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Kinder auch bei mir - hat Mutter Anspruch auf den Höchstsatz des Kinderunterhaltes?

| 09.09.2009 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,
ich bin geschieden, Vater von 3 Kindern mit gemeinsamen Sorgerecht. Die Kinder sind am Wohnort ihrer Mutter angemeldet. Die beiden jüngeren,12 und 9 Jahre alt, sind jedoch in aller Regel von Freitag (werden nach der Schule von mir abgeholt) bis Dienstag (werden von mir zur Schule gebracht) bei mir (jede Woche). Sie verbringen bis auf 3 Wochen Sommerferien, sämtliche Ferien und freien Tage bei mir. Ich bringe die Kinder jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag nach der Schule zum Sport. Anschließend (montags) kommen sie mit zu mir, mittwochs und donnerstags kommen sie wahlweise zu mir oder ich fahre sie zur Mutter. Die beiden jüngeren haben jeweils ein eigenes Kinderzimmer bei mir, komplett eingerichtet mit eigenem PC , Schreibtisch etc. Ich übernehme Termine für die Kinder beim Zahnarzt bzw. Kieferorthopäden.

Ich zahle an die Mutter für alle 3 Kinder den Höchstsatz an Kinderunterhalt aus der Düsseldorfer Tabelle, zusätzlich für alle 3 Kinder die private Krankenversicherung, Schulgeld, Essensgeld in der Schule, sämtlichen Schulbedarf (jedes Heft, jeden Stift..), alle Klassenfahrten, Handys, Sportverein, Kleidung komplett und Taschengeld (für die beiden jüngeren).

Von der Mutter werden keinerlei Kosten übernommen. Selbst Kleidung wird von ihr nicht gekauft, die Kinder werden komplett von mir ausgestattet. Nun werde ich von der Mutter angemahnt, das Kindergeld zu erhöhen, da das mittlere Kind jetzt 12 geworden ist.

Meine Frage: hat die Mutter tatsächlich weiterhin Anspruch auf den Höchstsatz des Kinderunterhaltes für die beiden jüngeren Kinder, ohne selbst Kosten zu übernehmen und obwohl die Kinder zu über 50 % bei mir sind?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unter Berücksichtigung des Sachverhalts und Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Bei einem Wechselmodell wie von Ihnen praktiziert sind die Kosten nach den Einkommensverhältnissen beider Elternteile zu quotieren. Zu berücksichtigen sind dabei aber die Mehrkosten, die durch den Aufenthalt der Kinder bei beiden Elternteilen anfallen (OLG Düsseldorf, Az.: 3 UF 102/98 ).

Wenn sowohl der Vater als auch die Mutter die Kinder zu 50% betreuen, ist jeder Elternteil zur hälftigen Unterhaltszahlung verpflichtet. Die Zahlung richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle je nach Einkommen des jeweiligen Elternteils.

Wenn die Kinder sogar mehr als zu 50% bei Ihnen leben, könnten Sie von der Mutter Kindesunterhalt verlangen. Es kommt aber entscheidend auf das Schwergewicht der Betreuung an (BGH, Urteil vom 28. 2. 2007 - XII ZR 161/ 04 ).

Grundsätzlich erhöht sich der Anspruch auf Kindesunterhalt mit Vollendung des 12. Lebensjahres des Kindes, sodass Sie an sich zur Zahlung verpflichtet sind. Sie sollten jedoch über eine Abänderungsklage nachdenken, um eine Minderung Ihrer Unterhaltslast zu erreichen.

Ich hoffe, Ihnen zunächst eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Marion Deinzer
(Rechtsanwältin)
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Bitte beachten Sie, dass diese Plattform lediglich dazu dient, eine erste rechtliche Einschätzung zu erhalten und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Bei Änderungen im Sachverhalt kann sich eine andere rechtliche Beurteilung ergeben.

Bewertung des Fragestellers 11.09.2009 | 12:21

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