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Kind will Namen nach Scheidung der Eltern ändern, weil Vater kriminell

31.05.2012 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Isabelle Wachter


Ich bin seit 1998 geschieden. Ich habe meinen Ehenamen behalten und will das eigentlich auch so belassen. Das gemeinsame Kind hat auch den Ehenamen.
Das Kind ist nun 20 Jahre alt und will den Nachnamen ablegen, da sein Vater kriminell ist,mir nie Unterhalt zahlte und sich nie um ihn gekümmert hat. Er will meinen Mädchennamen annehmen, da sich meine Familie immer um ihn gekümmert hat und sich diesem Nachnamen zugehörig fühlt.
1. Kann ich meinen Mädchennamen wieder annehmen und kann dann mein Sohn diesen Namen auch führen?
2. Kann mein Bruder/schwägerin meinen Sohn adoptieren und bekommt er dann dessen Namen (mein Mädchennamen)?
3. Kann er -falls 1. u. 2. nicht möglich sind-meinen Mädchennamen beantragen und wie sind die Aussichten dafür?
Sohn und ich leben in Bayern. Bruder mit Familie in BW.
Grüße und Danke vorab!
Danke vorab.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Da Ihr Kind inzwischen volljährig ist, kommt eine Änderung des Familiennamens nicht nach den Vorschriften des BGB (§§ 1616 ff. BGB), sondern nur nach dem Namensänderungsgesetz (NamÄndG)in Betracht.

Nach § 3 Abs. 1 NamAndG ist die Änderung des Familiennamens nur möglich, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.

Die Namensänderung muss beim Standesamt beantragt und gut begründet werden.

Bitte beachten Sie, dass der Umstand, dass Ihr Kind den Vater nicht mag, zu diesem wenig Kontakt hat oder dieser keinen Unterhalt gezahlt hat, in der Regel keine wichtigen Gründe darstellen.

Handelt es sich bei dem Vater um einen jedenfalls in Ihrem Umfeld bekannten Kriminellen, so kann dies eventuell ein Grund für eine Namensänderung sein.

Gibt das Standesamt dem Antrag auf Namensänderung statt, dann kann Ihr Kind den neuen Familiennamen grundsätzlich freu wählen und damit auch Ihren Mädchennamen zum Familiennamen bestimmen.

Sie selbst können Ihren Geburtsnamen unproblematisch wieder annehmen. Hierfür müssen Sie lediglich zum Standesamt gehen und eine entsprechende Erklärung abgeben, § 1355 Abs. 5 BGB. Diese Namensänderung ist jedoch ohne Auswirkungen auf den Familiennamen Ihres Kindes, wie bereits ausgeführt wurde.

Ihr Bruder kann versuchen, Ihren volljährigen Sohn zu adoptieren. Die Annahme als Kind wird gerichtlich entschieden. Sie bzw. Ihr Bruder/ Schwägerin benötigen also einen Rechtsanwalt, der einen entsprechenden Antrag bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht (Familiengericht) stellt.

Bitte beachten Sie, dass ein Adoptionsverfahren nur dann mit Erfolg durchgeführt werden kann, wenn sich das Bestehen eines Eltern-Kind Verhältnisses zwischen Ihrem Bruder/Schwägerin und Ihrem Sohn darlegen lässt, § 1767 Abs. 1 BGB.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Isabelle Wachter, Rechtsanwältin

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