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Kind weg genommen

| 02.10.2014 17:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Meine Stieftochter hat vor 2 Tagen einen Jungen zur Welt gebracht und liegt der Zeit noch im Krankenhaus. Meine Tochter wird vom Jugendamt betreut, weil sie unter Borderleinsymtrom leidet. Jetzt kamen heute 2 Frauen vom Jugendamt und haben kurzerhand das Kind weggenommen, mit der Begründung: Meine Stieftochter hätte sich nicht genügend gekümmert. Das kann wohl zu treffen, weil sie ja unerfahren und auf Hilfe angewiesen ist. Aber von nicht kümmern kann wirklich keine Rede sein, sie ist ja wie gesagt noch unerfahren. Ich habe befürchtugne das meine Tochter sich das Leben nimmt, weil sie jetzt völlig überrumpelt wurde und nur noch weint. Meine Frau ist auf dem Weg sie uns uns nach Schaffhausen/Schweiz zu holen. Was können wir da unternehmen. Da Baby ist doch erst 2 tage alt und es kann doch nicht zum Kindswohl sein, wenn man es weg nimmt, da es ja noch gestillt wird. Bitte geben sie uns einen Rat. Habe versucht Anwälte zu erreichen, aber weil morgen ein Feiertag ist, ist keiner mehr zu ereichen

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

In der Situation, die Sie geschildert haben, ist es vor allem wichtig, Ruhe zu bewahren. Wenn man eine gerichtliche Entscheidung herbeiführen möchte, wird das ohnehin einige Zeit in Anspruch nehmen, so dass Sie ausreichend Zeit haben, in der kommenden Woche einen Rechtsanwalt zu beauftragen.


2.

Ob das Vorgehen des Jugendamts gerechtfertigt ist, lässt sich anhand der Sachverhaltsschilderung nicht beurteilen. Sie schreiben selbst, es könne schon zutreffen, dass sich Ihre Stieftochter nicht genügend um den Säugling gekümmert habe, weil sie unerfahren und auf Hilfe angewiesen sei. In einer solchen Situation ist das Jugendamt gegebenenfalls gehalten, gerade zum Wohl des Kindes, einzuschreiten.

Doch damit ist keine endgültige Entscheidung getroffen, etwa dahingehend, dass Ihre Stieftochter ihr Kind nicht zurück erhält.


3.

Hier sind eine Reihe von Punkten zu klären, beispielsweise wie alt Ihre Stieftochter ist, welcher Art die Betreuung seitens des Jugendamts ist, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Diese Gesichtspunkte müssen mit einem Rechtsanwalt eingehend erörtert werden, damit der Rechtsanwalt die richtigen Schritte einleiten kann. Eine „Ferndiagnose" im Sinne einer Beratung, was genau hier und heute zu tun sei, ist im Hinblick auf den beschriebenen Sachverhalt unmöglich.

Bevor Ihrer Stieftochter rechtliche Hilfe durch einen Rechtsanwalt, den Sie in der nächsten Woche aufsuchen können, zuteil wird, wird es - in menschlicher Hinsicht - für Sie wichtig sein, Ihrer Tochter die Angst vor dem Verlust des Kindes zu nehmen. Man darf nicht vergessen, dass es sich hier lediglich um eine vorläufige Maßnahme seitens des Jugendamts handelt, die keineswegs endgültigen Charakter hat.

Vorrangig empfehle ich dringend, das Gespräch mit Ihrer Stieftochter zu suchen und sie zu beruhigen, um Ihre Stieftochter von Suizidgedanken abzubringen.


4.

Der Rechtsanwalt wird nach dem Gespräch mit Ihrer Stieftochter gegebenenfalls versuchen, eine gerichtliche Entscheidung darüber herbeizuführen, ob das Kind wieder zur Mutter zurückkehren kann. Anhaltspunkte, weshalb das Kind auf Dauer von seiner Mutter getrennt werden könnte, ergeben sich jedenfalls aus dem Sachverhalt nicht.

Ich hoffe, Ihnen hiermit wenigstens einen kleinen Teil Ihrer Besorgnis genommen zu haben und empfehle nochmals, in der kommenden Woche die Sache in Ruhe mit einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl zu besprechen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.10.2014 | 18:07

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"Es sind für mich beruhigende Schilderungen, welche ich der Stieftochter erläutern werde. Danke für Ihre Auskunft."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 02.10.2014 5/5,0
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