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Kindergeld Höhe des Einkommens und Werbungskosten


28.02.2007 09:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Mein Sohn (20 Jahre ) hatte 2006 einen Bruttoarbeitslohn laut elektronischer Lohnsteuerbescheinigung von 11.429,39 Euro. In Zeile 20 dieser Bescheinigung wurden 288.-- Euro steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit eingetragen.
Nach Aussage der Familienkasse zählt dieser Betrag zum Einkommen.
Ist das richtig ?
Diese Summe wurde vom Arbeitgeber für 12 Tage Aufenthalt in der Slowakei ( bei der gleichen Firma / Zweigwerk ) während der Ausbildung für zusätzliche Aufwendungen gezahlt.
Können dann diese Kosten als Werbungskosten wie folgt abgesetzt werden? 12 Tage Verpflegungsmehraufwendungen bei einer Abwesenheit von 24 Stunden X 24,-- Euro = 288,-- Euro.Dann würde sich das gegenseitig aufheben.
Kann auch ein Englischlehrbuch (22,--)und ein Englischkurs(45;--)abgesetzt werden, wenn Englisch ein Prüfungsfach bei der Gesellenprüfung zum Mechatroniker ist?
Noch eine letzte Frage: Kann pauschal die Reinigung der Arbeitskleidung ( Blaumann )abgesetzt werden ?

Vielen Dank im voraus

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Fragen beantworte ich auch wenn diese eher dem Steuerrecht als dem Familienrecht unterliegen wie folgt:

zu 1)
Die Familienkasse hat recht. Verpflegungszuschüsse gelten als Einkommen.

zu 2)
Verpflegungsmehraufwendungen bei Auswärtstigkeit sollte Sie bei der Steuererklärung angeben, damit diese berücksichtigt werden können, sonst würden sich die steuerfreien Leistungen durch den Arbeitgeber nicht ausgleichen, sondern müssten versteuert werden.

zu 3)
Das Englischlehrbuch wäre als Arbeitsmittel abzusetzen, der Englischkurs ggf. als Fortbildungsmaßnahme dann könnten auch zusätzlich zu den Kurskosten auch Fahrtkosten zum Kursort abgesetzt werden.

zu 4)
Das Finanzamt erkennt die Schätzkosten der vzbv - Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. an. Bei diesen Schätzkosten wird der Wasserverbrauch, Waschmittel- und Stromkosten sowie die Reparatur und Abschreibung der Waschmaschine zugrundegelegt. Unterschieden wird auch zwischen einem Ein - und Mehrpersonenhaushalt. Letzteres ist um so wichtiger, weil bei einem größeren Haushalt von geringeren Werten ausgegangen wird. Nach der letzten mir bekannten Erhebung der Verbraucherzentrale können z.B. pro Kilogramm Buntwäsche bei einem Einpersonenhaushalt für das Waschen 0,76 € und für einen Vierpersonenhaushalt lediglich 0,35 € berücksichtigt werden. So entschied das Finanzgericht Münster (Az: 1K 4636/00) in seinem Urteil vom 27.08.2002, dass ein Triebfahrzeugführer zwar häusliche Reinigungskosten absetzen könne, jedoch nicht die begehrten 531,89 DM, sondern lediglich 215,80 DM. Der Berechnung zugrundegelegt wurden die Werte für einen Dreipersonenhaushalt. Die Berechnungen des Steuerpflichtigen basierten jedoch auf den Angaben eines Zweipersonenhaushaltes. Zwar bestand der Haushalt nur aus zwei Personen, da jedoch 172 kg Berufswäsche angegeben wurde, musste von einer Waschmenge wie bei einem Dreipersonenhaushalt ausgegangen werden.
Die Schätzwerte der Verbraucherverbände können Sie ggf. vor Ort erfragen.

Ich hoffe Ihnen insoweit weitergeholfen zu haben und verbleiebe

mit freundlichen Grüssen

Philipp Kampe
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2007 | 10:01

Nachfrage zu Punkt 2) Verpflegungsmehraufwendungen
Die Verpflegungsmehraufwendungen habe ich bereits bei der Steuererklärung angegeben.
Meine Frage bezog sich auf den Kindergeldantrag. Hier möchte ich die Werbungskosten erhöhen, um die Einkommensgrenze von 7680,-- Euro nicht zu überschreiten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.03.2007 | 11:52

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Nachfrage,

Sie können etwaige entstehende Verpflegungsmehraufwand als Werbungskosten einkommensreduzierend geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Kampe
Rechtsanwalt

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