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Kinderkrankengeld Berechnung des Gehalts

5. Mai 2021 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Fragen zur Berechnung des Entgeltes bzw. der Gehaltskürzungen bei Kind krank Tagen

Es geht um die Berechnung des Gehalts wegen der Inanspruchnahme von Kinderkrankentagen, insbesondere im Februar bei einer normalen Anstellung ohne Tarifvertrag und monatlichem Gehalt ohne Sonderbezüge, Einmalzahlungen, Provision o.ä..


- gibt es unterschiedliche Berechnungsmethoden, wieviel der Arbeitgeber pro Kinderkrankentag abziehen darf, zwischen denen er wählen kann?
- darf der Arbeitgeber pro Monat eine andere Berechnungsmethode wählen oder muss er eine beibehalten, die er bei der ersten Berechnung zugrunde gelegt hat?
- kann er wie folgt berechnen:
Bruttogehalt / 30 x (Kalendertage des betroffenen Monats - Anzahl kinderkrankentage)? Beispiel für Februar bei Bruttogehalt von 3000€ und 5 kinderkrankentagen: 3000,- / 30 x (28-5)= 2.300,-€
- kann der Arbeitgeber, egal welchen Monat es betrifft, wie folgt nach der Dreißigstel-Methode berechnen? Also: 3000,- / 30 x 25 (30-5 in dem Beispielfall)?
- oder muss nach den jeweiligen Kalendertagen berechnet werden? Also 3000,-€ : 28 x 23?
- macht es einen Unterschied, ob ein Wochenende zwischen den Kinderkrankentagen liegt oder werden immer nur die Arbeitstage gezählt und abgezogen? Ansonsten wären ja alle benachteiltigt, deren Kind von Do. bis zur nächsten Woche Mittwoch krank wären im Gegensatz zur Krankheit ab Mo-Fr.
- kann auch nur nach Arbeitstagen berechnet werden? Also 3000,-€ : 20 (im Februar) x 15 (20-5)...?
- Macht es einen Unterschied, ob man Vollzeit oder Halbtags angestellt ist oder bleibt die Berechnungsmethode gleich?

Vielen Dank

5. Mai 2021 | 18:08

Antwort

von


(622)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

- gibt es unterschiedliche Berechnungsmethoden, wieviel der Arbeitgeber pro Kinderkrankentag abziehen darf, zwischen denen er wählen kann?

Nein, die Berechnung ergibt sich aus §§ 45, 47 SGB V.

- darf der Arbeitgeber pro Monat eine andere Berechnungsmethode wählen oder muss er eine beibehalten, die er bei der ersten Berechnung zugrunde gelegt hat?

Es muss immer dieselbige Berechnungsmethode durchgeführt werden. Da es sonst auch Probleme mit der Krankenkasse geben könnte, bzw. wenn er zu viel zahlt, der Anspruch bei der Krankenkasse sich verringern könnte.

- kann er wie folgt berechnen:
Bruttogehalt / 30 x (Kalendertage des betroffenen Monats - Anzahl kinderkrankentage)? Beispiel für Februar bei Bruttogehalt von 3000€ und 5 kinderkrankentagen: 3000,- / 30 x (28-5)= 2.300,-€

Das ist die korrekte Berechnungsmethode, daraus folgt auch, dass z.B. in Monaten mit 31 Tagen und einem Tag Kind krank, kein Abzug vorgenommen wird.

- kann der Arbeitgeber, egal welchen Monat es betrifft, wie folgt nach der Dreißigstel-Methode berechnen? Also: 3000,- / 30 x 25 (30-5 in dem Beispielfall)?
- oder muss nach den jeweiligen Kalendertagen berechnet werden? Also 3000,-€ : 28 x 23?
- macht es einen Unterschied, ob ein Wochenende zwischen den Kinderkrankentagen liegt oder werden immer nur die Arbeitstage gezählt und abgezogen? Ansonsten wären ja alle benachteiltigt, deren Kind von Do. bis zur nächsten Woche Mittwoch krank wären im Gegensatz zur Krankheit ab Mo-Fr.
- kann auch nur nach Arbeitstagen berechnet werden? Also 3000,-€ : 20 (im Februar) x 15 (20-5)...?

Wie oben dargelegt muss unter Beachtung der §§ 45, 47 SGB V nach der ersten genannten Variante der 30 Tage Methode gerechnet werden und unter Beachtung von Kalendertagen und nicht von Arbeitstagen. Eine hundertprozentige Gerechtigkeit wird man mit keiner Variante erzielen, entweder fühlt sich ein Arbeitnehmer benachteiligt, da er zu viel gekürzt bekommt oder der Arbeitgeber fühlt sich benachteiligt, da er mehr Tage bezahlen muss, obwohl der Arbeitnehmer nicht da war. Aus diesen Gründen ist eine stetig gleiche Abrechnung angezeigt, um eine annähernde Gleichbehandlung, zumindest im Durchschnitt zu erzielen.

- Macht es einen Unterschied, ob man Vollzeit oder Halbtags angestellt ist oder bleibt die Berechnungsmethode gleich?

Nein, das macht keinen Unterschied. Denn der Unterschied ist bereits im geringeren Gehalt und somit im geringeren Anspruch gegeben.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie gern nachfragen.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Datenschutz:
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Rückfrage vom Fragesteller 11. Mai 2021 | 13:24

Hallo Frau Sperling,
ich verstehe nicht, inwiefern sich die Berechnung aus § 45, 47 SGB V ergeben soll, dort steht nichts von einem Durchschnittswer, der angesetzt werden soll o.ä. und in § 45 wird nur eingeschränkt auf § 47 verwiesen.

Sie haben einige von den Fragen nur pauschal beantwortet. Wenn nur die Berechnung mit einem Durchschnittswert von 30 richtig ist, dürfen dann Arbeitgeber keine andere Berechnungsmethode wählen wie das Teilen durch die exakten jeweiligen Kalendertage oder darf der Arbeitgeber dies doch wählen?

Nach Ihrer Aussage hätte man also einfach Pech, wenn Kinder im Februar krank werden und das restliche Jahr über gesund sind?
Und man hätte auch Pech im Vergleich zu anderen Arbeitgebern, die nach exakten Kalendertagen berechnen?
Das kann doch nicht sein, das wäre ja eine himmelschreiende Ungleichbehandlung/Ungerechtigkeit...

Schöne Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17. Mai 2021 | 16:57

Sehr geerhter Fragesteller,

Ihre Nachfrage darf ich wie folgt beantworten:

Die 30 Tage Regelung ist grundsätzlich gesetzlich legitimiert und der Arbetigeber verhält sich rechtmäßgi, wenn er so abrechnet. Wenn andere Arbetigeber es evtl. anders machen, dann ergibt sich kein Anspruch für den Beschäftigten eines anderes Unternehmens auf diese andere Berechnung. Denn es gibt auch unterschiedliche Gehälter, Urlaubstage etc. Des Weiteren wäre dann für die andere Seite bzw. für Monate mit 31 Tagen, eine Ungerechtigkeit gegeben, wo der andere einen Vorteil hat.

ANTWORT VON

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