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Kinder nennen mich mit Vornamen


05.07.2005 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
ich bin seit 2002 geschieden, meine beiden Kinder (5 1/2 und 7 1/2) leben bei der Mutter welche seit 2003 wieder verheiratet ist. Sie ist voll berufstätig und ihr neuer Mann passt derweil auf die Kinder auf (er ist nebenher noch selbständig in der Computerbranche tätig). Ich zahle ganz normalen Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle. Wir haben beide das Sorgerecht.
Jetzt kommt mein "Problem". Meine Ex-Ehefrau steht auf dem Standpunkt, dass sie jetzt eine neue Familie hat. Das geht soweit, dass sie die Kinder anhält, zum neuen Partner Papa zu sagen und von mir in der Gegenwart der Kinder nur von Michael spricht. Am Anfang war es noch "Marco-Papa" und "Michael-Papa". Jetzt bin ich nur noch Michael. Wenn die Kinder bei mir sind (in der Regel alle 14 Tage übers Wochenende) sprechen sie mich zwar mit Papa an aber die Frage ist "Wie lange noch?". Letztes Beispiel war als ich letztens in der Kirche saß und die "neue" Familie reinkam und meine Tochter zu meiner Ex-Frau laut sagte: "Guck mal, da sitzt der Michael!"
Frage: Kann ich dagegen irgendwas unternehmen? Ich habe schon mit meiner Ex und ihrem neuen Mann gesprochen aber die sind nicht einsichtig. Meine Ex meinte, ich wäre zwar der leiblich e Vater aber nicht mehr der Papa der Kinder.Ich habe Angst, dass sich meine Kinder dadurch immer mehr von mir entfremden.
Gruß aus Koblenz
Michael
05.07.2005 | 11:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

grundsätzlich haben beide Elternteile das gemeinsame Sorgerecht.Bestehen aber tiefgehende Zerwürfnisse in Erziehungsfragen und anderen Fragen über die Kindessorge (zB Mutter möchte Kinder in einen Sektenkindergarten der Zeugen Jehovas schicken oder schickt Kinder aus religiösen Gründen nicht zum Arzt), dann kann ein Elternteil Antrag beim Familiengericht auf Übertragung der alleinige Sorge oder Teilsorge (zB durch alleinige Bestimmung des Aufenthaltsrecht ) verlangen.

Es muss sich wie gesagt aber um sehr tiefgehende Zerwürfnisse handeln. Streiten sich die Eltern dagegen nur um Nebenfrage der Erziehung-in diesen Bereich wäre die Frage wohl bisher einzustufen- werden Anträge auf Änderung der gemeinsamen elterlichen Sorge regelmäßig abgewiesen.

In aller erster Linie ist sowieso das Kindeswohl entscheidend. Wenn also der Richter feststellt, dass die derzeitige Sorgerechtsregelung am ehesten den Interessen Ihrer Kinder entsprechen und keine Gefährdung Ihrer Interessen ersichtlich sind, würde er wohl dahingehende Anträge abweisen.

Ein Richter wird daher wohl kaum eine Anordnung aussprechen können, in der Ihre Ex Frau verurteilt wird, Sie weiterhin als Papa zu titulieren, mit der gleichzeitigen Androhung Ihr die Kinder bei fortgesetzter Zuwiederhandlung wegzunehmen.

Meines Erachtens ist es wohl am besten, dass Sie weiterhin darauf achten, dass Ihre Töchter soviel Zeit mit Ihnen verbringen wie möglich und Ihnen immer wieder nachdrücklich klarmachen, dass Sie Ihr Papa sind und Sie auch als solcher bezeichnter werden wollen. Dieses Recht kann Ihnen nämlich auch niemand absprechen. Auch können Sie Ihren Töchtern klar machen, dass Ihre Mutter in diesem Punkt falsch handelt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort trotzdem etwas helfen konnte und verbleibe

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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