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Kinderbetreuungskosten wie aufteilen?


05.09.2010 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich habe 2 Kinder im Alter von 12 Jahren. Für diese sind im Jahre 2009 insgesamt 7100 EUR Kinderbetreuungskosten angefallen. Beide Elternteile sind voll berufstätig.

Im Jahr 2008 hat mir hier das Finanzamt Probleme gemacht und nur 50 % als Kinderbetreuungskosten und 50% als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt.

Wie teile ich die Kosten sinnvoll auf, dass mir der größt mögliche Steuervorteil entsteht und ich dies gut vor dem Finanzamt entsprechend durchsetzen kann. Bitte falls möglich mir Angabe der Rechtsquelle.

Die Betreuerin macht absolut keine Hausarbeiten, da viele Arzt und Krankenhausbesuche anstehen.

Eines der Kinder hat einen Geburtsfehler und ist zu 80% Schwerbehindert, was eine intensive Betreuung bedeutet.

Kann ich bei diesem Kind auch Betreuungskosten nach dem 14. Lebensjahr gelten machen.

Danke für Ihre freundliche Antwort.
Sehr geehrte(r) Fragesteller (in),

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Kinderbetreuungskosten können unabhängig davon, ob sie durch den Besuch des Kindes in einer Kindertagesstätte, bei einer Tagesmutter oder durch die Betreuung durch eine Tagesmutter im elterlichen Haushalt entstehen, steuerlich berücksichtigt werden. Allerdings können Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung ihrer zum Haushalt gehörenden Kinder, nur bis zu zwei Drittel, höchstens bis 4.000 Euro pro Kind, bei der Ermittlung der Einkünfte als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben abgezogen werden vgl. §§ 4 f und 9 Abs. 5 Satz 1 EStG. Voraussetzung ist, dass die Aufwendungen für die Betreuung durch Vorlage einer Rechnung und bei Geldleistung zusätzlich durch einen Überweisungsbeleg nachgewiesen werden.

Aufwendungen der Kinderbetreuung werden jedoch vorrangig wie Betriebskosten bzw. Werbungskosten behandelt.

Einen höheren Betrag als „zwei Drittel" der Kosten können von Ihnen leider als Kinderbetreuungskosten nicht in Anrechnung gebracht werden, der der Staat pauschal unterstellt, dass ein Drittel der Kosten stets privat veranlasst ist.

Darüber hinausgehende Kosten können als haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a EStG in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens aber in Höhe von 4000 Euro jährlich, von der Einkommensteuer abgezogen werden.

Kann ich bei diesem Kind auch Betreuungskosten nach dem 14. Lebensjahr gelten machen?

Ja, Sie können auch nach Vollendung des 14. Lebensjahres Kinderbetreuungskosten für ihr Kind geltend machen, da die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sofern noch Rückfragen bestehen, können Sie diese im Wege der kostenlosen Nachfragemöglichkeit stellen. Bitte benutzen Sie auch die Bewertungsmöglichkeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Eileen Minner
Rechtsanwältin

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