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Kind vom Nachbarn geschlagen

14.05.2009 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mirko Ziegler


Sehr geerte Damen und Herren,
im März habe ich vor unserem Haus an meinem Fahrrad geschraubt,
und ein paar Nachbarskinder haben im Vorgarten gespielt. Ein etwa 12jähriges Mädchen hat die deutlich jüngeren aufgefordert:
" geht mal hin und frag ob er Schwul ist, oder sag mal Schwuler zu Ihm",
mit "Ihm" war eindeutig ich gemeint. Das gipfelte darin das Sie sagte:" aber pass auf, die haben alle Aids! Da bin ich zu dem Mädchen gegangen und habe gesagt das Sie sehr ungezogen ist. Darauf sagte Sie: geh blos weg, Du bist ein Schwuli.
Da habe ich Rot gesehen und habe Ihr eine Ohrfeige verpasst.
Sie lief heulend zu Ihre Mutter rauf.
Heute bekomme ich eine Vorladung zur Polizei, weil gegen mich wegen einer Straftat der Körperverletzung §223 ermittelt wird.
Nun meine Frage:
Wie soll ich mich verhalten? soll ich die Geschichte so erzählen,
oder bestreiten das ich das Kind geschlagen habe.
Welche Strafe könnte mir blühen? Bin 50 Jahre alt und es ist das erstemal das ich etwas mit der Polizei zu tun bekomme, ein bischen mulmig ist mir schon.Oder ist es besser sich einen Anwalt zu nehmen, wegen mögl.Schmerzensgeld forderung?
Natürlich bin ich Schwul, und lebe offen mit meinem Partner seit 20 Jahren hier
vielen Dank im vorraus

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Es empfiehlt sich in aller Regel in Strafsachen einen Verteidiger einzuschalten, da nur dieser Akteneinsicht für den Mandanten nehmen kann und auf diese Weise letztlich sichergestellt wird, dass auch er Kenntnis von den Ermittlungsergebnissen erlangt.

Solange Sie aber keine Kenntnis von den Ermittlungsergebnissen haben, können Sie auch nicht sicher wissen, was Ihnen konkret vorgeworfen wird und wie schwer die Vorwürfe wiegen. Daher sollte zunächst, bis auf die Angaben zur Person, keine Angaben zur Sache bei der Polizei gemacht werden. Dieser Umstand kann Ihnen auch nicht zum Nachteil gereichen.

Ob nach Akteneinsicht eine Einlassung, gleich welcher Art, erfolgen sollte, hängt vom Akteninhalt ab. Ist danach klar, dass der Vorwurf sich bestätigen wird, kann ein Geständnis hilfreich sein, um das Strafmaß zu reduzieren.

Sicher gibt es aber auch Fälle, die so eindeutig sind, dass sich ein Verteidiger (schon wirtschaftlich) nicht lohnt. Dies sind in aller Regel Fälle, die nur eine sehr geringe Geldstrafe erwarten lassen und mit großer Wahrscheinlichkeit bewiesen werden können.

Bei der einfachen Körperverletzung liegt der Strafrahmen zwischen Geldstrafe und Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. In Anbetracht der Tatsache, dass Sie bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten sind, ist aber eine Freiheitsstrafe äußerst unwahrscheinlich.

Die Tatbestandsvoraussetzungen des § 223 StGB liegen aber gleichwohl vor, Ihr Tun war auch nicht durch die provozierenden Äußerungen der Kinder gerechtfertigt.

Mit Hilfe eines Anwalts kann aber unter Umständen auch eine Einstellung des Verfahrens, ggfs. gegen Auflagen bewirkt werden.

___

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