautsprecher werden ins offene Fenster gestellt in Richtung unseres Grundstücks und die Anlage dann voll aufgedreht. Klagen möchten wir nicht, da hat man sowieso keine Chance, wenn Kinder im Spiel sind, und schließlich muss man ja weiterhin Tür an Tür wohnen. Die anderen Nachbarn murren auch, sagen aber nichts, um des lieben Friedens willen. Weiss jemand noch einen Weg, eine friedliche Lösung zu finden ? Wir können sonntags nicht mehr im Garten sitzen, der ja eigentlich ein Ort der Ruhe und Entspannung sein sollte, weil es nur noch nervt !

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage beantworte ich anhand der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt:

Zunächst möchte ich Ihre friedliche, auf einen gegenseitigen Ausgleich bedachte Einstellung lobend hervorheben. Die Beantwortung Ihrer Anfrage beschränkt sich daher auch auf eine Handlungsempfehlung, die auf die außergerichtliche Regelung der Angelegenheit abzielt, ungeachtet der rechtlichen Möglichkeiten, die sich in einem Gerichtsverfahren ergäben.


Aus Ihrer Anfrage ist leider nicht ersichtlich, ob Sie in einem Mietshaus / einer Mietswohnung wohnen oder ob es sich um ein eigenes Haus / eine Eigentumswohnung handelt. Sollten Sie nur zur Miete wohnen, so können Sie den Weg zu Ihrem Vermieter oder Ihrer Hausverwaltung aufsuchen und um eine Vermittlung in der Angelegenheit bitten. Sollten Ihre Nachbarn hingegen zur Miete wohnen, so würde sich eine Kontaktaufnahme mit deren Vermieter / Hausverwaltung anbieten.

Eine gute Idee dürfte hingegen auch sein, die Hilfe eines Mediators in Anspruch zu nehmen. Die Mediation ist ein Verfahren der außergerichtlichen Streitschlichtung, bei der die Parteien ihre Konflikte unter Anleitung des Mediators einvernehmlich unter sich regeln. Die Mediation hat den Vorteil, dass es keinen Richter gibt, der über Ihre Köpfe hinweg entscheidet und dass eine Lösung gefunden werden kann, die von allen Parteien erarbeitet und somit in der Regel auch von allen Parteien freiwillig akzeptiert werden wird. Der Mediator nimmt dabei die Rolle eines Vermittlers ein, der versucht, das recht formal gehaltene Mediationsverfahren zu leiten und Kommunikationsstörungen zwischen den Parteien aufzubrechen. Angesichts der Tatsache, dass Sie bereits erfolglos versucht haben, mit Ihren Nachbarn zu sprechen, hielte ich dieses Verfahren für durchaus geeignet. Gleichwohl sollten Sie beachten, dass ein Mediationsverfahren auch nicht gerade billig sein kann, zumal viele Mediatoren nach Stundensätzen abrechnen und ein Stundensatz von EUR 75,00 bis 100,00 nicht ungewöhnlich ist. Dennoch könnte sich eine solche Investition lohnen, wenn das gemeinsame Zusammenleben friedlich geregelt wird und die Parteien auch fortan in Rue leben können, ohne dass man sich vor Gericht heillos und unrettbar zerstritten hat.

Als letzte Möglichkeit sähe ich dann noch, sich mit einigen anderen Nachbarn zu besprechen, die sich von den Kindern Ihrer Nachbarn ebenfalls belästigt fühlen und mit vereinter Stimme zu sprechen, um die „störende“ Familie darauf hinzuweisen, dass Sie bei weitem nicht die einzige Familie sind, die sich an dem Lärm stört.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Wenn Sie eine abschließende Beurteilung Ihrer Angelegenheit erreichen möchten oder gar erwägen sollten, entgegen Ihrer ursprünglichen Intention weitere gerichtliche Schritte zu unternehmen, so bietet sich die Beauftragung eines Rechtsanwaltes vor Ort an oder eines anderen Rechtsanwaltes Ihres Vertrauens an. Hier empfehle ich für den Fall, dass Sie zur Miete wohnen, die Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes, der die Fachanwaltsbezeichnung „Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht“ führt, da ein Rechtsanwalt mit dieser Zusatzqualifikation einen Schwerpunkt seiner Ausbildung auf die Bearbeitung mietrechtlicher Fälle gelegt hat.


Gerne bin ich auch bereit, Ihre weitere Interessenwahrnehmung in der Angelegenheit zu übernehmen.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt und Mediator


Gisselberger Straße 31
35037 Marburg


hein@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com
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