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Kindergeld trotz Kind ?


04.09.2006 21:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Hallo liebe Anwälte,

vielen Dank schonmal im Vorraus für die Beantwortung meiner Fragen, ich hoffe nicht zuviel unverständlichen Text niedergeschrieben zu haben.


Hier die Grundsituation, hoffentlich vollständig und verständlich:
Klaus 27, Er arbeitet voll, verdient gut ueber 45k€ pro Jahr, lebt in München. Klara 23, Sie, ohne Ausbildung, lebt bei Ihm, ist offiziell aber in Paderborn bei der Mutter gemeldet, in der Uni-Bielefeld immatrikuliert um weiterhin bei der Mutter versichert zu sein und um Kindergeld zu bekommen. Klara wollte dieses Jahr eine Ausbildung beginnen, doch wie das Schicksal so spielt, kommt im November ein Baby dazu.

Derzeit bekommt Klaras Mutter Kindergeld welches Klara dann zur Verfügung steht. Ausserdem bezieht Klara Unterhalt vom Vater.

(Um es Komplett zu machen: Klara wurde im Oktober 05 exmatrikuliert - sie war zu diesem Zeitpunkt schon bei Klaus eingezogen, hatte das Studium gegen ein Praktikum mit der Aussicht auf eine Ausbildung 06 getauscht. Nach einem Gespräch von Klaras Mutter mit der Familienversicherung wurde Klara zum 15.02.06 aus der Versicherung entlassen und hatte sich dann einen Monat freiwillig versichert bis die erneute Immatrikulation
sie wieder dazu berechtigte über die Mutter versichert zu sein.)

Nun unsere Frage/n:

1. Ist diese Konstellation so überhaupt zulässig ? Ist Klaras Mutter weiterhin berechtigt Kindergeld zu beziehen ? Ist es üblich weiterhin Kindergeld zu beziehen ?

2. Wenn im November Klaras Kind geboren wird, wer beantragt das Kindergeld fuer das Kind ?

3. Bekommt Klara weiterhin Kindergeld - sie will ja endlich 2007 eine Ausbildung anfangen?

4. Können Klara und das Kind weiterhin bei der Mutter familienversichert bleiben?

5. Das Kind wird in München geboren, soll Klaus Nachnamen tragen - Klara ist aber in Paderborn gemeldet, wie verhält sich dies ?


Vielen herzlichen Dank,

Klaus und Klara :-)






05.09.2006 | 06:33

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragesteller,
unter Berücksichtigung der von Ihnen erteilten Informationen und ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1. Für ein über 18 Jahre altes Kind kann bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres Kindergeld weiter gezahlt werden, solange es sich in einer Berufsausbildung befindet.Wird die Ausbildung wegen der Mutterschaft nur vorübergehend unterbrochen, wird das Kindergeld grundsätzlich weitergezahlt, nicht jedoch während des Bezuges von Erziehungsgeld bzw. während der Elternzeit.Klaras Mutter ist auch weiterhin berechtigt, Kindergeld zu beziehen.

2. Für ein und dasselbe Kind kann immer nur eine Person Kindergeld erhalten. Es wird dem Elternteil gezahlt, der das Kind in seinen Haushalt aufgenommen hat.Theoretisch kann somit auch Klaus Kindergeld beantragen, es ist aber auch eine Beantragung durch Klara möglich.

3. siehe 1., der Kindergeldanspruch entfällt nur dann, wenn Klara
Einkünfte und Bezüge, mit denen es seinen Unterhalt oder seine
Berufsausbildung bestreiten kann, von mehr als 7.680 € im Kalenderjahr hat (bspw. Ausbildungsvergütung).

4. Grundsätzlich gilt die Familienversicherung für Klara nur bis zum 25. Lebensjahr. Eine Familienversicherung über Klaras Mutter für das KInd ist möglich, allerdings nur dann, wenn das KInd überwiegend von Klaras Mutter unterhalten wird (§ 10 IV SGB V). Nachdem Klaus aber offenbar gut verdienender Angestellter ist und die Jahrsarbeitsentgeltgrenze von derzeit 42.750,00 EUR überschreitet (zumindest nach Ihren Angaben), wird das Kind nicht in die Familienversicherung aufgenommen werden, so dass Klaus es bei sich mitversichern muß.

5. § 1617 BGB, es kann entweder der Name der Mutter oder der Name des Vaters gewählt werden, auf den Wohnsitz kommt es hierbei nicht an.

Ich hoffe, Ihnen hiermit eine erste Orientierung gegeben zu haben und stehe im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Trögl
Rechtsanwalt


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