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Kindergarten-Hausverbot + Osterfeiertage ?


17.03.2006 09:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bemühe mich, eine ewig lange tragische Kindesgeschichte abzukürzen.
Meine Tochter ist 3,5 Jahre alt, wir sind unverheiratet und haben gemeinsames Sorgerecht, welche Mutter schon seit 2 Jahren gerichtlich anfechtet.
Da das Abholen im Kindergarten gerichtlich nicht geregelt ist, hab ich meine Tochter dort am Umgangstag 2 x ab´geholt, beim 3. Mal erschien die Mutter und machte eine Riesentheater. Die Kiga-Leiterin ist mit der Mutter + Oma per Du + war ehemalige Ausbilderin der Mutter. Meine Tochter musste fürchterlich weinen, da die Mutter schrie etc.
Träger: kath. Kirche. Der Pfarrer ( ebenfalls Freund der Familie ) sprach mir anscheinend ein Hausverbot im Kiga aus, was mir lediglich mündlich über die Anwältin der Mutter mitgeteilt wurde. Auch die Leiterin sagte mir das.
D.h. darf mein Kind nicht einmal von mir im Kiga abgeholt werden ? Sie fragt mich jedes Mal, wann ich sie denn wieder einmal abhole ! Was kann ich dagegen tun ? Einspruch erheben ? Ich hab nicht mal was Schriftliches. Demnächst ist Kindergartenfest. Darf ich da hin ? Letzte Woche hab ich mich freiwillig zu einem Arbeitseinsatz im Gemeindezentrum gemeldet, Kuchenspende, Tische aufbauen etc. . Wurde mir durch die Leiterin verboten !
Geht so was ?
Letzte Frage: Ostern + Weihnachten war immer so, dass unser Kind mind. 1 Tag mich besuchen durfte. Beim letzten Gerichtstermin sagte die Mutter einfach, an Ostern sind sie im Urlaub, da geht´s einfach nicht !
Wie wird das geregelt ?
Wie sieht es mit Ferien aus ? Mein Kind und ich hatten noch keinen einzigen Urlaubstag zusammen, da die Mutter das Ganze völlig blockiert und nicht dazu bereit ist.
Meine Eltern als Oma + Opa darf die Kleine auch nicht besuchen.( außer mit mir.... )
Kann ich da einen Antrag bei Gericht stellen und wie ?
Mein Anwalt ist ne absolute Null, der nur noch auf seine rente nä. Jahr wartet. Muss ich wohl wechseln, da völliges Desinteresse.
Mutter blockiert übrigens seit 2 Jahren komplette Kommunikation, d.h. die Tochter darf mich auch nicht anrufen etc...
DANKE für Ihre Hilfe !

mfG

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Sehr geehrter Ratsuchender,


der von Ihnen geschilderte Sachverhalt zeigt in aller Deutlichkeit, dass manchmal der elterliche "Rosenkrieg" dem Kindeswohl vorangestellt wird.

Hier müssen Sie nun schnell handeln, um eine drohende Entfremdung zu vermeiden.


Bezüglich des Kindergartens ist es so, dass das Verbot (leider) Bestand hat und Sie sich daran halten müssen, wollen Sie nicht noch eine strafrechtliche Sanktion riskieren.


Anders sieht es mit dem Umgangsrecht aus.

Offenbar ist es nicht möglich, z.B. mit Hilfe des Jugendamtes eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen, wobei IMMER das KINDESWOHL im Vordergrund zu stehen hat.

Daher bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als beim zuständigen Familiengericht einen Antrag bezüglich des Umgangsrechtes zu stellen, in dem dann auch die Zeiten genau festgelegt werden, wann Sie den ungestörten Kindesumgang haben. Dieses umfasst dann auch die Ferienzeit, da Sie -sofern wieder das Kindeswohl dem nicht entgegensteht- natürlich ein Anrecht darauf haben, mit Ihrer Tochter einen Urlaub zu verbringen.

GGfs. ist hier sogar ein Eiltantrag geboten, um die Entfremdung zu vermeiden.

Der genaue Wortlaut kann in diesem Forum so nicht vorformuliert werden, so dass Sie sofort einen Anwalt aufsuchen und diesen beauftragen sollten.

Nachdem der bisher beauftragte Kollege offenbar nicht Ihren Vorstellungen entspricht, sollten Sie SOFORT den Anwalt wechseln.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 17.03.2006 | 10:38

Gibt es keine definitiv vorgeschlagene Ferienregelung ?
Und wie sieht es mit Feiertagen aus ?
Kann die Mutter einfach sagen: Da sind wir nicht da !
?
Wie sieht es mit Ausfalltagen aus ? Gibt es da einen Ersatztermin. Die Mutter hat diese Jahr von 5 Papa-WE schon 2 ausfallen alssen wegen angeblicher Krankheit des Kindes . Geht das ?

DANKE !

Nachfrage vom Fragesteller 17.03.2006 | 10:38

Gibt es keine definitiv vorgeschlagene Ferienregelung ?
Und wie sieht es mit Feiertagen aus ?
Kann die Mutter einfach sagen: Da sind wir nicht da !
?
Wie sieht es mit Ausfalltagen aus ? Gibt es da einen Ersatztermin. Die Mutter hat diese Jahr von 5 Papa-WE schon 2 ausfallen alssen wegen angeblicher Krankheit des Kindes . Geht das ?

DANKE !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.03.2006 | 11:03

Sehr geehrter Ratsuchender,


eine gestzliche Ferienregelung gibt es so nicht, da diese immer individuell am Kindeswohl orientiert wird. Der Grundsatz ist aber der, dass die Ferien in der Regel geteilt werden, das Kind also eine Hälfte der Ferien bei dem Vater, die andere Hälfte bei der Mutter verbringt.

Nur einfach zu sagen, "wir sind nicht da" geht natürlich nicht, zumal ich Ihren Schilderungen entnehme, dass damit allein der "Rosenkrieg" zwischen den Eltern betrieben werden soll.

Sie werden hier also um eine genaue gerichtliche Regelung, in der dann die Zeiten auch genau festgelegt werden, nicht herumkommen.


Dieses gilt auch für die Ausfalltage. Das FamG in Oldenburg regelt es derzeit so, dass die BEGRÜNDETEN Ausfalltage (z.B. Krankheit, Veranstaltungen, etc.) dann einfach um ein Wochenende verschoben werden, wobei hier der Mutter dann auch mit empfindlichen Zawangsgeldern die Einhaltung der Besuche "nahegelegt" werden.

Sicherlich könnten Sie sogar mit einen Gerichtsvollziehrer und Polizeiensatz das Kind abholen lassen (wenn die gerichtliche Regelung vorliegt, die vollstreckbar wäre). Dabei sollten Sie aber bedenken, welche Folgen dann dieser zwar rechtlich zulässige Wege auf das Kindeswohl hat, so dass ich aus tatsächlichen Gründen davon nur dringend abraten kann - dort muss man wieder mit Zwangsgeld arbeiten.


NOCHMALS: Suchen Sie sofort einen Kollegen vor Ort (die Entfernung ist leider zu groß, sonst könnten wir das selbstverständlich auch machen) auf und lassen Sie die aufgezeigten Schritte einleiten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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