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Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz


| 08.01.2006 16:24 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute ein Schreiben von der Familienkasse bekommen, dass ich Kindergeld zurückbezahlen soll von 2003 und 2004.

Folgende Situation: Ich bin Jahrgang 1981 und studiere seit Juli 2002 auf einer Universität in Baden Württemberg und habe davor 2001 Abitur gemacht und danach 9 Monate Wehrdienst.

Im April 2003 ist mein Vater verstorben und ich habe dadurch geerbt und für 2003 folgende Steuererklärung abgegeben:

Einkünfte aus Kapitalvermögen: 8668 - 51 Werbungskosten - 1550 Sparerfreibetrag = 7067

Einkünfte aus Leibrenten 222-102 Werbungskoten = 120

Einkünfte aus Gewerbebetrieb: 163

Gesamtbetrag der Einkünfte: 7350

Davon gehen noch Versicherungsbeiträge, Steuerberatungskosten und Zuwendungen nach $10b EStG weg, so dass das zu versteuernde Einkommen 5159 beträgt.

Ähnlich sieht es auch für 2004 aus, außer das 2004 auch noch meine Mutter verstorben ist, so dass ich Vollwaise bin.

Nun meine Frage(n):

Welches Einkommen ist maßgebend für das Kindergeld?

Kann ich da ich in Ort A meinen Hauptwohnsitz habe, die Miete (360 EUR warm / Monat) die ich an Ort B (meinem Studienort) zahlen muss auch abziehen von den Einkünften um so nicht über die 7188 bzw 7680 EUR die massgeblich für das Kindergeld sind zu kommen?

Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bescheid?

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

ob ein Anspruch auf Kindergeld besteht, hängt leider nicht von der Höhe des zu versteuernden Einkommens ab, sondern nach §§ 62f., 32 Abs. 2 EStG von den "Einkünften und Bezügen, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind". Es werden also weder Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen, Kinderfreibeträge oder sonstige vom Einkommen für die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens abzuziehenden Beträge abgezogen. Für 2003 lag der Freibetrag bei 7.188,-- Euro, für 2004 bei 7.680 Euro.
Sobald Sie mit Ihren zu berücksichtigenden Einkünften und Bezügen, den Freibetrag überschreiten, entfällt ein Anspruch auf Kindergeld.

Fahrtkosten oder Kosten für eine doppelte Haushaltsführung können Sie leider auch nicht als Werbungskosten abziehen, da es sich bei Ihrem Studium offensichtlich um ein Erststudium und damit noch um Berufsausbildung handelt.

Leider kann ich Ihnen keine positivere Antwort geben. Gerne beantworte Ihnen eine Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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