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Kindergeld-Auszahlungsanspruch

30.01.2019 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich bin geschieden und habe 3Kinder aus dieser Ehe. Nun wieder verheiratet, das jüngste Kind von 14Jahren lebt bei mir und meinem zweiten Mann. Ich beziehe für dieses Kind das Kindergeld.
Die beiden anderen lebten bei ihrem Vater, er erhält Kindergeld für die beiden. Inzwischen sind sie volljährig und ausgezogen bei ihm, leben in eigener Wohnung in Ausbildung unter 25,das Kindergeld erhält weiter er und sollte es an sie weiter geben, (da er auch keinen Unterhalt sonst zahlt.) Dies tut er nur unvollständig,behält einen Teil für sich. Die Kinder wollen nichts unternehmen, obwohl sie das Geld dringend selber bräuchten.
Von mir erhalten sie jeden Monat eine kleine Summe überwiesen (es gibt keinen Titel o. Ähnliches, freiwillig, da ich selber nicht so viel verdiene und noch ein Kind im Haus habe, für das ich keinen Unterhalt bekomme...)
Die Frage:Kann ich das Kindergeld beantragen, da ich den größeren Barunterhalt zahle, so habe ich die Chance, es regelmäßig und pünktlich an sie weiterzugeben?
Ich habe die Kindergeldkasse schon öfter(bisher per Mail) angeschrieben und den Fall geschildert, doch sie antwortet bisher nicht.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Für ein Kind kann immer nur ein Elternteil Kindergeld erhalten. Dies ist grundsätzlich das Elternteil, bei welchem das Kind lebt. Wenn das Kind, wie in Ihrem Fall, einen eigenen Haushalt hat, so erhält das Elternteil das Kindergeld, welchem dem Kind laufend den höheren Barunterhalt bezahlt, § 3 I Bundeskindergeldgesetz (BKGG).

Entsprechend Ihrer Angaben sind Sie daher tatsächlich kindergeldberechtigt. Ich würde Ihnen empfehlen schnellst möglich eine entsprechende Veränderungsmitteilung sowie einen schriftlichen Antrag auf Kindergeld bei der zuständigen Familienkasse einzureichen. Dies ist grundsätzlich auch rückwirkend ab dem Zeitpunkt, in dem die von Ihnen beschriebenen Verhältnisse (Auszug der Kinder beim Vater) eingetreten sind, möglich. Ihr Ex-Mann wäre nämlich verpflichtet gewesen, der Familienkasse den Auszug der Kinder mitzuteilen. Beachten Sie jedoch, dass Kindergeld rückwirkend maximal für die letzten sechs Monate vor dem Eingang des Antrags bei der Familienkasse nachgezahlt wird.

Fügen Sie dem Antrag soweit wie möglich entsprechende Nachweise bei (Ummeldung der Kinder, Kontoauszüge Unterhaltszahlungen, etc.) um eventuelle Rückfragen zu vermeiden. Bei den Anträgen ist die Versendung per Einschreiben ratsam um den Zugang nachweisen zu können.

Die entsprechenden Formular sind online abrufbar.

Sollten Sie im öffentlichen Dienst tätig sein, wenden Sie sich an Ihren Dienstherrn.

Alternativ hierzu besteht die Möglichkeit, dass Ihre Kinder einen Abzweigungsantrag bei der Familienkasse stellen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Kindergeldberechtigte keinen oder nicht ausreichenden Unterhalt leisten. Ein Abzweigungsantrag hat zur Folge, dass sich zwar der Anspruchsberechtigte des Kindergeldes nicht ändert, die Zahlungen jedoch direkt an das Kind/die Kinder erfolgen. Einen entsprechenden Antrag erhalten Ihre Kinder ebenfalls bei der zuständigen Familienkasse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Julia Liebicher
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 01.02.2019 | 11:49

Dankeschön.
Langt es auch, die Einverständniserklärung, die ich ja mal gegeben habe vor einigen Jahren, dass das Kindergeld an ihn ausgezahlt wird zu widerrufen und Auszahlung an mich zu beantragen statt nochmal neu zu beantragen? Kontoauszüge, dass ich monatlich überweise, lege ich bei.
MFG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.02.2019 | 12:37

Wenn Sie selbst noch nie das Kindergeld beantragt hatten, wird ein reiner Antrag auf Auszahlung nicht ausreichen. Dabei würde es sich um den von mir erwähnten Abzweigungsantrag handeln, dieser kann jedoch nur vom Kind selbst gestellt werden.

Die Einverständniserklärung sollten Sie aber auf jeden Fall widerrufen.

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