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Kindergeld und Krankenkasse. Zu viel verdient ?


| 21.06.2006 04:23 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Guten Morgen,

im Jahr 2005 habe ich studiert und hatte nebenher als selbständiger Einzelunternehmer Einkünfte aus Gewerbebetrieb in Höhe von 8257 Euro (Brutto-Gewinn). Meine Eltern haben für mich Kindergeld bezogen und ich war familienversichert bei der DAK.

Meine Fragen:
1. Werden meine Eltern das Kindergeld zurück zahlen müssen ? Soweit ich weiß beträgt der Freibetrag 7680 Euro... Ich habe dann noch was von einem zusätzlichen Werbungskostenpauschalfreibetrag in Höhe von 920 Euro gelesen, nehme aber an, dass dieser nur für Angestellte und nicht für Selbständige gilt. Gehe ich recht in der Annahme, dass wir 12 mal 154 Euro = 1848 Euro Kindergeld für 2005 zurück zahlen müssen (oder liege ich mit meinen Einnahmen noch unter einem Freibetrag) ?

2. Den Krankenkassenfreibetrag für die Familienversicherung habe ich wohl auf jeden Fall überschritten. Die Frage: In welcher Höhe muss ich Nachzahlungen leisten ? Da ich Student war hätte ich wohl die studentische Krankenversicherung in Anspruch genommen. Muss ich demnach für 2005 12 mal 55 Euro nachzahlen, oder zahle ich da ich selbständig war die vollen Krankenkassengebühren in Höhe von ca. 12 mal 253,58 Euro nach ? Oder wird die Krankenkasse die Familienversicherung für diesen Zeitraum einfach rückwirkend kündigen, sodass ich überhaupt nicht nachzahlen muss (ich war 2005 nie krank oder beim Arzt) ?

Danke im Voraus
Guten Morgen,

der Freibetrag für den Bezug des Kindergeldes beträgt, wie Sie richtig schreiben, 7.680,00 €. Ich zitiere Ihnen § 2 Abs. 2 des Bundeskindergeldgesetzes, dem Sie die maßgeblichen Regelungen bitte entnehmen.

Sie bzw. Ihre Eltern müssen das Kindergeld aber nur dann zurück zahlen, wenn Ihr Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit tatsächlich oberhalb dieses Betrages liegt. Nach Ihren Angaben beziehen sich die Einkünfte aus Gewerbebetrieb in Höhe von 8.257,00 € allein auf den Bruttogewinn. Maßgeblich ist allerdings der reine Nettogewinn, d. h. von dem von Ihnen ermittelten Gewinn müssen noch Steuern und sonstige Ausgaben abgezogen werden. Nur dann, wenn Sie nach Abzug sämtlicher Ausgaben einen reinen Gewinn von mehr als besagter 7.680,00 € haben, muss das Kindergeld zurückgezahlt werden.

Hinsichtlich der Krankenversicherung werden Sie den Freibetrag von monatlich 345,00 € sicherlich überschritten haben. Dies hat allerdings, sofern Sie keinerlei Leistungen der Krankenversicherung im Jahre 2005 in Anspruch genommen haben, keinerlei Auswirkungen. Liegen die Voraussetzungen für eine Familienversicherung nicht vor, hat dies lediglich zur Folge, dass die Krankenversicherung leistungsfrei ist. Eine Rückzahlung der ohnehin ja nur fiktiv zu ermittelnden Beitragsanteile erfolgt demgegenüber nicht.

Sie sollten lediglich sehen, dass Sie für die Zukunft die Krankenversicherungssituation klären. Dies dürfte dann über die studentische Krankenversicherung sicherlich möglich sein.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiter geholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht

Esenser Str. 19
26603 Aurich

Tel. 04941-605347
Fax 04941-605348
email: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2006 | 17:54

Hallo Herr Weiß,

vielen Dank für die Auskunft. Ich nehme an, dass ich anhand meines Einkommenssteuerbescheides berechnen muss, ob ich unter den 7680,00 Euro liege und den Werbungskostenpauschbetrag von 920 Euro als Selbständiger nicht abziehen darf. Stimmt das ?

Danke und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.06.2006 | 09:21

Guten Morgen,

einen Pauschbetrag sieht das Gesetz nur bei Arbeitnehmern vor. Sie können als Selbständiger selbstverständlich sämtliche Betriebsausgaben, wie sie sich aus der Buchhaltung ergeben, in Ansatz bringen. Maßgeblich ist der Betrag, der unter dem Strich dann überbleibt.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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