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Kindergeld und Kindesunterhalt Einkommen beim Betreuungsunterhalt?

| 06.03.2017 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:35
Ich bin alleinerziehende Mutter eines 5 Monate alten Babys. Ich erhalte 850 Euro Elterngeld, 190 Euro Kindergeld und 298 Euro Kindesunterhalt. Mein letztes Einkommen waren ca 1650 Euro (wird das letzte Einkommen vor dem Erhalt des Mutterschaftsgeldes herangezogen oder wird aus mehreren Monatsgehältern ein Durchschnitt gebildet? Würde es 1 Jahr zurückgehen, wäre dies negativ, da ich dann noch in Ausbildung war und viel weniger verdient habe)
Wie wird der Betreuungsunterhalt berechnet, bzw. wie wird mein aktuelles Einkommen errechnet, Summe aus 850 plus 190 plus 298?
Nach dem 1. Lebensjahr erhalte ich kein Elterngeld mehr. Wie sieht es dann aus?
Vielen Dank!
06.03.2017 | 23:21

Antwort

von


(480)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Tel: 0170/4669331
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Kindergeld und Kindesunterhalt werden nicht zu Ihren Einkünften gerechnet, das Elterngeld wird nur in Höhe von 550 € berücksichtigt, 300 € bleiben anrechnungsfrei.

Ihr derzeitiges Einkommen beträgt also 550 €/Monat.

Als Betreuungsunterhalt gem. § 1615l BGB ist der Betrag zu leisten, den die Unterhaltsberechtigte ohne die Geburt und Kinderbetreuung als Einkommen erzielt hätte (abzgl. derzeitiger Einnahmen). Daher ist maßgeblich Ihr zuletzt erzieltes Einkommen. Wenn sich das Einkommen im Lauf der Zeit gesteigert hätte, erhöht sich insoweit auch der Unterhaltsanspruch (vgl. Bundesgerichtshof, Beschluß vom 10.06.2015, Az.: XII ZB 251/14).

Wenn Sie zuletzt 1.650 € netto verdient haben, beträgt Ihr derzeitiger Unterhaltsanspruch also ca. (1.650 € - 550 € =) 1.100 €/Monat.

Wenn Sie kein Elterngeld mehr erhalten, haben Sie einen Unterhaltsanspruch von 1.650 €/Monat.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 13.03.2017 | 19:19

Sehr geehrter Herr Vasel,
vielen Dank für Ihre Antwort, die ich dem Kindsvater geschickt habe. Er versteht sie anscheinend nicht und hat mir folgendes geantwortet:

Deine Berechnung bzw die Berechnung des Anwalts im Rahmen der Pauschalantwort ist leider fern jeglicher Realität. Realistisch wäre, gemessen an deine Angaben die mir bisher vorliegen ein Betrag im Bereich von maximal ca. € 200 - 300. Da sich deine Vorstellungen hiervon offensichtlich massiv unterscheiden werden wir das wohl von juristischem Fachpersonal klären lassen müssen.
Im übrigen darf ich dich zum wiederholten Mal darauf hinweisen, dass mir zur Bestimmung des Mutterunterhalts deine Einkommensnachweise der 12 Monate vor der Geburt zustehen. Ich fordere dich hiermit nochmals auf mir deine Einkommensnachweise von September 2015 - September 2016 zukommen zu lassen. Auch fordere ich dich auf Wohngeld zu beantragen und mir den Bescheid bzw. die Ablehnung zukommen zu lassen.

Können Sie darauf antworten und mir empfehlen, wie ich hier weiter vorgehen soll? Vielen Dank und freundliche Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.03.2017 | 20:35

Sehr geehrte Fragestellerin,

tatsächlich kann der Kindesvater Auskunft über den Verdienst der letzten 12 Monate vor der Geburt beanspruchen. Auch obliegt es Ihnen grundsätzlich, Wohngeld zu beantragen.

Wie der Kindesvater auf einen geschuldeten Betrag von lediglich 200 € bis 300 € pro Monat kommt, erschließt sich mir allerdings in keiner Weise.

Sie sollten so bald wie möglich eine Anwältin bzw. einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihres Unterhaltsanspruchs beauftragen. Gern stehe ich insofern zur Verfügung. Für die Kosten werden Sie angesichts Ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse Beratungs- bzw. Verfahrenskostenhilfe erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.03.2017 | 19:45

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"Herr Vasel ist auf alle meine Fragen sowie die Nachfrage ausführlich eingegangen. Ich würde mich immer wieder an ihn wenden."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.03.2017
5/5,0

Herr Vasel ist auf alle meine Fragen sowie die Nachfrage ausführlich eingegangen. Ich würde mich immer wieder an ihn wenden.


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