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Kindergeldanspruch Rückwirkend beantragen bei Geburt im Ausland nur Vater deutsch

02.07.2021 16:03 |
Preis: 48,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:59


Ich (deutscher Staatsbürger/Mutter ist philippina) habe eine deutsch philippinische Tochter (22 Monate alt) die ich Januar 2020 mit nach Deutschland bringen wollte. Da wir jedoch Covid-bedingt nach meiner Einreise in die Philippinen nicht wieder ausreisen konnten haben wir bis April 2021 gemeinsam in der von mir gemieteten Wohnung in den Philippinen gewohnt und ich habe aufgrund meiner Selbständigkeit von dort aus gearbeitet. Gemeldet und steuerpflichtig war ich dauerhaft in Deutschland.

Nach unserer gemeinsamen Ankunft im Mai 2021 habe ich dann auch im Mai 2021 Kindergeld beantragt. Als Antragsbeginn hatte ich allerdings 6 Monate rückwirkend angegeben. Bewilligt wurde aber nur ab Monat Mai 2021 als meine Tochter zum ersten Mal in Deutschland angemeldet wurde.

Nach einer Onlinesuche hatte ich gelesen das auch im Ausland geborene Kinder dessen Elternteil wohnhaft und steuerpflichtig in Deutschland sind und sich mit dem Elternteil im Ausland aufhalten dennoch Anspruch auf Kindergeld haben. (Zumindest 6 Monate rückwirkend), sofern sich der normale Aufenthaltsort des Elternteils sich in Deutschland befindet und man für das Kind Sorge trägt.

Könnten Sie mir eine Einschätzung geben ob man hier Erfolg auf eine rückwirkende Zahlung des Kindergelds haben würde und ob und wie man Widerspruch zu dem Kindergeldbescheid einlegen sollte und welche §en dafür sprechen würden.

Ich bedanke mich bereits im Voraus

Marco

02.07.2021 | 16:56

Antwort

von


(77)
Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Beratungsanfrage, wie folgt:

Ihr grundsätzlicher Anspruch auf Kindergeld ergibt sich aus der Tatsache, dass Sie deutscher Staatsbürger sind und in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind. Auch für den Zeitraum, in dem Sie im Ausland gelebt haben, bestand der Kindergeldanspruch.

§ 70 Abs. 1 EStG regelt dann die rückwirkende Zahlung für maximal sechs Monate, diesbezüglich ist aber ein separater Antrag zu stellen.

Sollte es zu einer Ablehnung kommen, können Sie Einspruch einlegen, Frist 1 Monat ab Bekanntgabe, § 355 AO.

Sie sollten daher in jedem Fall das Einspruchsverfahren wählen, sollte man Ihnen den rückwirkenden Anspruch nicht bewilligen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bei Bedarf fragen Sie gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Müller


Rückfrage vom Fragesteller 02.07.2021 | 17:13

Sehr geehrte Frau Müller,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

So hatte ich bei meinem Telefonat mit der Familienkasse auch argumentiert. Doch die sagten das der Anspruch erst dann gilt sobald das Kind in Deutschland das erste Mal angemeldet wurde. Ein Aufenthalt danach im Ausland wäre kein Problem nur eben nicht bei Erstantrag.

Hier heißt es dass das Kind sich bei Antragstellung in Deutschland aufhalten müsste und somit nicht im gemeinsamen Haushalt gelebt hat. Grundlage sei einzig und alleine die Anmeldung im gemeinsamen Haushalt.

Mit welcher Grundlage § legt man hier Einspruch ein?

Vielen Dank nochmal im Voraus und beste Grüße

Marco

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.07.2021 | 18:59

Guten Tag,

zu Ihrer Nachfrage nehmen ich gerne Stellung, wie folgt:

berufen Sie sich auf § 70 Abs. 1 Satz 2 EStG. Dort ist die rückwirkende Auszahlung des festgesetzten Kindergeldes geregelt.

Viel Erfolg, und freundliche Grüße,

Rechtsanwältin Müller

ANTWORT VON

(77)

Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
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