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Kind in Schule verprügelt


| 19.01.2006 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Rechtsanwälte,

leider habe ich eine sehr unschöne Frage, hoffe aber auf Beantwortung Ihrerseits.

Mein Kind (16 J.) wurde heute von einer Gruppe Jugendlicher in der Schule angegriffen und verprügelt. Der Sachverhalt verhält sich wie folgt.
Mein Sohn ist bemüht, an dieser Schule mit Beginn des 10. Schuljahres seinen Schulabschluß "1" zu erhalten, welches scheinbar ein Dorn einiger Jugendlicher darstellt. Nun kam es vor geraumer Zeit bereits zu einem Vorfall, welcher zwischen den Eltern geklärt wurde. Jedoch wies ich bereits zu diesem Zeitpunkt darauf hin, daß bei weiteren Vorfällen, Strafanzeige gestellt werden wird.
Nun kam es heute erneut zu einem nicht kleinen Vorfall, welcher zur Folge hat, daß mein Sohn ein blaues Auge, diverse Prellungen und starke Ohrenschmerzen hat. Die Schule hat sofort die Polizei gerufen und der Direktor selbst hat Strafanzeige gegen die 3 Jugendlichen gestellt. Es steht außer Frage, daß mein Sohn der Geschädigte ist.

Nun zu meiner Frage.
Welche Möglichkeiten habe ich zivilrechtlich? Hier denke ich über Schadenersatz Arbeitsausfall (ich bin sofort von der Arbeitsstelle zur Schule gefahren) sowie über Schmerzensgeld nach. Ein entsprechendes ärztliches Gutachten ist in Arbeit. Ist eine Übernahme eines entsprechenden Schreibens durch Sie an die Eltern möglich? Mit freundlichen Grüßen
Katerchen

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

selbstverständlich kann Ihr Sohn von den Tätern Schmerzensgeld verlangen.

Die genaue Höhe vermag ich so nicht vorherzsagen, da neben dem ärztlichen Attest auch die weiteren Gesamtumstände und der Heilungsverlauf sowie ev. Spätschäden zu berücksichtigen sind.

Kann Ihr Sohn z.B. aufgrund der erlittenen Verletzungen seinen Freizeitvergnügungen (z.B. Sport) nicht nachkommen, erhöht dieses natürlich das Schmerzensgeld, wobei auch die vertane Freizeit zwecks weiterer Arztbesuche zu berücksichtigen ist.

Dieses alles fließt in die Bemessung der Schmerzensgeldes eben so ein, wie das vorsätzliche Handeln der Täter.

Alle Aufwendungen (Fahrten zum Arzt, Verdienstausfall naher Angehöriger -DIESES IST ALSO AUCH ZU ERSETZEN- sofern dieses der Heilung dient) sind zu ersetzen, so dass Sie dieses bitte dokumentieren, um die Ansprüche durchzusetzen.


Die Täter haften als Gesamtschuldner, so dass jeder Täter für den Gesamtbetrag haftet.


Nun will ich aber ein Problem nicht verschweigen:

Auch die Täter sind wahrscheinlich noch minderjährig, so dass eine derzeitige Durchsetzung von Forderungen schwer möglich sein kann (eine bestehende Haftpflichtversicherung wird wegen des vorsätzlichen Handelns nicht eingreifen), Ihjr Sohn also einen Titel bekommt, den er aber vielleicht erst in ein paar Jahren durchsetzen kann.

Das gilt dann aber auch für die Rechtsanwaltskosten. Diese sind zwar erstattungsfägig; ist bei den Täter nichts zu holen, werden Sie als Auftraggeber diese Kosten zunächst vorauslagen müssen (sofern keine Rechtsschutzversicherung besteht).

Wenn Sie hierzu bereit sind, können wir das Mandat gerne übernehmen. Bitte setzen Sie sich dann mit uns in Verbindung (bei der Erstbeantwortung kann der bearbeitende Rechtsanwalt die Daten des Ratuchenden nicht sehen).


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2006 | 15:44

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

vorab erst einmal vielen Dank für die sehr gute Beantwortung - nix anderes habe ich erwartet, insofern Dankeschön.

Der Haupttäter ist m.E. bereits 18, inwiefern dies Berücksichtigung findet, kann ich nicht einschätzen. Gerne werde ich Ihre Hilfe (leider auch ohne RSV) in Anspruch nehmen, da ich nicht gewillt bin, dieses Verhalten in irgendeiner Form zu dulden. Allein die Tatsache, daß dadurch die Eltern eines solch Halbwüchsigen "wach" werden läßt, ist es Wert, nicht einfach alles auf sich beruhen zu lassen.

Sobald das ärztliche Gutachten vorliegt, würde ich mich gerne mit Ihnen in Verbindung setzen, zwecks weiterer Erledigung.

Vielen lieben Dank nochmalig für die schnelle und sehr gute Beantwortung meiner Frage
Ihr Katerchen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.01.2006 | 15:49

Sehr geehrte Frau A,


ICH würde mir das auch nicht gefallen lassen. Das einer der Täter schon 18 Jahre alt ist, vereinfacht die Sache sogar etwas, da er nun direkt (und nicht über die Eltern) in Anspruch genommen werden kann. Da dann auch das Schulende absehbar sein dürfte, könnten sich die Ansprüche auch eher realisieren lassen.

Sowie das Attest vorliegt, sollten wir uns dann wegen des weiteren Vorgehens in Verbindung setzen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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