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Kindergeld (Unterhalt) bei Studium und Auszug in eigene Wohnung

31.10.2006 07:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Meine 21 jährige Tochter, die bis jetzt bei Ihrer Mutter gewohnt hat, bezieht zum 1.11 Ihre erste eigene Wohnung. Sie befindet sich zur Zeit im Studium und bekommt Bafög. Bis jetzt zahlte ich den Unterhalt für meine beiden Kinder an die Mutter. Das Kindergeld ging direkt an die Mutter. Die Mutter bekommt von mir keinen Unterhalt.
Folgende Fragen entstehen für mich daraus.
Bekommt Sie oder Ihrer Mutter weiterhin Kindergeld oder muß dies an einer Stelle neu beantragt oder verlängert werden?

Erhöht sich durch den Auszug der Betrag für den Unterhalt der Tochter. (Ich bin mit meiner Ex soweit einig, das ich den Unterhalt anteilig direkt an meine Tochter überweise)

Wer muß für den eventuell entstehenden Mehrbedarf aufkommen?



Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehmen möchte:

Lebt das Kind nicht mehr im Haushalt des Elternteils, an welchen das Kindergeld bislang ausgezahlt wurde, erhält der jenige Elternteil das Kindergeld, der dem Kind laufend den höheren Barunterhalt zahlt, wobei andere Unterhaltsleistungen außer Betracht bleiben. Nachdem Sie mitteilen, dass Sie für den Unterhalt Ihrer Kinder aufkommen, steht Ihnen das Kindergeld zu.

Weiterhin sind Sie nach dem Auszug Ihrer Tochter aus der mütterlichen Wohnung nach § 68 Abs. 1 EStG verpflichtet, dies der zuständigen Familienkasse unverzüglich mitzuteilen. In dieser Veränderungsmitteilung - der entsprechende Vordruck befindet sich auf der Seite http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A09-Kindergeld/A092-sozialrechtliche-Leistungen/Publikation/pdf/Veraenderungsmitteilung-KG45-.pdf.pdf - können Sie darum bitten, das Kindergeld künftig auf Ihr Konto zu überweisen. Aufgrund der weiterhin andauernden Ausbildung Ihrer Tochter entfällt der Kindergeldanspruch nicht, so dass kein neuer Antrag erforderlich ist, vielmehr sind die Veränderungsmitteilung sowie der jährliche Nachweis über die Fortdauer des Studiums durch Übersendung der Immatrikulationsbescheinigung ausreichend.

Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt nach der geltenden Düsseldorfer Tabelle in der Regel monatlich EUR 640,-. Bis zur 12. Einkommensgruppe übersteigt dieser Unterhaltsanspruch die Sätze der 4. Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle. Mit Eintritt der Volljährigkeit des Kindes sind beide Elternteile bei entsprechender Leistungsfähigkeit unterhaltsspflichtig. Für den Mehrbedarf muss daher auch die Kindesmutter anteilig aufkommen, falls sie ein eigenes Einkommen bezieht und und ihr Selbstbehalt nicht tangiert wird.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

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