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Kindergeld/Unterhalt Mutter verstorben Vater im Ausland

| 02.01.2020 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


17:17

Hintergrund:
Ich bin männlich 22 Jahre und befinde mich derzeit im Studium.
Meine Eltern haben sich vor über 15 Jahren scheiden lassen.
Mein Vater (Engländer) lebt und arbeitet in England seine genaue Adresse ist jedoch unbekannt. Meine Mutter ist leider vor 2 Jahren verstorben und hat mir ihre Wohnung hinterlassen in der ich lebe. Aus diesem Grund beziehe ich nun Halbwaisenrente in Höhe von knapp 250€ aber leider weder Kindergeld noch Bafög.
Zusätzlich überweist mir mein Vater, zu dem sporadischer E-Mail Kontakt besteht 400€ alle 3 Monate. Finanzielle Unterstützung erhalte ich momentan von meinen Großeltern um mein Studium finanzieren zu können.

Meine Frage ist welche Ansprüche ich nun geltend machen kann? Gibt es eine Möglichkeit weiterhin Kindergeld oder Bafög zu beantragen bzw. meinen tatsächlichen Unterhaltsanspruch ausfindig zu machen? Leider habe ich nach eigener Recherche wohl laut Englischem Gesetzt nur bis zum 21 Lebensjahr Anspruch auf sogenannte "Child Benefits" und somit dort auch nicht auf Unterhalt oder Kindergeld. Des Weiteren verlangt ein Bafög Antrag einen Einkommensnachweis der Eltern den ich nicht besitze sowie die Verrechnung des eigenen Besitzes zudem meine Wohnung gehört.

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.

Vielen Dank im Voraus.

02.01.2020 | 16:23

Antwort

von


(2379)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie als unterhaltsberechtigtes Kind in Deutschland leben, ist deutsches recht anwendbar.

Und danach haben Sie einen Anspruch auf 860 Euro im Monat, den Sie gegen Ihren Vater auch in Deutschland geltend machen können.

Dazu müssen Sie allerdings seine genaue Adresse wissen.

Eigenes Einkommen wird angerechnet.

Bafög werden Sie dann nicht bekommen, wenn Sie die dafür notwendigen Antragsunterlagen nicht beibringen.

Das Kindergeld müste Ihnen aber zustehen. Dazu sollten Sie sich mit der Kindergeldkasse in Verbindung setzen und dort den Antrag stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 02.01.2020 | 16:52

Das Kindergeld Amt hat mir nach meinem Antrag mitgeteilt, dass kein Anspruch besteht, da mein Vater nie in Deutschland erwerbstätig und somit nicht Steuerpflichtig war.

Was muss ich tun um den Unterhalt einzufordern bzw. ist dieser vom Einkommen abhängig?
Habe ich etwas in der Hand um einen Einkommensnachweis anzufordern für ein mögliches Bafög, wenn mein Vater dieses nicht offenlegen möchte?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.01.2020 | 17:17

Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst müssen Sie die Adresse in Erfahrung bingen.

Dann kann auf Unterhalt beim Amtsgericht geklagt werden.

Gleiches gilt für den Einkommensnachweis:

Auch dort kann die Herausgabe der entsprechenden Bescheinigung eingeklagt werden. Aber auch da mus man den Aufenthaltsort des Vaters kennen.

Gehen Sie einmal zum Amtsgericht und beantragen Sie Beratungshilfe.

https://rabohledotcom.wordpress.com/2015/10/12/beratungshilfe/

Auch kann der ASTA Ihrer Universität Ihnen einen entsprechenden Schein für die Schutzgebühr ausstellen, sodass Sie dann damit kostenlos bei einem Rechtsanwalt das außergerichtliche Verfahren durchführen lassen können.

Für ein mögliches gerichtliches Verfahren kann dann Verfahrenskostenhilfe beantragt werden.

https://rabohledotcom.wordpress.com/2018/01/09/prozesskostenhilfe/


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Ergänzung vom Anwalt 03.01.2020 | 08:36

Sehr geehrte Ratsuchende,

ein Kollege ist der Auffassung, dass ich Sie auf die Möglichkeit aufmerksam machen sollte, Bafög-Vorausleistung gem. § 36 BAföG zu beantragen.

Voraussetzung wäre, dass die Ausbildung mangels Zahlung der Eltern gefährdet wäre, wobei aber alle Ihnen zufließenden Zahlungen (also ersparte Miete und Zahlung der Großeltern sowie Teilzahlung des Vaters) dabei zu berücksichtigen sind. Daher habe ich arge Bedenken, dasseine Gefährdung im Sinne der Vorschrift vorliegt.

Zumal gebe ich zu bedenken, dass das Amt dann möglicherweise übergeleitete Ansprüche gegen die Großeltern aus § 1607 BGB: Ersatzhaftung und gesetzlicher Forderungsübergang geltend machen könnte.

Daher würde ich doch eher dazu raten, gegen den Vater vorzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 03.01.2020 | 09:10

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